Toussaint's Ländereien

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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Di 10 Apr 2018, 00:05

Alexandras befand sich nun im großen Wirtshaus von Netzeck. Die Schenke hier war bekannt für ausgezeichnete Speisen und Getränke, die beste Bewirtung in ganz Toussaint (auch wenn das jede einzelne Gaststätte von sich behaupten würde) und die freundlichsten Bedienungen weit und breit. Sicher war das alles eine Werbestrategie wegen des alljährlichen Ritterturniers. Dennoch: das Gasthaus hatte für ein Dorf eine unglaubliche Größe und viele Zimmer standen den Gästen zur Verfügung. Gareth selbst sagte bereits das einige fahrende Ritter und schaulustige Gäste bereits eingetroffen waren, doch den Göttern sei Dank war um diese Tageszeit noch kaum ein Jemand anzutreffen. Freie Platzwahl garantiert, dachte er bei sich. In einem kurzen Gespräch unterrichtete er den Arenameister' von der Freilassung des jungen Diebes Albin. Durch den Schrieb des Fürsten konnte Gareth ohnehin nichts dagegen unternehmen, auch wenn sein Blick dem Ritter deutliches Missfallen verriet. Die Schlüssel zu den Zimmern wurden ebenfalls ausgehändigt und nun saß er also an seinem Platz, bestellte lediglich ein Glas stilles Wasser und wartete auf seine Knappin, die sich schon bald zu ihm saß und die erste - und tatsächlich - sehr wichtige Frage stellte.

"Ich bin mir nicht sicher ob es bei ihm nicht schon etwas zwanghaft ist. Wir werden sehen wen oder was für Leute er hier trifft. Ich habe Auftrag die Diebe einzusperren, damit das Tunier ohne Zwischenfälle stattfinden kann und das werde ich tun - mit oder ohne seiner Hilfe. Vielleicht ist das jetzt seine letzte Chance in die Wirklichkeit zurück zu kehren."

Schlimmstenfalls würde Albin seine Diebesfreunde nur warnen und sie würden weiterziehen. Damit wäre zwar die Trophäe verloren, aber die Turniergäste wären sicher vor weiteren Vorfällen.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Di 10 Apr 2018, 00:33

"Er tut mir einfach nur Leid..... Ich wünschte er würde Hilfe annehmen aber ich weiß wie schwer das manchmal ist.", kommentierte der Rotschopf dann noch kurz das Thema Albin wärend sie ihren Blick senkte. Es war wohl klar da sie auf sich selbst angespielt hatte. Vermutlich würde die junge Frau heute noch im Hafenviertel stehen wäre Alexandras nicht gewesen.
In diesem moment ging Araja durch den Kopf was wohl gewesen wäre wenn Albin an ihrer Stelle an jenem Tag in dieser Gasse gewesen wäre. Würde sie dann heute diejenige sein die im Kerker sitzt und von Albin befreit wird? Ein komischer Gedanke.
Sie wollte nicht länger darüber nachdenken und fuhr das Gespräch mit dem Ritter fort:
"... was machen wir eigentlich wenn uns Albin nicht weiterhelfen kann? Und vorallem....was passiert dann mit ihm?"
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Di 10 Apr 2018, 12:24

Eine berechtigte Frage. Wieder einmal bewies das Mädchen Klugheit und versuchte einige Schritte vorauszuahnen. Leider war es sehr schwer bei solchen Aufgaben alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und vor allem sich darauf entsprechend vorzubereiten. Alexandras versuchte also aus dem Bauch heraus zu antworten.

"Wenn er uns nicht helfen kann müssen wir selbst irgendwelchen Hinweisen nachgehen. Gegenbefalls müssen wir ihn suchen. Er kennt jemanden, hat er gesagt. Ich gehe nicht davon aus das er uns belogen hat. Das heißt es gibt hier wirklich einen oder mehrere andere Diebe. Möglicherweise hat Albin sich ihnen angeschlossen oder es versucht. Vielleicht hat er sie auch nur oberflächlich kennen gelernt. Nun war er aber zur falschen Zeit am falschen Ort. Gareth hat selbstverständlich Angst vor der Reaktion des Fürsten also war es für ihn besser irgendjemanden einzusperren, als niemanden. Ich mache mir also eher Sorgen was mit uns passiert, wenn wir scheitern, weil wir die einzige Spur laufen ließen."

Er pausierte kurz. Dachte über das Gesagte nach. Er lächelte.

"Wir müssen positiv denken. Geben wir dem Jungen etwas Zeit. Die haben wir schließlich auch noch, das Tunier fängt noch lange nicht an. Im allerschlimmsten Fall muss eine neue Trophäe her. Wir finden schon einen Weg. Mach' dir keine Sorgen darüber."
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Di 10 Apr 2018, 19:21

Mal wieder betohnte Alexandras das sich Araja keine Sorgen machen solle aber müsste er nicht mittlerweile festegestellt haben das die junge Frau eine Weltmeisterin in Sorgen machen war? Wenn sie es nicht für sich selbst tat, dann machte sie sich Sorgen um andere. Die Erwähnung Alexandras sorge sich wiederum darum was mit ihnen passiert wenn sie Scheitern verusachte beim Rotschopf keine besonders gute Stimmung. Also hatte sie durchaus mehrere Gründe AUCH besorgt zu sein - Na toll, der Tag hatte so schön angefangen.
Wärend der Knappin dieses Wirrwa an 'Sorgen machen' und 'nicht Sorgen machen' durch den Kopf ging konnte man ihre abwechselnd nach unten und oben wanderend Augenbrauen beobachten. Um sich selbst nicht noch weiter zu verwirren griff sie zu der Speisekarte die auf dem Tisch zwischen den beiden lag. Etwas zu essen würde sie auf andere Gedanken bringen.

Da das Turnier bevor stand hatte das Gasthaus sein Arsenal an Speisen deutlich erweitert. Von Moaschenkel in Dillsauce über Dolyaksteak mit Knödel bishin zu der 'Ritterkampfplatte' war wirklich ALLES vertreten. Dazu kamen noch dutzende von Weinen und andere Getränke, die Speisekarte war entsprechend voll. Sehr zu Alexandras überraschung konnte Araja offensichlich lesen und begann die lange Karte zu studieren.
Doch obwohl das Mädchen eine solche Fülle an den vermutlich besten Schmankerln Toussaints hatte bestellte sie dann bei der Kellnerin folgendes:

"Ich hätte gern einen Laib Roggenbrot und Wasser."

Ohne diese sehr 'einfache' Bestellung zu kommentieren notierte die flinke Kellnerin sie und blickte danach nun zum Ritter:
"Und der Sir....?"
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Di 10 Apr 2018, 19:26

Von allen Gerichten die das Mädchen hätte wählen können entschied sie sich für ein einfaches Brot und Wasser. Der Ritter war sichtlich über ihre Entscheidung überrascht, so hatte Araja doch lange genug von solchen Speisen gelebt? Es gab sicher Zeiten da war sie überhaupt froh über einen Laib Brot. Und Wasser. Frisches Wasser.

"Dasselbe bitte.", antwortete Alexandras als die Bedienung ihn nach seinem Essenswunsch fragte.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Di 10 Apr 2018, 19:48

Nachdem beide bestellt hatten und der Ritter offensichtlich kein Gesprächsthema mehr hatte wurde es Still zwischen den beiden. Diese Ruhe hielt einige Minuten an bis der Rotschopf wieder etwas fragen wollte:

"Du....Alexandras? Kann ich dich was fragen....? Was persönliches?"

Beim aussprechen ihrer Frage verschwand ihre sonst schon so schüchterne Stimme beinahe im seichten Gerede der anderen Gäste. Offensichtlcih würde ihre Frage tiefer greifen als dem Ritter lieb wäre...
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Di 10 Apr 2018, 19:51

Alexandras nippte mehrmals am Wasserglas, welches er vor kurzem bestellt hatte und eine seltsame Stille machte sich am Tisch breit, zumindest bis seine Knappin fragte ob sie eine Frage stellen durfte. Irgendwie war das ganze verrückt - denn somit hatte sie ja schon eine Frage gestellt, ohne zu fragen ob sie diese Frage stellen dürfte? Aber er schweifte wohl ab.

"Sicher doch.", entgegnete der Ritter knapp und lächelte zu ihr hinüber.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Di 10 Apr 2018, 19:54

"Du hast erzählt das du dein...'altes' Leben hinter dir gelassen hast um Ritter zu werden. War das weil du wolltest...oder weil du musstes?"

Wie es schien wollte Araja nun etwas mehr über die Vergangeheit ihres neuen Lehrmeisters herausfinden und dies war wohl ihr erster zaghafter Versuch.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Di 10 Apr 2018, 19:58

Alexandras Lächeln blieb weiterhin bestehen. Vermutlich hatte er mit etwas anderem gerechnet, aber Fragen zu seinem Leben vor seiner Ritterschaft schienen ihm nur natürlich. Etwas Neugier war auch irgendwie angebracht, nachdem sie nun schon Reisegefährten waren.

"Oh. Das war wohl weil ich wollte. Es gab in meiner Kindheit einen ärgerlichen Zwischenfall. Meine Familie wurde damals überfallen und wir waren alle schutzlos. Das ganze ist dann aber relativ glimpflich ausgegangen, weil die Ritter des weißen Mantels in unserer Gegend aktiv waren und rechtzeitig zu Hilfe eilen konnten. Das hat mir damals sehr imponiert. Ich wollte unbedingt so sein wie sie. Und deswegen habe ich meinen Eid und mein komplettes, altes Leben abgelegt um ein neues als ebendieser zu beginnen.", erklärte Alexandras seine junge Schülerin auf.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Di 10 Apr 2018, 20:06

Araja hörte Alexandras aufmerksam zu. Man konnte also erkenen das sie aus echtem Interesse und weniger aus einer Höflichkeitsfloskel gefragt hatte. Wärend sie sich die Vergangenheit des Ritters vorstelle viel ihr auf das des paralelen zu ihrer eigenen gab. Nur mit dem unterschied das ihr Weißer Ritter nicht gerade noch so eben rechtzeitig kam sondern erst zwei Jahre später.
Die nächste Frage der Rothaarigen sollte aber nicht lange auf sich warten lassen:

"Und du hast das nie bereut? Ich meine..... das ist toll als Ritter dass hab ich ja schon mal deutlich gemacht aber... Ich meine du hast keine Familie. Kein 'echtes' Zuhause, oder? Keine Kinder.....oder eine....Frau?"
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Di 10 Apr 2018, 20:10

"Ich glaube man bereut im Leben immer irgendwas. Es gibt immer diese Momente, in denen man sich überlegt etwas anderes getan zu haben wäre vielleicht der bessere Weg gewesen. Aber genau da unterscheide ich mich. Das glaube ich nicht. Ich habe viele Menschen kennen gelernt...einfache Feldarbeit wäre nichts für mich. Ich bin gerne auf Reisen. Ich bin ein leidenschaftlicher Kämpfer und meine politischen Reisen eröffnen mir Abende wie diese. Ich finde das ist ein schönes Leben und würde es ungern tauschen. Der Eid beim weißen Mantel war sicher der beste Tag meines Lebens.", antwortete Alexandras. "Wie kommst du aber auf diese Frage? Hast du Angst du könntest irgendwann etwas bereuen? Oder bereust du schon etwas?"
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Di 10 Apr 2018, 20:23

"Nein, eigentlich nicht. Ich hab' nur Angst...... etwas zu 'verpassen'. Für viele Dinge gibt es nur eine einzige Chance, an einem ganz bestimmten Ort, zu einer ganz bestimmten Zeit. Und wenn man den verpasst.... Naja.", kurz unterbrach Araja bevor sie noch etwas ergänzte: "...es kann sich schließlich alles ändern und ohne das man es will. Von Heut' auf Morgen ist einfach alles weg."

Danach unterbrach der Rotschopf erneut. War das ein verzweifelter Versuch etwas zu erzählen ohne es dabei auszusprechen? In ihren Worten konnte viel oder auch einfach garnichts liegen, so verschlossen wie sie war konnte man das wohl kaum sagen. Gerade als sie ihren Mund wieder öffnen wollte um etwas zu sagen zögerte sie und biss stattdessen Alibimäsig in ihr Brot. Dann war sie Still.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Lyras am Di 10 Apr 2018, 20:24

Lyras jonglierte immer wieder mit einem kleinen Lederbeutel und die darin befindlichen Münzen klimperten in seiner Hand. Einer der Jungs spielte wahnsinnig schlecht auf seiner neuen Geige und der dritte im Bunde zählte das Geld. Siebenunddreißig, achtunddreißig, neununddreißig,...leider zählte der Mann so laut das es dem Anführer der Diebesbande allmählich auf die Nerven ging.

"Wenn du nicht aufhörst laut zu zählen sorg' ich dafür das du nie wieder irgendwas zählen kannst, Idiot!", fluchte Lyras schließlich und zwang seinen Kumpel dazu leise zu zählen. Hätte er nicht weiterhin die nervige Kopfbewegung gemacht, während er zählte wäre Lyras sogar zufrieden gewesen. Den Göttern sei Dank war aber nur noch das knistern ihres Lagerfeuers zu hören. An den Wänden der Höhle stiegen die Schatten der drei Männer auf, bis plötzlich ein vierter Schatten erschien und der Gang einer Person zu hören war. Während alle drei bereits ihre Hände an die Waffen richteten, fest mit einem Überfall rechnend konnten sie beruhigt aufatmen als es nur wieder dieser blonde Streunerjunge war, der ihnen Gesellschaft leistete.

"Heeeey. Seht mal wen wir hier haben! Der Bauernjunge! Wie hast du's denn aus'm Knast geschafft, Junge!?"
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Albin am Di 10 Apr 2018, 20:24

Auf irgend einer Art zerfraßen ihn die Schuldgefühle. Ausgerechnet Araja, die beim letzten Gespräch irgendwie gehofft hatte er wäre über den Berg musste ihn nun aus der Patsche befreien. Dem Dieb bekam ein unheimliches Gefühl als er loszog um die Diebesbande von Netzeck ausfindig zu machen. Er wusste noch nicht wie er dieses Vertrauen entgegenbringen könnte. Selbst der weiße Ritter unterstützte die Rothaarige dabei ihn frei zu lassen. War das ein Test? Albins letzter Weg zurück zur Rechtschaffenheit? War das vielleicht die allerletzte Chance eine richtig gute Tat zu vollbringen? Aufzuhören wegen Lappalien in den hiesigen Kerkerhütten zu landen? Die Fragen setzten sich in seinem Kopf fest, bis er die Höhle erreichte, die sich unweit des Dorfes befand. Hier hatten die Räuber ihr Lager aufgeschlagen und schon kurz davor konnte man das Lagerfeuer erkennen. Versteckt im Dickicht des kleinen Waldes nahe dem Dorf beklauten sie hier stetig das Dorf und die zugehörige Goldmine. Warum funktionierte es bei ihnen? Hatten sie keine Schuldgefühle? Als er die Begrüßung von Lyras, dem Kopf der Bande hörte viel es ihm wieder ein: Er war ein Schurke. Und zwar einer aus dem Bilderbuch. Diejenigen die die Prinzessin entführten, immer und immer wieder und irgendwie solange damit durchkamen bis ein edler....oh verdammt. Er musste sich dringend konzentrieren.

"Der Fürst hat Leute geschickt..", sprach Albin. "Einen Ritter und seine Beraterin. Sie suchen nach..."

Albin unterbrach seinen Satz und konnte in der Ferne bereits die Trophäe stehen sehen. Die diesjährige Siegestrophäe für das Ritterturnier bestand aus einem großen Sockel, den man vermutlich gerade so halten könne, der zwei vergoldete Hände ziert, die gerade einschlugen. Wahrlich sah' die Trophäe sehr edel und teuer aus. Kein Wunder das die Bande es unbedingt haben wollte. Albin räusperte sich. "Nach der Trophäe da. Der Fürst ist offenbar sauer.."
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Lyras am Di 10 Apr 2018, 20:25

"So...sie suchen also die Trophäe? Und? Hast du uns verpfiffen!?", maulte Lyras und stand dabei auf. Seine rechte Hand hielt er genau an die Stelle an der seine Waffe hing, offenbar jederzeit bereit sie zu ziehen. Wie ein Großmaul drehte sich der Meisterdieb um zu seinen Kameraden. "Seht mal Jungs! Unser Möchtegern hier möchte der neue Berater von Fürst Foltest werden! Er kommt seine Trophäe zu holen! Haha..."
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Albin am Di 10 Apr 2018, 20:26

Das Lachen des Schurken kam dem Jungen wie eine halbe Ewigkeit vor. Es war ein niemals endendes Lachen und erinnerte ihn an das Lachen seines Adoptivvaters nach einer erfolgreichen Kartenrunde. Aber er schweifte wohl schon wieder ab – diesmal zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

"Hör mal...ich habe niemanden verpfiffen...ich wollte euch nur warnen...", entgegnete Albin schließlich bevor die Situation eskalieren sollte. Lyras hingegen drehte sich nur langsam zu ihm zurück und sah den Tagedieb mit diesem....Blick an. Ein eiskalter Blick eines Verrückten der jede Sekunde durchzudrehen schien. So schnell konnte Albin gar nicht schauen wie er dann sein Schwert gezogen hatte. Angst umgab den Jungen. Höllische Angst. Hatte er sich wirklich mit den falschen Leuten eingelassen? Hätte er einfach mit Araja und dem Ritter mitgehen sollen? Wieder kreisten Fragen durch seinen Kopf, aber diesmal schnell genug um mitzukriegen was sich vor ihm abspielte. "Ich sag' dir was...", begann Lyras in dieser wahnsinnigen Stimmlage, während sein rechter Arm immer höher ging, bis das Schwert in seiner Hand Augenhöhe mit Albin erreichte. "...ich bring' dich jetzt einfach um und wir kassier'n hier mal richtig Kohle, mh? Was hältst du davon?"

Albin hatte Angst. Endlose Angst. Er zitterte. Er konnte es nicht zeigen wie sehr er Angst hatte, dass Zittern war sicher als normal einzustufen, aber er hatte sie. Diese Angst saß tief und plötzlich änderte sich alles. Eine seltsame Stimme hinter den Männern, vom Höhleneingang aus ertönte plötzlich. "Das woll'n wir mal schön bleiben lassen!" - sagte diese Stimme. Sie klang ernst und doch sanft. Irgendwie vertraut, aber auch fremd. Es war unbeschreiblich und ehe sich der Tagedieb versah' flog ein greller, kleiner Blitz durch die Höhle genau auf Lyras hinzu und schleuderte ihn an der Trophäe vorbei bis an das Höhlenende. Die anderen beiden standen schlagartig auf, zogen ihre Waffen und sahen zum Höhleneingang. Durch die Schatten die das Feuer warf und die Dunkelheit, die sich draußen langsam breit gemacht hatte war diese Person nicht zu erkennen. Der Blitz, der eben noch die ganze Höhle erhellt hatte war zu schnell verpufft, als dass er hätte ihnen das Gesicht dieser Person zeigen können. Der Zauber den die Person heraufbeschwor hatte Lyras ziemlich schnell außer Gefecht gesetzt, doch die anderen beiden machten bereits panische Kampflaute und stürmten auf zum Höhleneingang. Albins Angst war plötzlich verflogen. Er war verwirrt aber verspürte nicht mehr diese Angst. Eilig schnappte er sich die Siegestrophäe und rannte ebenfalls Richtung Höhlenausgang. Es waren nur wenige Sekunden die vergangen waren aber die beiden Kumpanen von Lyras lagen am Boden. Man hatte dieses Mal keinen Blitz gehört oder irgendwas vergleichbares. Dennoch lagen die zwei Kerle am Boden. Kurz vorher bildete sich Albin im Nachhinein ein ein "Dumpfgeräusch" gehört zu haben, als hätten die beiden einen Schlag abbekommen – aber im Dunkeln war davon nichts zu erkennen. Auch die Gestalt von vorher war offensichtlich wie vom Erdboden verschluckt. Mehrmals sah er in alle möglichen Fluchtrichtungen ob irgend eine Spur von seinem vermeindlichen Retter zu erkennen war – aber nichts. Die Person war einfach verschwunden. Albin umklangerte die Trophäe so fest er nur konnte und rannte so schnell er konnte in's Dorf zurück um seine Schulden zu begleichen...wer auch immer der Retter war – er hatte nicht nur seine Schuld gezahlt, sondern auch sein Leben gerettet.

Albin hechte in das Dorf mit der Trophäe in der Hand. Er hatte das Gefühl jeder an dem er so eilig vorbei lief schaute ihn dämlich an und hielt ihn für einen verrückten Jungen, doch er steuerte geradewegs auf das Gasthaus zu. Er öffnete die große Schenkentür und suchte nach dem Ritter Alexandras und seiner Knappin Araja...
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Di 10 Apr 2018, 20:41

Den moment der Stille den Araja durch ihr plötzliches Schweigen erzeugt hatte sollte nicht von langer dauer sein. Kurz nachdem die Knappin in ihr Brot gebissen hatte und einer weiteren Ausfürhung ihrer Gedankenwelt somit unterbunden hatte kam jemand ins Gasthaus gelaufen. Obwohl der Ausdruck 'Gestürmt' wohl besser gepasst hätte.
Es war Albin, ziemlich aufgelöst und mit der Siegertrophäe in der Hand. Wärend Alexandras, seinen Kampfreflexen entsprechend sofort aufsprang brauchte der Rotschopf einen kleinen Augenblick bis sie verstand und sich langsam erhob bevor sie äußerst planlos in die Richtung des Jungen fragte: "Albin?"
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Albin am Di 10 Apr 2018, 20:45

Als Albin schwer atmend und mit der schweren Trophäe in der Hand nach den beiden suchte konnte er schon bemerken wie der Ritter Alexandras aufstand, gemeinsam mit seiner Begleiterin Araja. Er lächelte in ihre Richtung, total verschwitzt vom ewigen Lauf und sagte - sehr erschöpft: "Ich...hab's....geschafft..." und brach kurz darauf mitten im Gasthaus zusammen und viel in Ohnmacht. Alexandras konnte die herunterfallende Statue gerade noch rechtzeitig auffangen, bevor sie in alle Einzelteile zerbrochen wäre...
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Luna Navarion am Di 10 Apr 2018, 21:07

Erschrocken von dem Lärm und dem Aufruhr schaute Luna in die Mitte des Raumes. Voller Angst um den jungen Mann verließ sie ihren Gemütlichem Eckplatz und stürmte samt ihrer Ledertasche auf ihn los. Ihre Braunen Augen schauten ihn voller Sorge an. Als erstes tastete Sie seinen Kopf ab, vielleicht hat der junge Mann durch den Sturz eine kleine Wunde am Kopf? Erleichtert stellte sie fest, das es lediglich eine kleinere Beule ist. Nichts, was nicht in wenigen Tagen verheilt ist.
Sie nahm seine Hand und fühlte seinen Puls. Beruhigt atmete sie auf und lächelte etwas "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er... ist nur etwas erschöpft." Sie schaute zu dem Ritter in Weiß auf und lächelte ihn freundlich an. "Könntet Ihr mir vielleicht helfen Ihn in ein Zimmer zu bringen? Er braucht dringend etwas Ruhe."
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Di 10 Apr 2018, 21:11

Schnell war eine junge, dunkelbraunhaarige Frau da gewesen die offensichtlich etwas davon verstand verletzte Personen zu untersuchen. Sie riet dem Ritter freundlich den Jungen in ein Zimmer zu bringen damit er sich ausruhen könne. Schnell stellte er die Trophäe zu Araja auf dem Tisch, nickte sie freundlich an und bat sie freundlich darum kurz auf die Trophäe aufzupassen.

"Das übernehme ich selbstverständlich sofort, Milady.", antwortete Alexandras und trug den Jungen zügig hinauf zu den Zimmern und versuchte Gareth zu finden, der sicher irgendwo ein freies Zimmer für den ehemaligen Verdächtigen haben würde. Vor allem jetzt wo die Trophäe zurück war wäre das sicher kein Problem..
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Luna Navarion am Di 10 Apr 2018, 21:52

"Wir bringen ihn einfach schnell auf mein Zimmer, bis wir den Herrn Wirten finden." murmelte Luna leise als sie die suchenden Blicke des Ritters sah und ging in das zweite Stockwerk. Sie lotste ihn den Gang entlang zum letzten Zimmer und Schloss die Tür auf.
In dem kleinem Zimmer stand ein kleines Tischlein auf welchem eine Vase mit Blauen Orchideen stand. Direkt gegenüber Stand ein Einzelnes Holzbett dessen Muster aus Meisterhand geschnitzt seien mussten. Neben dem Bett stand ein Schrank, gute zwei Meter groß, aus dunklem Fichtenholz mit mindestens genauso schönen Mustern wie auf dem Bett und ein kleiner Stuhl.
"Da sind wir!" sagte sie erfreut und deutete sogleich auf ihren Schlafplatz.
Als er den Jungen hinlegte, schnappte sich Luna sogleich den Stuhl und setzte sich neben den Jungen hin und schaute ihn etwas bedrückt an "Armer Kerl... was hat dir nur so sehr die Kraft geraubt?"
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Sir Alexandras am Di 10 Apr 2018, 22:02

"Wichtig ist nur das er etwas Ruhe und Schlaf abbekommt. Wir sollten ihn einfach liegen lassen.", entschied Alexandras und sah auf den daliegenden Albin herab. Wie auch immer er es geschafft hat die Statue so schnell zurück zu bekommen - es muss sehr anstrengend gewesen sein.

"Verzeihung. Wo sind nur meine Manieren! Zu Diensten, Sir Alexandras. Ritter von Krytas Gnaden.", sprach er freundlich und verbeugte sich vor der jungen Frau, die offenbar canthanischen Ursprungs war. "Ich nehme an Ihr seid wegen dem Rittertunier hier? Leistet uns doch unten etwas Gesellschaft."
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Luna Navarion am Di 10 Apr 2018, 22:17

Leicht errötet da auch sie ihre Manieren ganz vergessen hatte stand sie sogleich auf und verbeugte sich ebenfalls. "Mein Name ist Luna Navarion. Sehr erfreut, Sir Alexandras." entgegnete sie mit einem verlegendem lächeln. "Ich würde mich gern zu euch Gesellen, wenn es für euch kein Problem ist." Sie schaute noch einmal zu dem Jungen herab. "Aber ich werde zwischendurch einmal nach Ihm schauen. Nur um sicher zu gehen, das sein Zustand so bleibt." sagte sie bestimmt.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Araja am Di 10 Apr 2018, 22:27

Das ging nun alles ein wenig schnell: Albin rein, Luna vor, Alexandras hoch, Trophäe zu Araja, Alle weg. Der Rotschopf konnte garnicht so schnell gucken wie alles passiert war. Sie hasste es wenn etwas zu schnell ging und sie nicht so recht folgen konnte. Folglich stand sie noch immer wie ein verdutzter Moa neben dem Pokal als der Ritter und Albins Retterin zurück nach unten an den Tisch kamen.

"Äh.... geht's ihm gut?", war jetzt die einzige Frage die Araja einfiel.
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Re: Toussaint's Ländereien

Beitrag von Luna Navarion am Di 10 Apr 2018, 22:34

Luna nickte dem Rothaarigem Mädchen mit den schönen blauen Augen zu. "Ja, es geht ihm soweit ganz gut. Er ist erschöpft und braucht ruhe. Ich werde zwischendurch mal nach ihm schauen. Nur um sicher zu gehen, das sein Zustand auch gut bleibt." Luna schenkte dem Mädchen ein beruhigendes lächeln.
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