Toussaint's Ländereien

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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Surotach am Sa 14 Apr 2018, 17:39

Surotach stöhnte ein klein wenig als die beiden sich setzten und dem Paladin die Erinnerungen durch den Kopf gingen. Eine schöne Geschichte schien es nicht zu werden:

"Ach, es ist eine Schande das Ganze! Man hat mich beauftragt den Überfall auf das Heimtadorf der Kleinen zu untersuchen. Um ehrlich zu sein hab' ich mich freiwillig gemeldet. Ich kenne die Gegend gut, nicht zuletzt wegen Araja.
Die Bastarde haben alles zerstört, jedes Haus und jede Scheune. Als wir einige Tage später kamen war es das Dorf nur noch eine qualmende Ruine. Sie hatten alle massakriert, sogar die Tiere! Niemands hat Überlebt.... naja.....zumindest dachten wir das bis jetzt. Unfassbar dass das Mädchen überlebt hat!"


Mit einem unverständlchen Kopfschütteln fuhr der Paladin dann fort: "Das ganze ist jetzt zwei Jahre her aber....wem sag' ich das; Die Kleine wird dir das bestimmt schon erzählt haben. Sie hatte wirklich Glück an dich geraten zu sein.
Aber ich sag dir was: Wir haben jetzt eine heise Spur! Vor einem Monat haben wir ein paar der Banditen ausfindig gemacht die an dem Überfall beteiligt waren und DIE haben gesungen! Der Chef der Bande war niemand geringeres als dieser elendige Verräter Joshua von Tirda!"


Die Namen der meisten entehrten Ritter aus Toussaint waren bekannt. Die Schmach die ein Mann über sich ergehen lassen musste wenn er aus den Ritterorden geworfen wurde war groß. Folglich machte das schnell die Runde. Vermutlich hatte auch Alexandras diesen Namen bereits zuvor das ein oder andere mal gehört.

"Ich hab' den Orden schon damals gewarnt das der Kerl gefährlich ist aber das er so weit geht....Unfassbar! Und er ist der Grund weshalb ich hier bin. Seine Kumpanen haben ausgesagt das der Bastard dieses Jahr am Turnier teilnehmen will! Ist das zu fassen?!"
Dem Paladin war deutlich anzusehen wie aufgebracht er war. Er schnaubte und schlug immer wieder mit der Faust demonstrativ auf den Tisch wärend er erzählte.
"Er dürfte garnicht teilnehmen! Diesem Mann ist überhaupt nichts Heilig!! Weder das Leben anderer noch unsere IDEALE! Früher hat der Titel 'Sir' mal etwas bedeutet aber durch Männer wie ihn...Tja....."
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Sir Surotach
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Luna Navarion am Sa 14 Apr 2018, 18:12

Als Sir Alexandras und sein, wohl, Freund, die Taverne betraten, schaute Luna kurz auf. Sie setzten sich an einen der Tische und fingen in einem Ordentlichen Ton an über Araja zu sprechen.
Verdammt. Bei jedem Wort das der Fremde sagte, schmerzte ihr Herz. Wie konnte jemand nur so etwas erleben?
Auch, wenn sie selbst nicht anwesend war, ist sie doch bestimmt zurück gekommen und hatte das alles dann so vor gefunden...
'Grausam..' dachte sich Luna und belauschte die beiden weiter. Nun gut, belauschen konnte man es nicht wirklich nennen. Immerhin war die Taverne so gut wie leer. Man konnte jedes Wort verstehen. Dennoch: Um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken schaute Luna weiter auf ihr Stückchen Pergament und tat so, als würde sie lesen.
Joshua von Tirda. So hieß der Mann, der Araja das antat.
Ein Monster. Mehr konnte er in Lunas Augen einfach nicht sein. Ein Monster, welches zu allem Fähig war.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Sa 14 Apr 2018, 22:31

Alexandras Atem stockte als Surotach die Geschichte erzählte. Er konnte es eigentlich gar nicht fassen das der Rotschopf ihm das bisher verschwiegen hatte. Wenn es nämlich Raubritter waren die ihr Heimatdorf niederbrannten und ihre Familie und Freunde töteten ist es kein Wunder das es ihr so schwer fiel Vertrauen zu fassen. Nun erklärte sich auch urplötzlich ihr Zusammenbruch am Brunnen - wieso es ihr schwer viel überhaupt ein paar Sätze herauszubringen, gerade wenn es um ihre Vergangenheit ging. Der weiße Ritter konnte irgendwie viel klarer sehen in diesem Moment. Sir Surotach ging fest davon aus das er Bescheid wusste über dieses traurige Schicksal. Zu gerne hätte er es ihm gestanden das er keine Ahnung hatte von alle dem - aber er konnte es nicht. Surotach würde als Plappermaul dastehen und das konnte Alexandras nicht zulassen. Es war eine große Ehre zu wissen das er wegen dem Mann, der Arajas Leben zerstört hatte überhaupt an diesem Turnier teilnahm. Er wollte - auf irgend eine Art - wieder Gut machen was geschehen war. Traurig musste Alexandras zwar feststellen das so etwas niemals Möglich wäre - aber es war schön zu wissen das es Männer wie die beiden gab, für die Ehre noch groß geschrieben wird.

Der Mann - Joshua von Tirda - Alexandras war ihm zwar niemals begegnet aber seinen Namen hatte er sicher einmal aufgeschnappt. Nur durch den Namen wäre er vielleicht nicht darauf gekommen aber ausgestoßene Ritter waren selten und Alexandras verabscheute sie. Sie waren gebrandmarkt und gut erkennbar. Selten hatte er selbst welche getroffen, aber niemals am Leben gelassen. Es war oft so das sie ihr ausgestoßenes Leben damit verbrachten ihrem minderen Ehrgefühl nachzugehen - sie plünderten, raubten ehrbare Menschen aus und töteten - ohne Gnade und Mitgefühl. So ein Verhalten konnte und wollte der weiße Ritter niemals dulden. Ritter ohne Tugenden - die Vorstellung daran schon machte ihn verrückt.

"Nun....es freut mich zu hören das Ihr hier seid um diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Ich hoffe auf einen sportlichen Wettkampf, werde jedoch nicht zögern sein Untreiben zu beenden, sofern es zu einem Kampf kommt. Erinnert Ihr Euch noch an damals...an Sean Renard? Ein edler Ritter, steigte sehr schnell auf, bis er schließlich als fahrender Raubritter umherzog? Wir hatten den Auftrag ihn zu stellen. Das war das einzige Mal das wir keine Gefangenen machten. Ich habe eine fast schon persönliche Abneigung gegen solche Männer. Wie kann man nur den Tugenden so abschwören?"

Alexandras schüttelte abermals den Kopf während dieser Unterhaltung.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Surotach am Sa 14 Apr 2018, 22:56

"Ich denke es ist die Dunkelheit welcher wir uns immer und immer wieder stellen müssen, dass kann einen Mann kaputt machen! Wir knien' uns immer tiefer hinein bis wir uns eines Tages umdrehen und merken das wir uns verändert haben. Merkt euch diese Worte eines alten Mannes, mein Freund. Ich möchte nicht das euch eines Tages das gleich Schicksal ereilt!", warnte der graue Paladin seinen Freund und seufzte anschliesend.

"....aber was diesen Joshua angeht: Oh Nein - ich glaube der war niemals gut. Wir müssen seinem Treiben ein Ende setzten; Hier und Jetzt! Ich bezweifle aber das es so einfach wird.... wir wissen beide das Mord beim Turnier strengstens untersagt ist solange wir keine Eindeutigen Beweise gegen ihn haben! Ich bin mir aber sicher das wir einen Weg finden werden, denn das Licht findet immer einen!
Aber genug davon jetzt! Wo ist der kleine Wirbelsturm denn nun? Spielt sie immer noch Geige?"
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Sa 14 Apr 2018, 23:09

"Oh ganz hervorragend sogar. Durch ihr verblüffendes Geigenspiel haben wir uns sogar kennen gelernt. Wo sie ist frage ich mich auch. Vermutlich liegt sie noch im Bett. Du weißt doch, die jungen Leute...", antwortete Alexandras lächelnd.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Sa 14 Apr 2018, 23:45

Verschlafen rieb sich Araja die Augen als sie ihn ihr verschwommenes Spiegelbild im Fenster blickte. Sie hatte gerade wieder ihren neuen Wams angezogen den ihr Alexandras geschenkt hatte und schaute dabei immer noch etwas Müde drein. Wärend sich drausen der Regen langsam legte und die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke gebrochen waren hatte es der Rotschopf nicht mehr im Bett ausgehalten. 'Scheiß Sonne...', dachte sie sich als sie letzte Armschiene anlegte denn ganz offensichtlich hätte die junge Frau wohl gerne länger geschlafen.

Wenig begeistert verlies die Knappin daraufhin ihr kleines Quartier und schlurfte die Treppe nach unten. Als sie sich dann langsam dem Gastraum näherte vernahms ie bereits die Stimmen der beiden Männer die sich dort unterhielten. Die eine war ganz klar Alexandras aber auch die andere war dem Mädchen nicht fremd.
Als sie dann um die Ecke kam traute sie ihren Augen kaum. Sir Surotach, der Paladin der ihr einst das Geige spielen beigebracht hatte sahs gemeinsam mit ihrem Lehrmeister an einem Tisch! Der Rotschopf brauchte nur wenige Sekunden um zu begreifen bevor sie mit einem lauten: 'WILLHELM!!!' und ausgestregten Armen euphorisch auf den Paladin stürmte.
Dieser stand sogleich auf und wurde vom Mädchen beinahe umgerannt als die beiden sich umarmten. Freudig lachend begann Sir Surotach seine einstiege Schülerin dann zu mustern:

"Nicht so Wild junges Fräulein! Lass' dich doch mal anschaun. Mensch bist du groß geworden, beinahe eine richtige Frau! Und gut schaust du aus!"

Jetzt war Araja völlig aus dem Häuschen, sie strahlte geradzu. Ihr Blick wechselte immer wieder schnell zwischen den beiden Männern denn sie konnte es kaum fassen. Denn jetzt waren ihre beiden lieblings Ritter zusammen hier! Von ihrer Euphorie gepackt überschlugen sich ihre Worte beinahe wärend sie zwischen ihren Sätzen wohl kaum noch Luft zu hohlen brauchte:

"Du bist hier?! Ich freu mich so sehr! Danke! Die Sachen hat mir Alex geschenkt - Er ist der BESTE! Ich bin jetzt seine Knappin! Und die Geige hab' ich auch noch! Ich hab auch erst gestern Abend gespielt, du hättest es hören sollen! Alle waren total aus dem Häuschen! Und, Und Stabkampf machen wir jetzt auch ....UND...."

Nun musste Sir Surotach das Mädchen ein wenig bremsen bevor sie noch einen Herzinfakt erleiden würde vor lauter Freude: "Ruhig Kleines! Jetzt setzt dich erstmal zu uns dann erzählst du eines nach dem anderen..."
Daraufhin atmete der Rotschopf einige male kurz tief durch um sich wieder zu beruhigen, zumindest teilweise. Dann setzte sie sich mit Willhelm zusammen wieder an den Tisch zu Alexandras bevor sie erneut loslegte:
"Okay, Okay...... ich freu' mich einfach nur! Was machst du hier?!"

"Na ich nehme am Turnier teil! So wie alle Ritter! Nicht wahr Herr Alexandras?", blickte der Paladin nun in richtung seines Ritterkollegen.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am So 15 Apr 2018, 10:40

Es tat gut zu sehen wie das junge Mädchen sich über die Begegnung mit ihrem einstigen Mentor freuen konnte. Sie war in den letzten Tagen schon sehr aufgetaut und diese Unterhaltung bestärkte das ganze sicher noch. Es fiel ihm zwar schwer die Erzählung von vorhin auszublenden aber Alexandras gab sein Bestes.

"Sicherlich. Sir Surotach und ich werden die Disziplinen in Angriff nehmen. Möge der Bessere gewinnen!", lachte er schließlich auf.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Die Hüter von Toussaint am So 15 Apr 2018, 12:47

Der Regen hatte sich langsam gelegt. Der frühe Vormittag war angebrochen und Sonnenstrahlen zogen sich durch die Wolken. Die Wetterbedingungen für das kommende Turnier schienen günstig.

Langsam aber sicher trafen nun auch die fahrenden Ritter, Kaufleute und Spielmänner ein um rechtzeitig für die Ritterspiele bereit zu sein. Das unscheinbare Dorf Netzeck füllte sich binnen weniger Stunden. Zahlreiche Zelte wurden aufgebaut und langsam machten sich auch die Gerüchte über eine mögliche Ankunft der Königin von Kryta und sogar der Kaiserin von ganz Tyria breit. Die Leute waren etwas nervös aber auch fröhlich darüber.

Die selbsternannten Hüter von Toussaint - sämtliche Ritter der Grafschaft trafen ebenfalls ein. Der Arenameister Gareth hatte ebenfalls schon ein großes Zelt für die Eintragungen zum Turnier aufgebaut. Es schien, als würde das ganze Form annehmen. Es war nur noch ein weiterer Tag bis die großen Ritterspiele von Toussaint beginnen konnten..
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Lathgertha am Mi 12 Sep 2018, 19:07

"GENUG GEREDET MÄNNER!!!", rief Lathgertha und wirkte ein wenig genervt. "VERLADET DAS ZEUG AUF DIE SCHIFFE UND MACHT SIE ZUR ABFAHRT BEREIT!!!", brüllte die Frau ihre Männer, mit einem mal sprangen die Skelliger auf und machten sich sofort an die Arbeit die der Jarl ihnen soeben aufgetragen hatte. Sie blickte zu Floki der grinsend seinen Schnurbart zwirbelte. "Hast du nicht gehört was ich eben gesagt habe Floki?", brummte die blondhaarige und blickte daraufhin zu Stellan.

"Stellan mitkommen. Ich will wissen was du auf deiner Reise gesehen hast und ob es sich lohnt noch einmal herzukommen.",
sprach der Jarl mit selbstsicherer Stimme und stieg auf ihr Boot. Bisher hatte Toussaint sehr vielversprechend gewirkt, das Land war bei weitem nicht so karg und Leblos wie ihre Heimat. Hier konnte man tatsächlich ein Volk ernähren so viel stand fest und die Bewohner wussten offenbar wie man lebte.

Lagertha rollte zwei kleine Fässer herab und einen kleineren Hocker und goss in zwei Krüge die aus Horn hergestellt waren Met ein. Dann nahm sie Platz. Sie war neugierig auf das was sie gleich erfahren würde.
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