Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

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Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

Beitrag von Der Erzähler am Fr 23 März 2018, 17:12

Trotz ihrer Bemühung und all' den Opfern die sie gebracht hatten konnte Souverin seinen Willen durchsetzten. Das letzte Teil zum einleiten der Seelensammlung war nun in seinem Besitzt. Uneinig darüber was sie tun sollten stritten sich die verbleibenden Führer der Nationen, des Paktes und Organisationen die an der Schlacht teilgenommen hatten. Wärend im Palastsaal hitzig über den nächsten Schrtt diskutiert wurde hatten sich unsere drei Helden zurückgezogen. Die vergangen Tage waren anstrengend gewesen und keiner von ihnen hatte sonderlich viel geschlafen weshalb sie froh darüber waren sich für einen kurzen Augenblick zu erhohlen.

So auch Evander der sich auf das Bett seines Gästezimmers gelegt hatte und an die Decke starrte wärend er die Ruhe genoss. Zumindest bis es am Abend an seiner Tür klopfte...
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Re: Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

Beitrag von Araja Phylakterium am Fr 23 März 2018, 17:58

Zaghaft öffnete Araja dann die Tür als Evander sie hereingebeten hatte und ein freundliches "Hey." ging über ihre Lippen als sie den Raum betrat. Der Pirat, freudig überascht von dem späten Besuch, erhob sich und begrüßte seinen Gast ebenfalls mit einem "Hey."

"Wie geht's dir? Wir hatten keine Zeit zu sprechen seitdem.... das alles passiert ist.", führte der Rotschopf das Gespräch dann fort.

"Ich muss schon sagen: Untote Charrs waren mal was anderes...", schertze Evander zurück: "... aber ich werd's überleben. So wie immer. Viel wichtiger ist es wie es dir geht?"

Bevor Araja antwortete musste sie nachdenken, diese Frage war für sie alles andere als leicht zu beantworten. Wärend sie darüber nachdachte schlenderte sie zu Evander der sie wiederum dabei beobachtete. Nach einem längeren Augenblick der Ruhe durchbarch der Rotschopf schließlich wieder die Stille:
"Ich weiß es nicht. Ich.....ich kann's nicht beantworten. Es kommt mir vor als hätte ich die letzten Jahrzehnte alles nur geträumt und aus den Augen von jemand anderen gesehen. Es tut mir so Leid was ich getan habe..."

"Du trägst keine Schuld. Souverin ist hier der Böse - nicht du!", tröstete Evander seine Freundin wärend er sie an den Schultern nahm.

"Du verstehst nicht! ICH war das! Alles was ich ...'getan' habe geschah aus freiem Willen. Ich habe es gewollt. Ich war der festen Überzeugung das es richtig war."

"Der Reaper hat dich manipuliert. Du hast es getan weil du es für richtig hielst - Okay! Dann hast du dich geirrt, na und? Das tun wir doch alle, oder nicht?"

Wärend Araja darauf antwortete ging ihr ein vorsichtiges und ironisches lächeln über die Lippen: "Aber wenn andere sich Irren wird nicht gleich ganz Tyria vernichtet."
Und Evander entgegnete mit der selben Gelassenheit die er fast immer an den Tag legte und die Araja so sehr an ihm schätze: "Tja.....da ist wohl was dran. Willst du ne Runde Karten spielen?"

Der Rotschopf musste sofort loslachen: "Damit du mich wieder bescheißen kannst wie im Reich der Qual?"

"Du kannst dich daran Erinnern?"

"Ja.....sie ist ein Teil von mir. Noch ein Grund mich schlecht zu fühlen... "

"Jetzt hör' schon auf! Ganz so schlimm war sie nun auch nicht...... obwohl. Naja.... zumindest weiß sie wie man spielt!"


Über diese windige Aussage des Piraten mussten jetzt beide lachen, er versuchte wierklich alles um seine Freundin aufzuheitern. Als sie fertig waren wurde es wieder still und die beiden sahen sich längere Zeit tief in die Augen bis sie sich schließlich Küsten. Der Kuss war von beiden ein wenig schüchtern, als wüssten beide nicht ob er das richtige war und trotzdem war er ehrlich.

"Willst du heute Nacht hier bleiben?", fragte Evander dann.

Doch Araja's ein wenig verzweifelter Gesichtsausdruck und ihre ablehnede Körperhaltung beantworteten bereits seine frage bevor sich die Rothaarige sanft von ihm loslöste: "Lieber nicht. Ich will dir nicht nochmal wehtun."

"Du hast mir doch nicht wehgetan..!?"

"Aber ich würde es. Jetzt zumindest."


Vorsichtig ging der Rotschopf zurück zur Tür und öffnete diese bevor sie sich ein letztes mal umdrehte: "Wenn das alles vorbei ist....will ich eine Revanche!"

Evander sah ein das es besser war Araja als Freundin zu behalten anstatt alles aufs Spiel zu setzten was die beiden miteinander verband und lächelte ihr aufmunternd zurück: "Versprochen."
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Re: Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

Beitrag von Der Erzähler am Fr 23 März 2018, 18:38

Nachdem Araja die Tür zu Evanders Zimmer geschlossen hatte war ihr anzusehen wie schwer ihr das gefallen war. Zu gerne wäre sie geblieben, so sehr hätte sie sich eine Zukunft mit ihm gewünscht. Doch die Umstände würden dies niemals zulassen. Sie war traurig und wütend zugleich darüber keine zweite Chance mit ihm haben zu können, denn sie wusste was kommen würde.
Als die Rothaarige sich wieder gesammelt hatte machte sie sich auf den weg zu Tom. Dieser hatte es nicht länger in seinem Zimmer ausgehalten und lehnte am Balkonsims mit Blick auf den Palastgarten. Aus der ferne konnte man noch immer die Führer, Könige und Kaiserin streiten hören. Und an diesem Platz gesellte sich nun Araja zum Magier....
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Re: Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

Beitrag von Araja Phylakterium am Fr 23 März 2018, 19:27

Mit dem selben schüchternem "Hey." mit welchem sie Evander begrüßte leitete Araja nun auch das Gespräch mit Tom ein.

"Selber Hey.", war dessen einfallsreiche Antwort: "Du kannst auch nicht schlafen?"

"So laut wie die da unten Rumbrüllen? Ts, das würde selbst nen Altdrachen aufwecken!"


Ein amüsiertes lächeln ging beiden daraufhin über die Mundwinkel bevor sie Seite an Seite in den Garten blickten. Auch hier entstand wieder ein kurzer moment der Stille zwischen den beiden Gesprächspartner bevor Tom erneut das Wort erhob:

"Weißt du woran mich der Garten hier erinnert?"

"Nein?"

"An den in Kaineng. Beim Kaiserpalast. Der sah irgendwie...änhlich aus."


Schmunzelnd musste Araja ihren Freund korrigieren: "Tat er überhaupt nicht. Aber....mal abgesehen davon ...das ist doch schon eine Ewigkeit her, wie kommst du gerade jetzt darauf?"

"Dann ist es wohl nicht der Garten der mich daran erinnert..."


Beide verstanden sofort worauf der Magier anspielte. In diesen moment gingen beide ihre Erinnerungen durch die sie in dieser Zeit geteilt hatten. Kaineng, den Wall, die Mursaat, Steff, der Schneesturm. Es kam ihnen vor wie Geschichten aus einem anderem Leben, so lange war es bereits Vergangenheit.


"Tom?"

"Ja?"

"Kannst du mir etwas versprechen?"

"...worum gehts?"

"Versprich mir.......das du auf Chloé aufpasst, ja?"


Erschrocken von der Bitte stellte sich Tom auf um seinen folgenden Sätzen mehr nachdruck zu verleihen:
"Das muss ich dir nicht versprechen - das weißt du! Was ist los Araja?"
Auch Araja erhob sich aus der entspannten Haltung um dem um sich dem Magier gegenüber zu stellen wärend sie versuchte das Thema zu wechseln:
"Wir konnten nie eine normale Familie sein. Das bereue ich zutiefst. Chloé, Du und Ich - das wird niemals funktonieren."

Das Seufzen welches Tom von sich gab sprach bände. Die Rothaarige hatte recht, eine Traumfamilie sah anders aus:
"Wir haben beide Fehler gemacht. Ich war auch nicht gerade der beste Vater..."

"...damit bist du in bester Gesellschaft. Ich hab' unserer Tochter die Seele entrissen und einem magischen 'Überwesen' zum fraß vorgeworfen!"

"Und du hast sie wieder geheilt, vergiss das nicht! Sie sie dir doch an: Sie ist da unten und kämpft! Nicht nur für sich oder 'uns' sondern für das ganze Königreich. Egal ob es deine Intriegen waren die sie zur Königin machten oder nicht, sie macht ihre Sache gut! Siehst du das nicht?!"


Toms Worte erfüllten Araja mit Hoffnung. Vielleicht waren sie keine normale Familie die mit Haus, Hund und Garten ihren Lebensabend ausklingen liesen aber dennoch waren sie es: Eine Familie. Wärend der Rothaarigen die Augen feucht wurden stellte der Magier die entscheidende Frage:
"Also wieso willst du das ich auf sie aufpasse? Araja, was hast du vor?"

Nur zögernd antwortete sie darauf: "Ich kann das vielleicht Stoppen."

"Die Konvergenz? Wie?!"

"Das Phylakterium, ich zerstöre es. Ein für alle mal."

"Das ist Selbstmord! Ich habe gesehen wieviele Entseelte dort sind! Und dann ist da auch noch Vanessa! Du kannst doch nicht...!"
, versuchte der Magier seine Freundin zu überzeugen. Doch die hatte sich offensichtlich schon entschieden:

"Deshalb sollst du auf sie aufpassen. Ich komme vielleicht nicht zurück."

Gerade als Tom antworten wollte wurde es schlagartig Taghell, dabei war es fast Mitternacht und ein Ohrenbetäubender Lärm schoss durch ihre Schädel. Die Konvergenz hatte begonnen.
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Re: Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

Beitrag von Der Erzähler am Sa 24 März 2018, 19:02

Alle rannten nach drausen um nachzusehen was passiert war: Eine gigantische Lichtsäule, ausgehend von den nördlichen Zittergipfeln hatte die Nacht zum Tag gemacht wärend ein dröhnendes Geräusch die Stille durchbrochen hatte. Man konnte sogar dabei zusehen als die ersten Strömungen sich kreisförmig um den magischen Turm herum aufbauten und dabei begannen die Seelen der darunterliegenden einzukassieren.
Die Führer der Welt startten gemeinsam mit dem Heldentrio angebannt, fast schon paralysiert zum Himmel. Wärend sich die Verzweiflung bei den ersten breitmachte richtete Tom das Wort an die Rothaarige:
"Du weißt wie man das aufhällt!"

"Sie weiß es?!", erschrack Evander der gerade zu ihnen gestoßen war.

Zögernd stammelte Araja zurück: "Vielleicht....Ich weiß es nicht! Ich...ich muss zum Auge."

"Zum Auge des Nordens? Dann kommen wir mit! Nicht war?!", fordernd blickte der Pirat zu Tom der ganz offensichtlich ebenfalls bereit war diesen Schritt zu gehen und dies mit einem Kopfnicken kund tat.

"Seid ihr euch sicher....? Wenn das nicht klappt, sterben wir.", entgegnete Araja bevor Tom sie zurechtwies:

"Wir haben uns doch nicht all' die Mühe gemacht nur damit du jetzt auf den letzten Metern den Löffel abgibst!"

"Verdammt nochmal, Ja!", ergänzte Evander wärend er sein Gewehr entsicherte.

Angespornt von der Zuversicht ihren beiden Freunde nickte die Rothaarige nun und begann zu erklären: "Vielleicht kann ich das Phylakterium zerstören....Souverin hatte da mal etwas erwähnt."

"Du schaffst das, wir begeleiten dich. Ich mach' uns ein Portal!", ergänzte Tom bevor er von Araja unsanft unterbrochen wurde: "Dafür bleibt keine Zeit!"
Ohne Vorwarnung griff die Rothaarige die Hände ihrer beiden Freunde und ihm nächsten Augenblick waren sie bereits verschwunden wärend nur noch eine neblige Dunstwolke zurückblieb. Auch wenn Araja wieder ihre Seele hatte konnte sie noch immer auf die Magie der Widergänger zurückgreifen und hatte das Trio mit einer Phasenwanderung hinfort gebracht.


Aufgrund der gigantischen magischen Strömungen um das Auge gab es jedoch Probleme. Anstatt direkt in der Zentralen Kammer des Bauwerks herauszukommen wurden die drei Freunde unsanft mehrere hundert Meter davor herausgeworfen.
Abgefedert vom Schnee hatte das Trio die landung unbeschadet überstanden. Leider waren zwischen ihnen und dem Phylakterium jetzt noch eine Armee von Entseelten.
Deren Zahl hatte sich in den vergangenen Tagen nocheinmal deutlich erhöht und versperrten, perfekt in Reih und Glied aufgestellt, den Zugang zum Auge des Nordens. Wären diese Indoktrinierten wie Salzsäulen erstatt stehen geblieben wäre das wohl kein Problem gewesen. Doch als das Trio sich erhoben hatten schwenkten ihre Köpfe in einer kompletten Einheit zu unseren Helden wärend sie zum Angriff übergingen. Souverin schien um jedes Preis verhindenr zu wollen einer der drei das Phylakterium erreicht.
Hinter einem Felsen in Deckung versuchten die drei einen Ausweg zu finden bis Evander schließlich eine Idee hatte:
"Ich locke sie dort zu den Wäldern - wärendessen könnt ihr zwei durchschlüpfen!"

"Bist du wahnsinnig? Wir trennen uns nicht!", versuchte Araja ihren Priatenfreund zu belehren doch dieser hatte sich bereits entschieden: "Auf dich kommt es an: Du musst da rein - nicht ich. Vermassel es bloß nicht!"
Noch bevor die Rothaarige erneuten Wiederspruch einlegen konnte war der Pirat bereits losgerannt und hatte mit wilden Geschieße und Rufen einen Teil der Entseelten auf seine Spur gelockt.
Da sich Souverins Diener nun teilen mussten um der Gruppe her zu werden hatte sich eine Lücke aufgetan, Klein aber dennoch eine Lücke. Gemeinsam stürmten Tom und Araja in richtung des Auges und bekämpften dabei die herannahenden Diener. Sie konnten sich ein kleinen Vorsprung erkämpfen und eilten nun durch die Vorderkammer des Bauwerks.
Der Rotschopf war vorangelaufen und passierte gerade den Engpass zwischen den beiden Abschnitten als sie plötzlich bemerkte das Tom nicht länger hinter ihr war. Der Magier hatte zwischen sich und Araja eine magische Barriere aufgezogen.

"Was soll das?! Was machst du?!", schrie sie ihren Freund an.

"Evander hat recht: Nur du zählst jetzt noch."


"Tom Di Laurentis - Du lässt sofort diese Barriere herunter oder....!",
wollte Araja auch den Magier zur vernunft bringen als sie erkannte wie die Horde von Entseelten hinter ihm angestürmt kam.

"Leb wohl.", waren Toms letzte Worte zu ihr bevor er wendete um sich dem Ansturm des Feindes entgegenzustellen.

Erst jetzt Verstand Araja das sowohl Evander als auch Tom sich für sie geopfert hatten. Um jeden Preis musste die Konvergenz aufgehalten werden weshalb der Rotschopf jetzt die letzten Meter zum Herzen des Auges rannte.
Doch dort wurde sie bereits erwartet...
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Re: Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

Beitrag von Vanessa am So 25 März 2018, 22:37

Die Decke des Bauwerks war aufgrund des Lichtstrahls welcher vom Phylakterium ausging zerstört wurden und der Lärm den die Konvergenz verusachte war hier nicht länger zu höhren. Wie im Auge des Sturms standen sich jetzt die beiden Frauen gegenüber.
Vanessa welche die Konvergenz auf Souverins geheiß eingeleitet hatte war noch immer in der Zentralen Kammer des Auges und versperrte jetzt den Weg zum Artefakt. Den beiden war klar das es vermutlich zum Kampf kommen würde. Um Zeit zu gewinnen richtete die Magierin aber jetzt das Wort an die Rothaarige:

"Souverin wusste das du kommst. Er hat es mir erzählt."

"Wir müssen das nicht tun, Vanessa. Wir können das aufhalten."

"Aufhalten? Wieso sollte ich das hier aufhalten wollen? Ich WILL das es passiert!"

"Das kannst du unmöglich wollen - es wird Tyria zerreisen!"

"Worte einer Unwissenden. Wir werden unsere fleischliche Exsitenz hinter uns lassen und uns der Magie hingeben - dafür sind wir bestimmt!",
mehr und mehr wurde klar das auch Vanessa der selben heimtückischen Gehirnwäsche unterzogen worden war und somit Wahrheit und Lüge nicht länger auseinander halten könne. Wärend sie ihren Stab von sich weghielt wie eine Wache die den Kaiser beschützen würde musste das Unsausweichliche jetzt folgen: "Kämpf: Ich will endlich sehen ob du so gut bist wie alle sagen."

Araja wollte aber keine Konfrontation und versuchte an der Magierin vorbeizusprinten. Doch hatte Vanessa daran gedacht das soetwas passieren könnte. Als die Lich mit ihren Stab auf den Boden klopfte lösten sich die Steinplatten auf denen die beiden Frauen standen und erhoben sich in luftige höhen, weit weg vom Phylakterium. In fast hundert Metern höhe sollte das Duel der beiden ausgetragen werden.
Wärend ausßerhalb immer mehr Seelen dem Artefakt zum Opfer fielen trugen die beiden Frauen ihren Kampf aus. Magische Geschosse und krachende Schwerthiebe prallten aufeinander, die beiden Kontrahäntinen waren einander ebenwürdig. Die Treffer von Araja schienen bei der Lich keine ernsthafte Wirkung zu zeigen wärend diese ihrerseids der flinken Rothaarigen kaum Herr wurde.
Erst als Araja klar wurde das die Magierin nur aufgrund ihrer Armbänder am Leben gehalten wurde zielte sie jetzt auf die Arme. Mit einem geschickten Streich trennte sie dann nach Minuten des Kampfes Vanessas rechten Unterarm ab. Schmerzfrei aber dennoch entsetzt starrte die Magierin auf den Stummel der von ihrem Gliedmaß übrig geblieben war und der Rotschopf nutzte diesen moment der Unachtsamkeit um ihren Feind einen Tritt zu verpassen.
Vanessa stolperte und verlor das gleichgewicht wärend sie in den Lichstrahl des Phylakterium gestoßen wurde und in die Tiefe stürtzte.
"Und bleib diesmal Tot!", sprach die angeschlagene Araja dann zu sich selbst als der Kampf offensichtlich entschieden war. Doch ihre zuversicht sollte gleich ins Gegenteil einschlagen: Als die Magiern hinuntergestoßen wurde verloren die Steinplatten auf der der Rotschopf noch immer stand ihre magische Energie. Die Platten stürzten von der Schwerkraft gepeitscht den ganzen weg zurück und dem Rotschopf stand ein äußerst harter Aufschlag bevor. Mehrere leichter und schwere Treffer musste sie einstecken die zu ihrem Glück größtenteils von der Rüstung abgefangen wurde. Dennoch wurde die Frau von einem der aufschläge am Kopf geroffen und verlor daraufhin das Bewusstsein.


Wie lange sie Bewusstlos gewesen war konnte sie nicht sagen, doch als sie erwachte spührte sie sofort den stechenden Schmerz in ihrer Flanke. Ihre rechte Seite hatte beim Sturz einiges abgekommen und teile der Rüstung waren abgefallen oder völlig zerbeult wärend knapp über ihrer Hüfte eine klaffende, blutende Wunde gerissen wurde. Mit zusammen gebissen Zähnen versuchte sie die Blutung mit ihren Händen zu stoppen jedoch mit nur wenig Erfolg. Hilfesuchend schweifte ihr Blick durch den völlig verwüsteten Raum bis ihr Blick auf einen Schutthaufen viel. Aus den Trümmern war gerade eine einzelne knochige Hand in die höhe geschossen: Vanessa hatte den Sturz überlebt.
Nachdem die Magierin die Trümmer welche sie begraben hatten mit einem Zauber von sich weggestoßen hatte richtete die halb zerfledderte Untote sich aus dem Haufen wie der Phönix aus der Asche. Die im Lichstrahl des Phylakteriums vorherrschende Hitze hatte ihre KLeidung und die reste ihrer Haut verbrannt wärend die metallene Maske jetzt zum Teil mit ihrem Gesicht verschmolzen war und einen noch groteskeren Anblick bot als zuvor. Jetzt humpelte diese Einarmige Horrogestalt mit letzter Kraft auf ihr Opfer zu. Schritt für Schritt näherte sie sich Araja die aufgrund ihrer Verletzungen nicht aufstehen konnte und stattdessen versuchte davon zu krauchen.

"Ich hätte nie gedacht das....",
fing Vanessa an bevor sie von einem rauchigem, schmerzerfüllten Husten unterbrochen wurde: "....das es mir so viel Freude bereiten würde.....dich zu töten."
Mit aller Kraft versuche die Rothaarige sich aufzurichten, doch sie hatte keine Kraft mehr.
"Schade das...Tom.....und Evander.....das nicht sehen können!", fuhr die Lich fort als sie ihren halb verkohlten Stab aufhob und dessen angekokeltes spitzes Ende über Araja's Torso in Position brachte.
Lansgam und bedrohlich erhob sie den Stab um zum Finalen Todesstoß anzusetzten:
"Jetzt wirst du niemals die Einheit miterleben!"

Als der Stab den höchsten Punkt erreichte kam wie aus dem nichts Evander von der Seite angeschossen und rammte seine ehemalge Schwester weg von der Rothaarigen. Der Pirat schaffte es mit seinem gesamten Körpereinsatz sich und die Magiern einige Meter weit weg zu schleudern.
Tom, der dem Piraten auf den Tritt gefolgt war, beugte sich über Araja und setzte mit der ihm verbliebenden Kraft einen Heilzauber auf diese an um die klaffende Wunder zumindest Notdürftig zu flicken. Mit einer Mischung aus letzter aufkeimender Hoffnung und Verzweiflung lächelte Araja ihren Retter entgegen: "Ihr lebt..?!"
Der Magier war mindestesz genaus so schlimm angeschlagen wie seine Freundin. Sein Gesicht und sein Körper waren gezeichnet von den Kämpfen die er führen musste und der Pirat sah keinen deut besser aus.
"Hoch mit dir! Das ist noch nicht vorbei!", half Tom dem Rotschopf auf als die Wunde geflickt war. Nun konnte das Trio dem Lich gemeinsam gegenübertreten. Auch wenn alle drei am Rande ihrer Kräfte waren konnten sie der ebenfalls angeschlagen Vanessa die Stirn bieten. Als dann der zweite Arm und das dazugehörige Band von der Nekromantin abgeschlagen wurde zerfiel deren Gerippe in einen gefahrlosen Haufen von Knochen. Die Lich war besiegt.

Dem Rotschopf kam der Kampf vor als hätte er ein ganzes Leben gedauert, so erleichert war sie als der Knochehaufen vor ihr zerfiel. Ein müdes und erschöpftes Lächeln ging ihr über die Lippen als sie begriff das sie gewonnen hatten:
"Wir haben's geschafft.......Wir haben's geschafft!", sagte sie als sie sich schließlich zu ihren beiden Freunden umdrehte.
Doch ihre Mundwinkel sollten nicht oben verbleiben.
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Re: Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

Beitrag von Araja Phylakterium am Mo 26 März 2018, 01:08

Als Araja sich ihren Freunden zugewahnt hatte erkannte sie es sofort. Die erstarrte Haltung, der Emotionslose Gesichtsausdruck und der Leere Blick der beiden Männer war eindeutig: Auch sie waren gerade Entseelt worden. Als würden sie ihre Freundin nicht erkennen sahen sie durch sie hindurch als wäre sie nicht da. Voller Verzweiflung versuchte die Rothaarige ihre beiden Freunde wach zu rütteln, wie als wären sie eingeschlafen: "Nein. NEIN! Nicht ihr zwei! Bitte!"

Wenige Augenblicke später ertönte dann eine beruhigende Stimme im Raum: "Sammlung abgeschlossen."

Erschrocken darüber sah sich Araja um die sich sicher war allein zu sein: "Wer spricht da?!"

"Ich."

Der Blick der Frau ging zum Phylakterium. Die metallennen Ringe aus denen sich das kugelförmige Artefakt zusammetzte hatten aufgehört sich ineinander zu drehen und waren zum Stillstand gekommen.
"Du kannst Sprechen?", fragte Araja.

"Ja. Die Reaper fanden es so einfacher mit mir zu kooperieren."

"Was hast du mit meinem Freunden gemacht?!"

"Sie wurden der Einheit hinzugefügt, so wie alle Lebewesen dieses Zyklus. Die Sammlung ist abgeschlossen."

"Wenn du alle Seelen hast....wieso bin ich dann noch hier?"

"Der Prophet ist von der Sammlung ausgeschlossen."

"Prophet.....wovon sprichst du?!"

"Erklärung: Jede Konvergenz benötigt drei Akteure: Das Medium, den Botschafter und den Propheten. Das Individuum welches ihr "Vanessa" nennt war unser Medium. Souverin war der von uns auserwählte Botschafter; Und Sie sind unser Prophet."


Ein wenig mit der Situation überfordet schüttelte Araja mit dem Kopf: "Das soll' wohl ein Scherz sein? Wieso tut ihr das?!"

"Die Reaper erkannten welches Potential in den Völkern dieser Welt vergeudet wurde. Eure Seelen und euer Verstand werden von jedem Exemplar nur unzureichend verwendet. Dies kann nicht akzeptiert werden. Erst in der Einheit werdet ihr vollkommen."

"Diese Einheit.....was ist das und wieso sprecht ihr immer darüber?!"

"Ich werde es Bildlich ausdrücken damit sie mir besser folgen können: Mit meiner Hilfe erschaffen wir neue Reaper. Ich bin der Amboss, die Seelen sind unser Stahl und Sie sind der Schmied."

"Das bedeutet das......alle Seelen und...Erinnerungen ....EINEN neuen Reaper ergeben? Ihr pflanzt euch also fort?"

"Korrekt."

"Das ist Krank!"

"Es ist das beste für alle. Erst als Reaper können die Seelen ihre volle Kraft empfalten - geleitet durch die Intelligenz ihres Propheten. Vereint und gemeinsam sind wir Stark. Unsere Logik ist unbestreitbar."

"Für dich vielleicht! Das wir eigene Entscheidungen treffen können ohne dabei von jemanden angeleitet zu werden ist der Sinn des Lebens. Könnt ihr das nicht akzeptieren? Akzeptieren das wir frei sind?!"

"Nein. Es ist das beste fü..."

"Ja-Ja, das beste für alle: Ich weiß!"

Erzürnt über die Rechtfertigung versuchte Araja ihre Wut unter kontrolle zu halten und wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Vielleicht war es noch nicht zu spät das Blatt zu wenden:

"Wieso bin ich der Prohpet...?"

"Zum anbeginn der Zeit wurde eine Liste erstellt mit den Namen aller Reaper die eines Tages erschaffen werden sollten. Der nächste Name auf der Liste ist deiner: Araja."

"Das ist also...völliger Zufall?!"

"Sie nennen es Zufall. Wir nennen es Schicksal."



Nachdenklich runzelte Araja nun die Stirn wärend ihr ein Gedanke durch den Kopf schoss:
"Wenn ich der Prophet bin......und du mein Amboss, also mein Werkzeug. Musst du tun was ich dir sage, richtig?"

"Korrekt."

"Dann will ich das du die Seelen wieder frei lässt! Jetzt sofort!"

"Dies ist nicht vorgesehen."

"Was soll das heisen?! Es muss doch einen Weg geben das umzukehren!"

"Die Einzige möglichkeit die Sammlung aufzulösen ist mich zu zerstören."

"Dann will ich das du dich zerstörst!"

"Achtung: Die Zerstörung des Phylakteriums hätte gravierende Auswirkungen auf den Propheten."

"Was willst du damit sagen?"

"Unsere Exsitenz ist miteinander verbunden. Werde ich zerstört endet auch der Prophet."

"Bedeutet das.......das ich sterbe? Wie kann das sein?"

"Erklärung: Haben Sie sich nie gefragt wie sie ein solch hohes Alter erreichen konnten?"

"Ich.....bin ein Vampir?"

"Inkorrekt. Der Vampirismus wurde bei der Seelenspaltung entfernt. Nur meine Energie hählt Sie am Leben."

"Das ist ein Scherz, oder?"

"Nein."



Langsam begann Araja zu verstehen in welcher Lage sie sich befand, doch konnte sie noch keine Entscheidung treffen. Erst musste sie alle Eventualitäten kennen:
"Was passiert mit den anderen wenn ich zum Reaper werde...?"

"Erklärung: Ihr Bewusstein wird miteinander verschmolzen. Aus den Millionen von Individuuen wird ein neues, besser Wesen erschaffen. Geleitet durch Sie."

"Mit anderen Worten: Sie verschwinden einfach? Alles was sie mal wahren: Ihre Träume, ihre Hoffnungen, Ängste ....alles einfach weg?"

"Diese Aussage ist nur zum Teil korrekt: Die Seelen werden ihn Ihnen als Reaper weiter exsistieren. Ein Reaper zu sein bedeutet die nächste Bewusstseinstufe zu erreichen. Mit ihrem Verstand können Sie sich das nicht vorstellen."

"Egal ob du oder irgendwelche Reaper das besser finden: Ich sage das ist falsch!"

"Ich empfehle die Konvergenz abzuschließen."

"Es ist mir Scheiß Egal was du mir empfiehlst!"
, war Arajas wütende letzte Antwort bevor sie sich vom Phylakterium abwandt. Das Schicksal von ganz Tyria lag in ihren Händen, wie hätte sie jetzt eine Entscheidungen treffen können? Ihr war die Verzweiflung deutlich anzusehen. Jeder letzter Rest von Hoffnung war gewichen als sie wieder in die bleichen, leeren Augen ihren Freunde starrte.

"Können sie mich hören?", fragte sie dann das Artefakt.

"Ja."


Langsam humpelte die angeschlagene Frau auf ihre beiden liebsten zu, in ihrem Kopf nach den richtigen Worten ringend. Was sollte man in einer solchen Situation sagen, vermutlich wäre alles richtig und falsch zugleich gewesen. Weshalb der Rotschopf sich entschloss das du sagen was sie fühlte.
Sie nahm jeweils eine Hand von Evander und Tom und umklammerte sie als wolle sie diese nie wieder loslassen als sie schließlich das Wort an sie richtete:
"Es tut mir Leid das wir nicht mehr Zeit miteinander hatten. Und es tut mir Leid.....das ich euch so viel Ärger gemacht habe.", wärend ihrer letzten Aussage musste Araja beinahe lachen weil sie sich dabei vorstellte wie die beiden sie anlächelten. Unendlich traurig darüber ihre beiden Freunde nie wieder lachen hören zu können fuhr sie fort:
"Ich will das ihr Frei seid..... Frei von Angst. Und das ihr wisst..... das ich euch Lieb' hab."
Nun schwenkte Araja Kopf und Körper als wäre das was sie sagt ihr beinahe Peinlich: "Ja, ich hab' euch Lieb! Das hab ich viel zu selten gesagt! Und wenn ich könnte würde ich es den Rest meines Lebens wiederhohlen....aber ich kann nicht. Also müsst ihr das für mich tun, ja? Versprecht ihr mir das?"
Den Tränen nahe lies sie die Hände ihrer Freunde langsam los wärend sie ein letztes mal flüsterte: "Versprecht es mir."

Nun wandte sich der Rotschopf von ihren beiden Freunden ab und sah nun wieder zum Phylakterium:
"Ich habe mich entschieden."

"Erwarte Befehl."


Zögernd aber dennoch entschlossen, im Wissen darüber was ihre Entscheidung für Konseuqnzen haben würde antwortete sie: "Phylakterium zerstören."

"Befehl bestätigen."


Araja hatte Angst, sie zitterte und schloss verkrampft ihre Augen wärend eine einzelne Träne über ihre Wange kullerte. In diesem moment zog ihr Leben ein letztes mal an ihr vorbei. Erinnerungen längst vergessener Tage schienen wieder erfrischt: Chloé's Geburt, die erste Nacht mit Evander, die Freude Tom nach seiner Zeitreise wiederzufinden. Alles Erinnerungen eines ausscheidenden Lebens, vorbeirasend in der Unendlichkeit bis sie den letzten Befehl gab:
"Bestätige."
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Re: Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

Beitrag von Der Erzähler am Mo 26 März 2018, 01:45

Als Araja den Befehl erteilte befolgte das Phylakterium diesen umgehend. Das Artefakt drehte einige seiner Ringe und schoss dann nach oben, direkt durch den von ihm erschaffenem Strahl.
Mit einer wahnsinnigen Geschwindkeit schnellte die Kugel über die Wolkendecke wärend es immer mehr seiner Metalteile entsicherte. Hoch oben, wo es mit bloßen Auge bereits lange nicht mehr zu erkenen war schien es verschwunden bis Sekunden später das Artefakt detonierte. Dieses mal war es jedoch leise, wie ein Blitz der in einem entfernten Gewitter ein wenig den Nachthimmel erleuchtete hatte sich der Seelenstein zerstört.
Dann, langsam aber sicher, fielen die Seelen Tyrias wie glitzernde Sternschuppen vom Himmel. Wie ein warmer, seichter Sommerregen nach einer Dürre rieselten sie hinab auf die Welt, zurück in ihre Besitzer.

Als die ersten Menschen, Asura's, Charrs oder all' die anderen wieder ihre Augen öffneten war es vorrüber. Ihre Gefühle waren zurück, die Inkotrination war beendet. Erwacht wie aus einem bösen Traum erinnerten sich die Betroffenen daran was passiert war. Personen die sich in den Tagen zuvor bekriegt hatten erkannten sich wieder und lagen sich in den Armen als allen klar wurde: Die Apokalypse wurde abgewandt.
Nach Millionen von Jahren wurde zum ersten mal in der Geschichte der Plan der Reaper vereitelt und die Konvergenz an ihrem Höhepunkt gestoppt.
Auch Tom und Evander kamen zu sich, vor sich ihre tote Freundin. Sie hatte alles geopfert um den Kreislauf ein für alle mal zu durchbrechen und erfolg gehabt. Die beiden erinnerten sich daran was Araja zu ihnen gesagt hatte und es würde nun an ihnen liegen ihrem Wunsch folge zu leisten, oder nicht.
Ihre Zukunft lag nun ihn ihren Händen, weil es jemanden gegeben hatte der für sie kämpfte.

Bestattet in Ascalon nahmen die Angehörigen der Rothaarigen Heldin abschied von ihr, die bewiesen hatte das es sich lohnte für andere und deren Freiheit einzustehen, jedem Wiederstand zum Trotz.
Am 26. August 1330 endete damit die "Phylakterium-Krise" fast 5 Wochen nach ihrem beginn und hinterlies ein anderes Tyria. Es würde vermutlich Generationen brauchen um alle Wunden zu schließen, alles Zerbrochenen zu reparieren und zerstörtes Vertrauen wieder herzustellen. Doch Tyria war bereit.





"Und somit endet unsere Geschichte, liebe Kinder!", waren die Worte des Märchenonkels wärend er sein dickes Buch zuschlug.

"Tolle Geschichte!" "Ja, ganz TOLL!" "Noch eine!", riefen die Kinder des Vohyeer Kindergartens zu ihrem lieblings Erzähler.

"Es ist schon spät Kinder! Es wird Zeit ins Bett zu gehen!", war die Antwort des Märchenonkels der noch immer in seinem gemütlichen Sessel sahs. Und er hatte recht, die Sonne würde bald untergehen über Toissaint und die Kinder machten sich auf dem Weg anch Hause. Bis auf ein einziges kleines Rothaariges Mädchen mit Sommersprossen im Gesicht. Es stand einfach nur da und starrte den Märchenonkel an.

"Was ist denn meine Kleine?", fragte der Erzähler.

Ein wenig schüchtern aber dennoch mit nachdruck antwortete die Kleine dann: "Das habt' ihr euch doch ausgedacht!"

"NIE-MALS! ...ist alles GENAU so passiert. Versprochen!"

Ein moment der Stille entstand denn das kleine 5 Jährige Mädchen vermochte nicht zu antworten. Es war eine peinliche Stille, denn keiner der beiden wusste was er sagen sollte. Zu ihrem Glück wurde das Mädchen dann von ihren Freunden nach drausen gerufen: "Araja?! Kommst du?!"
Das kleine Mädchen lief davon ohne ein weiteres Wort zu sagen und der Erzähler musste lächeln. Denn er wusste es würde nicht seine letzte Geschichte gewesen sein...



Ende


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Re: Phylakterium III: Kapitel 5, Konvergenz

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