Phylakterium III: Kapitel 2, Symphonie des Schicksals

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Phylakterium III: Kapitel 2, Symphonie des Schicksals

Beitrag von Der Erzähler am Di 20 März 2018, 18:08

Wärend Cecillia, Araja, Evander und Tom ihre Wunden in Rata Novus leckten wurde ihnen klar in welcher Lage sie sich befanden. Noch ahnten sie nicht welche Auswirkungen die Nacht der Scherben auf Tyria gehabt hatte und dennoch waren sie sich einig Maßnahmen zu ergreifen - sie wussten jedoch nicht welche.
Sarens Aufzeichnungen zufolge würde Souverin nun das Phylakterium in seinen Besitzt bringen wollen und dies musste um jeden Preis verhindert werden. Da keiner der Vier wusste wo sich das Artefakt befand blieb ihnen nichts weiteres übrig als die Person danach zu fragen die es als letztes benutzt hat: Die Entseelte. Aber auch diese war seid ihrer Gefangennahme durch die Frostkaiserin wie vom Erdboden verschluckt. Der einzige Ansatzpunkt den die Gruppe hatte war Chloé, Tochter der Entseelten und Königin von Kryta. Uneinig darüber die Königin aufzusuchen spaltete sich die Gruppe: Wärend Araja, Evander und Tom nach Götterfels aufbrachen suchte Cecillia einen eigenen Weg.

Der Weg der drei Freunde führte sie nun durch das zerrüttete Kaiserreich. Erst jetzt begriffen sie das die 'Invasion der Reaper' nicht länger ein bloses Hirngespinst eines Asurawissenschatlfers war sondern bittere, ernste Realität.
Angekommen in den Hallen des Götterfelser Palastes fand die Gruppe eine völlig überforderte Chloé vor die damit beschäftigt war ihr Königreich zusammen zu halten. Hilfe konnte die Königin der kleinen Gruppe also nicht anbieten, ledeglich einen Hinweis: Das Auge des Norderns im Herzen der Zittergipfel. Ein passender Ort für eine Versteck.
Erst durch die Portale der Hauptstädte, bishin nach Hoelbrak wo die drei Freunde dann den Fußweg über die verschneiten Bergpässe nahmen um sich Tag für Tag dem längst vergessen Bauwerk zu nähern.
Zum Glück konnten sich sowohl Tom als auch die Rothaarige an die Position des alten Gemäuers erinnern welches auf modernen Karten längst nicht mehr zu finden war.

Über 200 Jahre war das Auge unbewohnt gewesen, entsprechend ramponiert war das Bauwerk. Doch als die kleine Gruppe sich dem Herz der Einrichtung näherten vernahmen sie....Musik.
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Re: Phylakterium III: Kapitel 2, Symphonie des Schicksals

Beitrag von Die Entseelte am Mi 21 März 2018, 15:48

Dutzende von schwebenden und sich selbst spielenden Instrumenten hatte sich Kreisförmig in der letzte Halle des Auges aufgereiht. Die Entseelte hatte sich auf einem kleinem Podest in der Mitte eingefunden, ihrem dreiköpfigen Publikum den Rücken gekehrt. Wärend sie in ihrer rechten, skellettierten Runenhand das Phylakterium hielt dirigierte sie mit einem Zauberstab in der anderen Hand das magische Orchester. Die Musik, der Rythmus und ihre Melodien waren fremdartig aber zugleich wunderschön. Gänsehaut machte sich bei den drei Freunden breit als die Entseelte den letzten Ton der Symphonie spielte und das Kugelförmige Artefakt in ihrer Hand ein klickendes Geräusch von sich gab.
Auch wenn sie ihren Zuschauern noch immer den Rücken gekehrt hatte konnte man erkennen das die Entseelte ihre Augenbinde nicht länger trug. Sie legte den Zauberstab säuberlich auf dem Podest ab und richtete nun das Wort an ihre Gäste:

"Gefällt Ihnen unsere Symphonie?"

Tom welcher es satt hatte ein weiteres Geplänkel mit der Entseelten zu führen stieß nach vorn um das Gespräch voran zu treiben:

"Du bist in Gefahr - jemand will das Phylakterium stehlen! Und erzähl mir nicht du hättest nicht mitbekommen was in den letzten Tagen passiert ist!"

"Interessant. Sie stimmulieren unseren Verstand, wie sie im Dunkeln stochern und unfähig sind zu verstehen.", war die Antwort der Entseelten als sich nun den drei Freunden zuwandt. Es war deutlich zu erkennen das sie nicht Blind war, ganz im gegenteil: Ihre Augen waren mit den selben bläulichen Linien durchzuzogen wie die von Saren. Offensichtlich ein Merkmal der voranschreitenden Indoktrination.

Evander welcher diesen zusammenhang zuerst erkannte nahm seinen Freund an der Schulter um ihn vorsichtig nach hinten zu ziehen: "Ich bezweifle das wir hier mit Araja sprechen...."

"Es gibt eine Exsitenzdimension die so weit von Ihrer eigenen entfernt ist dass sie es sich nicht vorstellen können. Wir sind jenseits Ihrer Vorstellungskraft - Wir sind sind Souverin."
, fuhr die Entseelte fort als sie sich der Gruppe langsam näherte.

Stutzend musste der Rothaarige Splitter nachfragen: "Du bist also ein...Reaper?"

"Reaper?", für einen moment zögerte Souverin als würde er eine Erinnerung abrufen wollen: "Eine Bezeichnung die die Proteaner erfanden um der Zerstörung einen Namen zu geben. Letztendlich ist es irrelevant wie sie uns nennen. Wir 'sind' einfach."

"Die Proteaner verschwanden vor über 50.000 Jahren! Du kannst nicht dabei gewesen sein, das ist unmöglich!", intervinierte Tom schließlich bevor ihm Souverin antwortete:
"Organisches Leben ist nichts weiter als eine genetische Mutation: Ein Unfall. Ihr leben wird in Jahren gemessen, sie verwelken und Sterben. Wir sind Ewig, die Spitze der Evulotion und Exsitenz. Verglichen mit uns sind Sie nichts."

"Denk daran das wir hier mit Souverin sprechen und...nicht mit mir....?"
, unterstütze Araja dann ihren Magierfreund bevor sie erneut von Souverin unterbrochen wurde:

"Diese Aussage ist korrekt. Dieses Individuum wurde von uns auserwählt die kommende Konvergenz zu unterstützen. Der Zyklus kann nicht durchbrochen werden."

"Konzergenz? Zyklus? Was soll das sein...?!", fragte Evander dann nach.

"Das Muster hat sich bereits häufiger wiederhohlt als Sie es begreifen können. Biologische Lebewesen erheben sich, entwickeln sich, Schreiten voran. Und am Gipfel ihres Ruhms vereinigen wir sie. Die Proteaner waren nicht die ersten.
Sie waren es nicht die die Armbänder schmiedeten, sie waren es nicht die die Magie auf diese Welt brachten. Sie fanden sie einfach: Die Hinterlassenschaften 'unserer Art'. Ebenso wie Sie es taten."


"Wenn ihr uns für so Dumm haltet, wieso habt ihr Tyria dann die Magie gebracht?", wollte Tom dann wissen.

"Ihre Zivilisation basiert auf Magie. Unserer Magie. Indem Sie sie nutzen entwickelt sich ihre Geselschaft und Spezies auf dem Weg, den wir für Sie vorgesehen haben. Wir zwingen dem Chaos der Biologischen Entwicklung eine Ordnung auf. Sie exsitieren weil wir es Ihnen erlauben und sie werden Enden weil wir es fordern."

"Ihr wollt mit dem Phylakterium unseren Seelen sammeln, Verstehe. Aber....wieso?!", musste Araja dann wissen bevor es zum unvermeintlichen Kampf zwischen den vieren kommen würde.

"Unsere "Art" übersteigt Ihren Verstand. Jeder einzelne ist eine Nation. Wir sind unfehlbar. Wir haben keinen Anfang - wir haben kein Ende. Wir sind Unendlich. In Millionen von Jahren, wenn ihre Zivilisation längst erloschen und vergessen ist werden Wir noch bestehen. Wir erhalten und verbessern das Leben."

"Das ist keine Antwort auf meine Frage!"

"Doch, das ist sie. Unsere Konversation ist hiermit beendet. Wir bewundern ihre Kooperation."



Gerade als die drei ihre Waffen ziehen wollte hörten sie das entsichern der Gewehre hinter sich. Es war eine Falle. Mitglieder von Cerberus und den Regimentern, angeführt von Vanessa hatten sich hinter dem Trio eingefunden - bereit diese sofort zu exikutieren. Wie es aussah hatte Souverin, in form der Entseelten, in den vergangegen Jahren deutlich mehr Leute indoktrinieren können als ihnen bis dato bewusst war. Den Helden blieb nichts anderes übrig als ihre Waffen fallen zu lassen und sich der Übermacht zu ergeben bevor Souverin ein letztes mal das Wort an sie richtete:

"Wir bedanken uns bei Ihnen das sie das letzte Teil unserer Vorbeitungen zu uns geliefert haben."


Ohne eine Vorwarnung schoss dann einer der Lakaien dem Rothaarigen Splitter von hinten in den Kopf. Ihr Körper schlug knallend neben ihren beiden Freunden auf den Boden, sie war sofort Tot. Völlig entsetzt und überascht von der Attacke und dessen kaltblütigkeit erstarrten die beiden Männer.

"Wir sind uns sicher das sie eine bereicherung für die nächste Einheit sein werden, meine Herren."
, mit diesen Worten öffnete Souverin das Phylakterium und lies die Seelen von Evander und Tom in das Artefakt übergehen. Der Vorgang war schmerzhaft, doch als er abgeschlossen war nahmen auch ihre Augen die selbe krankhafte Färbung an wie die der Entseelten. Wie von einer fremden Macht gelenkt marschierten ihre Körper dann mit den anderen 'Dienern' nach drausen denn ihre Seelen und ihr Bewusstsein war nun im Phylakterium gefangen.
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