Das Ritterturnier von Toussaint

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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Chloé Phylakterium am Do 19 Jul 2018, 22:15

Selten durfte die Königin solch' spannende Arenakämpfe mitverfolgen. Mehr als nur einmal machte sich große Angst in ihr breit das der loyalste aller ihrer Untertanen den Kürzeren ziehen müsste doch durch den mächtigen, starke Magie entfesselnden Schrei der rothaarigen jungen Frau aus dem Publikum wendete sich das Blatt - wie einige Male zuvor auch schon - und sorgte schließlich für den Sieg von Alexandras. Buchstäblich hatte das junge Mädchen den weißen Ritter gerettet. Doch warum? Welchen Bezug hatte Alexandras zu diesem seltsam vertrauten Mädchen, welches ihr und Chloé am Abend zuvor bereits in der Taverne begegnet waren? Ein seltsames Gefühl machte sich in der Blondine breit als sie den Zauber wirkte. Letzten Endes jedoch freute sie sich über diesen fantastischen Sieg und versuchte dieses....Gefühl nach Hinten zu verschieben. Ab und zu sah' sie hinüber zu Kate, um herauszufinden ob sie ähnliche Bauchgefühle anzeigte wie sie - aber allem Anschein nach blieb' Chloé damit allein..
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Foltest am Do 19 Jul 2018, 22:18

Als der Kampf schließlich sein jähes Ende fand und das Publikum in unaufhaltsamen Jubel ausbrach beendete der Fürst das diesjährige Ritterturnier offiziell. Seine Rede blieb allen Erwartungen entsprechend kurz gefasst.

"Sir Alexandras gewinnt den Kampf!!"

Foltest warf dem Arenameister Gareth einen zustimmenden Blick zu, so dass dieser dem Sieger die Trophäe offiziell übergeben durfte. Er hielt die rechte Hand des Ritters hinauf und beglückwünschte ihm zu seinem Sieg, doch seine Blicke schienen einzig und allein auf Araja gerichtet zu sein. Auch der Fürst konnte seinen Augen kaum trauen als sie diesen Zauber ausgesprochen hatte. Erst wenige Tage vorher schien sie gelernt zu haben was ein Kampfstab war und nun sollte sie solche mächtigen Zauber aus dem Nichts wirken können? Foltest beschloss' der Sache zunächst keine weitere Beachtung zu schenken. Turnier war Turnier - und Sieg...war Sieg.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Sir Alexandras am Do 19 Jul 2018, 22:23

Alexandras hatte bereits die Augen geschlossen als er den lauten Schrei seiner Knappin durch die Arena hallen hören konnte. Blitzschnell öffneten sich seine Augen und er erkannte den Zauber den sie gewirkt hatte. Ein bläuliches Schild schützte den weißen Ritter vor dem tödlichen Angriff seines Feindes und zerstörte seine Klinge. Es brauchte keine großen Überlegungen um den Fehler von vorhin wieder gut zu machen und schlagartig reagierte er um den schwarzen Ritter zu töten für all' das Unrecht was er vielen Unschuldigen Menschen angetan hatte. Immer noch erschrocken und verwirrt starrte er förmlich zu Araja, konnte kaum Freude zu seinem Sieg zeigen und hoffte diese Siegerehrung würde zügig vorbei gehen damit er zu seiner geliebten Retterin eilen konnte. Die Trophäe und die Glückwünsche des Arenmeisters kaum beachtend eilte der angeschlagene Alexandras nun zügig zu der Rothaarigen, die ebenfalls völlig geschockt und verwirrt da stand und bereits vom Skelliger von gestern angesprochen wurde.

"Araja!", bekam der Ritter als erstes nur heraus und setzte zu einer Umarmung an.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Araja am Do 19 Jul 2018, 22:48

"Das...äh, das wüsste ich auch gerne...", begann Araja dem Skelliger dann zu antworten auf seine Frage hin was sie denn da eben getan hätte. Doch bereits jetzt war abzusehen das der Rotschopf für etwas gänzlich anderes zu begeistern war als Floki, denn im Augenwinkel hatte sie Alexandras bereits herbeieilen sehen.
Folglich lies Araja den Mann mit dem Trinkhorn beinahe ein wenig unfreundlich links liegen und rannte ihrem Ritter entgegen.
Seine Umarmung voll ausnutzend rannte die Knappin Alexandras beinahe über den Haufen, welcher nach dem Kampf ein wenig erschöpft zu sein schien. Und doch strahlten beide förmlich und konnten kaum voneinander ablassen.

Zum ersten Mal an diesem Tag fing Araja sogar vor Freude und Erleichterung an zu lachen, denn das Alexandras überlebt hatte war für sie das größte aller Geschenke. Das Joshua bekam, was er verdient schien bereits jetzt völlig nebensächlich. Nachdem Ritter und Knappin ihr Wiedersehen einigermaßen gewürdigt hatten und Araja wieder ein wenig von Alexandras ablassen konnte machte sie das was sie vermutlich am besten konnte: Sich Sorgen.

"Bei den Sechs.... Wie gehts dir?! Ist alles in Ordnung? Bist du verletzt?!"
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Sir Alexandras am Do 19 Jul 2018, 22:53

"Nur halb so schlimm..", nickte Alexandras wieder lächelnd. "Wie hast du das verdammt nochmal angestellt..?? Ich wusste nicht das du....zaubern kannst..."
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Araja am Fr 20 Jul 2018, 00:35

"Ich hab' keine Ahnung!", versuchte Araja sich dann zu erklären, sichtlich nach einer Lösung suchend. Denn von allen Beteiligten war sie vermutlich diejenige, welche am wenigsten von Magie verstand. Ihre gute Laune jedoch konnte das nicht trüben, ganz im Gegenteil. Nachdem sich die Jugendliche einige Freudentränen aus den feuchten Augen gewischt hatte, konnte sie gar nicht mehr aufhören über beide Ohren zu strahlen.

"...hat das vielleicht etwas mit Josmine Zauber zu tun? Diesem... Fluch? I-Ich kann eigentlich gar nicht Zaubern denke ich...also glaube ich......Vielleicht? Ich meine.... was war das überhaupt?"
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Nathanael Bourdeaux am Fr 20 Jul 2018, 00:55

"Das, Junge Lady, war vermutlich ein sogenannter Aegis.", begann eine bislang für Araja unbekannte Stimme zu sprechen. Es war Nathanael welcher sich jetzt in das Gespräch einmischte und offensichtlich versuchte zumindest ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Den fragenden Blick des Mädchens und den überraschten des Ritters, den der Politiker daraufhin erntete musste aber entgegengewirkt werden:

"Ein Aegis ist ein Schutzzauber aus der Schule der Lichtmagie, wenn ich mich richtig erinnere. Und der Aegis den ihr gezaubert habt war sehr beeindruckend, Milady. Aber wo bleiben meine Manieren: Nathanael Bourdeaux, zu Ihren Diensten."
Als sich der dunkelhaarige Vorstellte verbeugte er sich erst vor dem Rotschopf und schüttelte daraufhin Alexandras die Hand: "Glückwunsch zum Sieg, Sir. Oder... sollte ich Euch beide beglückwünschen? Schließlich war dies ein Gruppensieg, nicht wahr? Es freut mich immer zu sehen wenn Menschen erfolgreich zusammenarbeiten und deshalb lasst mich zu meinen Glückwünschen noch etwas Handfestes hinzugeben. Von guten Worten allein kann man sich schließlich nichts kaufen und.... mal unter uns: Ihr habt Euch ebenfalls einen Pokal verdient, junge Lady."

Mit seinen letzten Worten überreichte Nathanael der wie immer noch etwas überrumpelten Araja eine kleine hölzerne aber reich verzierte Schatulle. Das Gold was darin war wollte Nathanael eigentlich dem Schwarzen Ritter zukommen lassen nachdem er gewonnen hatte um einen weiteren 'Kontakt' aufzubauen. Aber mit dem Sieg von Alexandras und dem Eingreifen der Knappin hatte sich das wohl erledigt und der Politiker versuchte nun dieses Duo für seine Sache zu gewinnen.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Araja am Fr 20 Jul 2018, 01:07

"Ähh..Ja, Danke?", war wohl vorerst das einzige was Araja dann noch von sich brachte als Nathanael vor dem Mädchen stand. Die ganze Aufmerksamkeit die man ihr jetzt Schenkte war der Jugendlichen etwas zuwider. Es erinnerte sie an dieses eine, erste Geigenspiel damals in der Kirche. Danach hatten sich ihr auch alle an den Hals geschmissen und Araja hasste nichts mehr als im Mittelpunkt zu stehen. Erst dieser Floki und jetzt auch noch Nathanael, das war wohl etwas zu viel für den Rotschopf schließlich wollte sie einfach nur mit Alexandras zusammen sein.

Zu ihrem Glück wollte der Politiker nicht länger stören und verabschiedete sich mit einem knappen: "Meldet euch bei mir, solltet ihr einmal Hilfe benötigen!", und verschwand fast so schnell wie er aufgetaucht war. Nachdem Ritter und Knappin dann wieder allein waren mischte sich in Araja's Freude aber nun langsam etwas Grübelei. Fragend sah sie dann wieder zu Alexandras:

"Lichtmagie...? Hat er recht? Dann hat das vielleicht doch nichts mit Josmine zu tun...? Ich bin echt verwirrt... Ist das normal?"
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Sir Alexandras am So 22 Jul 2018, 09:56

Leider konnte Alexandras' ihrer Knappin nicht annähernd soviel Informationen schenken wie dieser Nathanael Bourdeaux. Sein plötzliches Erscheinen und Verschwinden kam dem Ritter etwas seltsam vor - so hielt er sich mit dem Gedanken ab das dieser Zauber einfach nur überraschend und unglaublich für das Publikum gewirkt hatte.

"Ich bin mir nicht sicher womit es zu tun hat...ich bin kein Magier, ich kann dir da nicht...sonderlich helfen. Aber wir wollten ohnehin zur Abtei Durmand....vielleicht findest du da Antworten auf deine Fragen?"
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Araja am So 22 Jul 2018, 13:44

"Ja, Durmand.....richtig.", murmelte Araja nachdenklich als ihr klar wurde das diese Zauberschule vermutlich der beste Ort war um ihr erklären zu lassen was hier heute geschehen war: "...du wolltest doch gleich los nach dem Turnier, oder?"
Das knappe aber entschiedene nicken des Ritters machte deutlich, dass er wohl keine Zeit verlieren wollte, nicht zuletzt wegen des sich immer weiter ausbreitenden Hexen-Mals von Luna.

"Dann lass mich nur meine Sachen holen bevor wir.... ", begann die Rothaarige dann zu erklären als sie bereits sah wie sich wieder jemand in das Gespräch der beiden einmischte. Dieses mal jedoch von jemanden den die Knappin gerne sah.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Sir Surotach am So 22 Jul 2018, 14:17

"Potzblitz!", rief Surotach aus als er sich dem Traumduo aus Ritter und Knappin näherte. Auch beim Paladin war die Freude über den Sieg deutlich zu erkennen, schließlich war auch er wegen dieses Bastards extra angereist. Freudig lachend wollte wohl auch nun auch Araja's alter Geigenlehrer seine Glückwünsche an die beiden Helden des Tages ausrichten.

"Das habt ihr ja großartig gemacht! Es hätte wohl kein besseres Ende für diesen ..ähm, 'Mann' gegeben!"
, begann Willhelm dann, obwohl er Joshua sehr gerne als etwas viel Schlimmeres betitelt hätte - aber nicht in Gegenwart einer Lady: "An dieses Finale werden sich die Leute noch eine Weile erinnern! Sag Kleines, wie hast du das angestellt?!"

Das zaghafte Schulterzucken der Jugendlichen machte klar das sie keinen blassen Schimmer hatte und von der ganzen Situation noch immer ein wenig überfordert war. Um seinem ehemaligen Schützling nicht zu bedrängen versuchte der alte Paladin dann das Thema zu wechseln: "Na ist ja einerlei! Ich habe etwas viel Wichtigeres! Ich habe etwas gefunden als ich gerade im Zelt dieses 'Ritters' war. Und ich glaube, dass es dir gehört, junge Dame."
Nun holte Surotach den Zettel hervor den Joshua Araja vor über zwei Jahren bei dem Überfall gestohlen hatte und überreichte ihn beinahe ein wenig feierlich seiner eigentlichen Besitzerin. Die Reaktion des Rotschopfs hielt sich aber in Grenzen. Sie gab sich zwar Mühe so zu tun als würde sie sich darüber freuen, aber zumindest Alexandras konnte der Jugendlichen wohl ansehen das es anders war.

"Danke, Willhelm. Das ..ähm, ist sehr nett von dir.", begann Araja dann wiederum bevor sie es schaffte ihre gespielte Freude beiseite zu schieben und wieder zu lächeln: "Und du? Was wirst du jetzt tun?"

"Ich? Nun...ich denke ich werde meine Ankündigung war machen. Dieser Tiost mit dem Lordkanzler hat mri gezeigt das ich mittlerweile zu Alt für diese Sachen bin. Es wird wohl Zeit das ich mich ein wenig zurückziehe. Diese alten Knochen sind nicht mehr dieselben wie einst! Mal sehen - vielleicht ist bei Foltest noch ein Plätzchen noch frei für mich, der Fürst und ich habe uns eigentlich immer gut verstanden..."

Bei dem Gedanken daran das Foltest und Surotach miteinander zusammen arbeiten musste Araja grinsen, die beiden wären ein verrücktes Duo. "Und ihr zwei? Wohin geht die Reise des weißen Ritters und seiner kleinen Zauberin?", fragte der Paladin dann noch.

"Wir gehen nach Durmand. Dieser Zauberschule....wegen...Naja - du weißt schon."

"Durmand, ja? Hmm....", antwortete Surotach sehr nachdenklich, seinen Schnauzbart dabei unter die Nase reibend: "Das ist eine lange Reise, Kleines. Dafür werdet ihr ein Transportmittel brauchen. Du kannst Philippa haben, wenn du sie willst."

"Philippa?! Ist das dein ernst?!", polterte es aus Araja heraus. Offensichtlich war der Rotschopf sehr darüber überrascht das der Paladin sein eigens Pferd einfach so hergab: "Brauchst du sie nicht selbst?"

"Ach, Paperlap! Die paar Kilometer nach Beauclair schaffe ich auch ohne sie! Du wirst sie viel mehr brauchen als ich. Außerdem braucht doch jede ordentliche Knappin auch ein eigenes Pferd, nicht?
Und jetzt schau mich nicht so an, es wird Zeit das ihr aufbrecht! Eigentlich wollte ich ja Alexandras sagen das er auf dich aufpassen soll aber wie mir scheint ist das jetzt anders herum! Mach's gut Kleines!"


Ein letztes mal verwuschelte der alte Paladin Araja die Haare und verabschiedete sich dann und vielleicht würden sich ihre Wege eines Tages wieder kreuzen.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Floki Tyrson am Sa 28 Jul 2018, 20:27

Floki hatte gehofft, er könnte vielleicht noch ein zwei Worte mit der Rothaarigen sprechen, jedoch fiel ihm ein dass er doch recht bald von hier weg musste. Außerdem hatte sie offenbar eh kein interesse sich mit ihm zu unterhalten sondern hatte nur Augen für deen Belchmann. Also warum sich großartig die Mühe machen? Die Mühe ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, wollte er sich jetzt gerade auch nicht machen. Das bedeutete, er konnte nun zum Treffpunkt vor der Schenke und Astrid einsammeln.

Also beschloss er sich auf den weg zur Schenke zu machen, wo er Astrid treffen würde. Gelassen schlenderte er die Straße hinauf, zwängte sich durch die Menschenmasse hindurch und trank dabei genüsslich aus seinem Horn.
Irgendwie war er froh, wennn er von hier wegkam. Hier war es viel zu Warm und viel zu viele Menschen trieben sich hier herum. Daheim konnte er auf einem Fels an seinem lieblings Fjord sitzen und über die Götter sinnieren oder andere Dinge die gerade wichtig waren.

Schließlich erreichte er die Schenke und wartete vor dem Eingang auf Astrid.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Kathlyn Cousland am So 29 Jul 2018, 14:31

Kurz nach dem Ende der Siegerehrung verließen die Menschen das Turniergelände und machten sich ein letztes mal auf den Markt zu besuchen und die Massen lösten sich nach und nach auf. Jetzt wo auch auf der Tribüne der Ehrengäste ein wenig Ruhe eingekehrt war trat einer von Kathlyns Gardisten heran. Flüsternd erinnerte er die Kaiserin daran das es Zeit zur Abreise war, denn der Flug zurück zur Kaiserstadt würde einige Stunden in Anspruch nehmen. Seufzend musste Kate einsehen das ihr Urlaub wohl schon zu Ende war.
Mit einem festen Handschlag, so wie es dem Fürsten wohl am liebsten war, verabschiedete sich die Herrscherin dann bei Foltest als sie sich erhob:

"Vielen Dank für Eure Gastfreundschaft und dieses außergewöhnliche Spektakel, Fürst Foltest. Aber wie mir scheint muss ich Euer wunderbares Land bereits wieder verlassen - die Pflicht ruft. Ich hoffe wirklich sehr das Ihr und Königin Chloé euch einig werdet damit wir Euch ebenfalls im Reich begrüßen dürfen. Es wäre schön solch ein Turnier wieder sehen zu dürfen."

Nachdem Foltest verabschiedetet war konnte sich Kathlyn dann der Person widmen die ihr deutlich wichtiger war: Chloé. Ein fast schon etwas Trauriges lächeln schob sich auf die Lippen der Kaiserin, als sie sich von der Blondine verabschieden musste:
"Es war wirklich schön, das müssen wir irgendwann wiederholen! Aber wir sehen uns ja nächste Woche schon wieder wegen der Charrs. Wie wäre es, wenn du dir für diese Verhandlungen ...nun, sagen wir: Ein paar Tage mehr Zeit nimmst? Auch Löwenstein ist um diese Jahreszeit wunderschön!"

Daraufhin nahm Kathlyn ihre Freundin kurz zum Abschied in den Arm. Ein Abschiedskuss wäre der Kaiserin lieber gewesen aber sie war sich immer noch nicht ganz sicher welche Art von Gefühle die Königin für sie hegte. Vielleicht würde sich dieses Mysterium endlich lüften wenn die beiden sich in einer Woche wiedertreffen.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Araja am So 29 Jul 2018, 17:29

Mit einem freudigem Lächeln über die positive Wendung an diesem Tag war Araja dann zurück zum Gasthaus beinahe gehüpft. Bereits von weitem konnte man sehen, dass das Mädchen jetzt wieder glücklich war, vergessen die Last und die schlechten Gefühle, die sie noch am Vormittag gehabt hatte.
Die Gaststube des Hauses war wieder prall gefüllt mit Menschen, die sich vor ihrer Abreise vom Turnier noch stärken wollten. Während sich der Rotschopf also so durch die vorbei eilenden Kellnern hindurchschlängelte ließ ihr lachendes Gesicht kaum nach, denn irgendwie hatte sie das Gefühl die Leute würden sich wegen ihr Freuen - zumindest liesen das einige ihrer Blicke vermuten. Trotzdem war der Rotschopf froh als sie ihr Zimmer erreichte und es ein wenig ruhiger wurde. Araja wollte nicht trödeln und versuchte ihre Habseligkeiten zügig einzupacken. Die Geige auf den Rücken geschnallt, das Gold des Politikers verstaut, die Spielkarten eingesteckt und Alexandras Stab in der Hand schien die junge Frau schnell abreise bereit. Doch gerade als sie wieder aus dem Zimmer stürmen wollte blieb Araja wie versteinert stehen.
Der Blick des Mädchens war auf die Puppe in der Ecke gefallen, welche seit dem gestrigen Abend noch immer dort lag. In ihrem Wutanfall und der Trauer hatte der Rotschopf das alte Spielzeug in jene Ecke gedonnert und dort vergessen - bis jetzt. Ihren Kopf ein wenig schwermütig neigend ging sie dann langsam auf das Püppchen zu um es aus der dreckigen Ecke zu holen. Das Spielzeug wieder in der Hand strich die junge Frau entschuldigend durch das Haar der kleinen Prinzessin und versuchte den Staub abzuklopfen.
"Entschuldige...", murmelte Araja der Puppe noch leise zu bevor sie diese an ihrem Gürtel befästigte. Die Schlaufe an ihrer neuen Kleidung die wohl eigentlich als Schwertheft gedacht war diente der kleinen Stoffdame jetzt als Halterung. Nachdem Araja's kurzer schwermütiger Einschnitt jedoch vorrüber war freute sie sich wieder und verlies wieder lächelnd das Zimmer und machte sich auf ihr neues, eigenes Pferd zu bestaunen.


Bei den Stallungen waren bereits Alexandras und Luna die damit beschäftigt waren ihrerseits die Reise vorzubereiten. Auch Albin war hier und unterhielt sich mit dem Ritter, wie sich herausstellen wird, würde er auch er die kleine Gruppe nach Durmand begleiten. Stolz sattelte Araja ihr neues Pferd allein, schließlich hatte ihr Alexandras bereits alles nötige gezeigt und somit war auch der Rotschopf bereit. Eine letzte Sache lag dem Mädchen jedoch noch auf dem Herzen weshalb sie noch einmal das Gespräch mit dem Ritter suchte. Wieder fast ein wenig schüchtern trat sie von der Seite an Alexandras heran als dieser gerade selbst sein Pferd sattelte:

"Du Alexandras....? Könnten wir vielleicht einen kleinen Umweg machen? Ich ..ähm, würde gerne noch mal nach Hause bevor wir Toussaint verlassen. Ich ..... will mich verabschieden."

Die Stimme des Mädchens passte jetzt so garnicht mehr zu dem fröhlichen Gesicht welches sie Augenblicke zuvor noch hatte. Dies machte dem weißen Ritter jedoch klar das es Araja ziemlich wichtig war und es wohl keinen Sinn hatte es dem Mädchen ausreden zu wollen. Mit einem wohlwollenden Kopfnicken und einer Handgeste gab er dem Rotschopf zu verstehen die Führung an sie zu übergeben, schließlich wusste sie selbst am besten wo 'Zuhause', für sie war.
Und so kam es das die vier nun gemeinsam einen schwenk nach Norden an die Grenze machten bevor sie sich nach Durmand aufbrachen.


Der Himmel war an diesem Tag Wolkenlos gewesen und die Sonne strahlte mit ihren gesamten Kraft auf die Wiesen und Täler des malerischen Landes. Der Hochsommer hatte Toussaint jetzt voll in seinem Griff und die Hitze war für jedermann spürbar. Die Grillen zirrpten zwischen dem Halmen am Straßenrand und ein paar Vögel zwitscherten ihr Lied in die schatten spendeten Kronen der anliegenden Wäldchen. Bereits seid einigen Stunden war die Gruppe unterwegs und mit jedem Schritt den die Pferde taten schien es so als würde Araja ruhiger und nachdenklicher werden. Zwar war die junge Frau noch nie ein ausbund an Redseeligkeit gewesen aber dies hier war etwas anderes, denn ihr schweigen hatte etwas bedrückendes.
Während die beiden Mädchen, welche gemeinsam auf Araja's Pferd saßen sich zu beginn des Ausritts noch angeregt unterhalten hatten über Spielkarten und Puppenkleider war nun Stille eingekehrt. Einzig und allein Albin und Alexandras welche ihrerseits gemeinsam auf dem Pferd des Ritters platz gefunden hatten schafften es sich beinahe unentweg über die Hitze zu beschweren - es war aber auch verdammt Heis. Die Schweißperlen kullerten den vieren nach und nach von der Stirn und lansgam fragten sich die anderen ob der Rotschopf den richtigen Weg eingeschlagen hatte, denn bereits seid längerer Zeit war keine Menschenseele mehr zu sehen gewesen. Das Dorf der Violinistn war wirklich weit ab jeglicher Städte oder anderer Gemeinden. Erst als die Gruppe am späten Nachmittag ein Gasthaus an einer Kreuzung passierten konnte Araja ihre Freunde beruhigen, das Ziel ihrer Reise war fast erreicht.
Denn das Gasthaus welches sie passiert hatten war jenes an dem Araja vor einer halben Ewigkeit Sir Surotach und seine Geige kennengelernt hatte, als sie noch auf dem Weg zur ihren ersten Schultag war. Die Erinnerungen an diese Zeit waren es auch die das Mädchen zum schweigen brachten. Immer mehr fühlte sie sich an ihr altes Leben hier erinnert, an die Guten und die schlechten Ereignisse welche hier statt gefunden hatten. Araja kam dies so vor als wäre die in einem anderem Leben geschehen oder bereits einige Jahrhunderte her, doch dabei waren es gerade einmal einige wenige Jahre gewesen.
Als die Sonne dann langsam ins Abendrot übergehen drohte konnten sie endlich die Ausläufer des Weilers erkennen, den Araja einst ihre Heimt nannte. Viel mehr als eine Ruinenstatd war es nicht mehr und lansgam wurden inbesondere Alexandras und Luna klar welche Gräuel hier vom Schwarzen Ritter begangen wurden. Zwar wurden die Leichen und überreste des Massakers bereits vor langer Zeit entfernt aber die Spuren des Verbrechens schienen sich in den Ruinen der Häuser wiederzuspiegeln. Dieser Ort war nun leer und verlassen, ohne Seele. Einzig und allein die steinerne, kleine Kapelle in der Dorfmitte war noch intakt. Hier am Gotteshaus stoppte der Rotschopf die Gruppe nun und sattelte ab.

"Ich bin gleich wieder da.... dauert nicht lang.", murmelte sie beinahe unverständlich den anderen zu während man an ihrer Stimme deutlich erkennen konnte das es ihr zusetzte hier zu sein. Irgendwie wollte Araja garnicht hierher kommen aber etwas in ihr trieb sie dazu, sie wollte einen Schlusstrich darunter ziehen jetzt wo der Ritter gerichten worden war. Sie hoffte jetzt Frieden zu finden, doch würde sie ihn hier bekommen?

Still und leise trennte sie sich also von der Gruppe während die anderen Schatten in der Kapelle suchten und eine Pause einlegten. Araja war es ganz recht das sie nun allein war, denn das was sie tun wollte war in Begleitung noch schwerer, zumindest glaubte dass das Mädchen. Schwermütig war sie hinter einer Biegung verschwunden und in die kleine Seitenstraße verschwunden in welcher die Bäckerei gelegen war. Auf der staubigen heisen Straße wo das kleine Mädchen einst durch die Schneeballen gehüpft war als es Winter wurde schlendere jetzt die Knappin, ihren Blick durch die Ruinen schweifend. Jeder ihrer Schritte schien schwerer zu werden als sie sich der Bäckerei näherte.
Die Häuser des Dorfes die größtenteils aus Stroh und Holz gebaut worden waren konnte man nur noch an ihren steinernen Fundamenten erkennen - und so auch die Bäckerei. Wo einst die Tür zu ihrem Zuhause stand war nun noch ein verkohlter haufen Asche der berits vor langer Zeit aufgehört hatte zu glühen. Araja's Ziel war jedoch auch nicht das Haus, sondern der kleine Garten dahinter mit seiner stolzen Eiche welche den Angriff überlebt hatte. Hier neben den Wurzeln des Baumes hatte das Mädchen ihn begraben, ihren Stiefvater.

Das improviester Grab war nur durch einen kleinen Erdhügel zu erkennen und mit einem hölzernen Kreuz markiert welches den letzten Sturm kaum überstanden hatte. Einzig und allein die rosa Kochmütze welche Araja über die Spitze gehangen hatte hielt sich gerade noch so an dem Holzstil fest. Und nun stand sie hier, direkt vor dem Grab, starrte darauf und wusste nicht was sie tun sollte. Sie hatte gehofft wen sie einfach nur käme würde dieses Gefühl verschwinden, das Gefühl der Last und der Schuld welches sie seid über zwei Jahren mit sich herumtrag und unendlich auf ihren Schultern zu wiegen schien. Die junge Frau war enttäuscht, denn nichts geschah, es war genau so Still wie an dem Tag wo sie damals aufgebrochen war. Leider mischte sich jetzt zu der Enttäuschung auch noch Verzweilgung in das Mädchen und etwas entstand in ihrem Gesicht was man sonst fast nie bei ihr sah: Zorn.

"Wieso hast du das getan? Wieso hast du ihn angelogen?!", sprach Araja dann ziemlich energisch, mit Verzweilfung im Ton auf das Grab. Offensichtlich wollte sie mit Manuel sprechen. "Du hast immer gesagt man soll nicht Lügen! Dann würdest du noch Leben! Das ist deine Schuld - nicht meine! Deine! Hörst du?!"
Voller Wut hatte Araja mit ihren Zeigefinger auf das kleine, schiefe Kreuz gedeutet fast so als würde sie ihren Stiefvater anprangern wollen. Sie wollte doch nur das dieses Gefühl verschwand und versuchte nun es bei ihm abzuladen, doch auch dies funktonierte nicht. Ganz im gegenteil, es wurde sogar Schlimmer.
In dem glauben hier keine Erlösung zu finden wandte sich das Mädchen dann zornig ab vom Grab ab und wäre beinahe gegangen bevor sie dann doch noch einen letzten verweifelten Versuch unternahm. Mit feuchten Augen und nun ohne den Zorn im Gesicht wollte sie offensichtlich Frieden schließen. Ihr wurde wohl klar das ihr Manuel niemals würde antworten können und das sie sich nur selbst das geben konnte was sie suchte. Erschöpft lies sie sich neben das Grab ins Gras fallen und setzte sich direkt an das Kreuz, ihre Beine zum Körper gezogen.

"Ich wünschte du wärst hier....", fing sie dann erneut an mit tiefer Trauer in der Stimme bevor sie eine lange Zeit schwieg. Die Stille die nun enstand schien wichtig zu sein für das Mädchen, denn es gab ihr die Chance damit abzuschließen. Für einen Moment hatte sie das Gefühl der Bäcker würde sie auch ohne Worte verstehen, denn das konnte er auch schon früher immer. Manuel hätte ihrer Zorn verstanden, ihre Trauer und auch ihr Gefühl was sie mit sich herumschleppte, er hatte sie immer verstanden. Und lansgam wurde Araja klar das es wieder Menschen gab sie verstanden und Unterstützen. Menschen von denen Araja ihrem Stiefvater erzählen wollte.

"Ich hab' jemanden kennengelernt...", begann der Rotschopf dann erneut das Selbstgespräch mit dem Grab während sie sich versuchte die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. "... er heist Alexandras und ist ein Ritter, so wie Sir Surotach. Also.....naja... er sieht deutlich besser aus als Willhelm.", schertzte sie dann weiter und ein bekam kurz ein verweintes Lächeln über die Lippen: "Er hat den Ritter getötet...... den Schwarzen, weißt du. Ich glaube er hats für mich getan... Er hat mich sogar zum tanzen ausgeführt und mich in den Mondschein entführt. Ich...... ich glaube du würdest ihn mögen. Weil er auf die Leute aufpasst.... so wie du."
Mit einem sanften, wohlwollendem Lächeln sah das Mädchen dann zur rosa Kochmütze und erinnerte sich an die schönen Tage die die beiden miteinander gehabt hatten. Araja konnte sich nicht vorstellen wie Traurig Manuel es gemacht hätte sie nun so zu sehen, weinend seinem Grab. Also wollte sie mit etwas positiven weiter machen:

"Und eine neue Freundin hab' ich auch. Luna, und sie kommte aus Cantha. Kannst du dir das vorstellen? Aus Cantha! Das ist.....verdammt weit weg! Und jetzt ist sie hier und.... ist unglaublich! Sie ist eine Zauberin, weißt du. Sie kann andere Heilen und ...und Schmetterlinge herbeizaubern!"
In diesem Moment wurde Araja klar das sie vermutlich ebenfalls eine Magierin war. Das ganze war ihr aber noch so neu das sie es wohl lieber für sich behalten wollte bis sie verstanden hatte was das bedeutete. Aber auch so hatte sie es geschaft das negative Gespräch in etwas positives zu verwandeln, denn das Gefühl war weg. Es war wieder der Freude gewichen und langsam begann die junge Frau zu verstehen das sie die Taten jenen Tages vermutlich niemals wird ungeschehen machen können aber das sie lernen kann damit zu Leben. Vielleicht nicht Heute, aber igrendwann. Und heute hatte sie dazu den ersten Schritt getan.
Vorsichtig aber gestärkt erhob sich die junge Knappin also vom Grab und blickte nocheinmal abschließen zum Kreuz: "Ich komme wieder und dann hab' ich vielleicht noch mehr zu erzählen. Au revoir."

Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen kehrte die junge Frau dann zurück zu ihren Freunden die ganz offensichtlich ebenfals darüber erfreut waren dass das Mädchen ihr Lächeln zurückerlangt hatte. Als die Gruppe nach erneut aufsattelte fragte der Ritter dann noch nach seiner Knappin: "Wie gehts dir?"

Diese lächelte nur verspielt zurück und antwortete: "Gut, ich glaube er mag dich.", bevor sie aufs Pferd stieg und beinahe anfing zu lachen. Alexandras der den Witz erst nicht ganz verstand brauchte einen AUgenblick bevor er ebenfalls lächeln musste. Er verstand nicht was hier mit Araja geschehen war, aber es musste etwas gutes gewesen sein. Und so konnte die Gruppe ihre Reise zur Abtei Durmand nun ohne unnötige Laster starten - das nächste Kapitel in der Geschichte der jungen Knappin konnte beginnen.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Astrid am Sa 04 Aug 2018, 23:20

Gleich am Abend als sich die Wege von Floki und Astrid trennten machte sich die Norn auf die Suche nach den Banditen, die ihr Schwert klauten.
Sie war sich sicher das solche Dorftrottel es nicht versäumen würden, zu so einem Spektakel zu gehen und ein paar krumme Dinge zu drehen.

Sie lief durch Finstere Gassen und in die dunkelsten Ecken. Erblickte so manche Banditen, welche allerdings nicht diese waren, die sie suchte. Sie ging etwas aus dem Städtchen hinaus und erkannte am Rande des Waldes ein kleines Lager.
Sie hörte lautes grölen und gejubel. Langsamen Schrittes kam sie den kleinen Zelten und dem Feuer immer näher und erkannte sie: Es waren tatsächlich die, die sie suchte. Eine Weile beobachtete sie ihre Opfer.

"Isch lass misch vom Winde wehn, *hicks* Mein Top de sull am Feua stehn! *rülps* ...am Feua der Ganoven! *örps*" lallten sie in schiefen tönen. Offensichtlich waren die meisten von ihnen strunz besoffen. Sie schlug sich ins Gesicht. Von solchen Bettpissern hat sie sich tatsächlich ausrauben lassen. Doch jetzt war's anders herum. Während diese Stinkenden Moa's wohl nicht einmal ein Schwert halten könnten, ging es Astrid ziemlich gut.

Es saßen 5 Leute am Feuer und einer etwas abseits. Neben ihm ein kleiner Busch und dann auch schon der Anfang des Waldes. Er schien nicht ganz so voll wie der Rest zu sein und blickte sich ab und an um. Dann nahm er manchmal einen Schluck aus seinem Krug. Er scheint wohl der arme Tropf zu sein, der Wache schieben musste. Langsam schlich die Norn auf seine Seite. Von der Dunkelheit geschützt hockte sie nun hinter einem Gebüsch vor dem Banditen. Er hatte eine leichte Lederrüstung an und sein Schwert lag auf dem Boden. Er war recht klein, dafür aber Kräftig gebaut. Doch davon lies sich die Norn nicht beirren.
Mit schnellen Bewegungen sprang sie auf den Mann zu, hielt ihm sein Maul zu und schliff ihn in das Gebüsch. Er wollte noch etwas schreien doch man hörte nur ein 'HMPF' und dieses wurde durch das laute jaulen seiner Kameraden übertönt.

"Soo..." fing sie an. "Kannst du mir bitte sagen wo mein Schwert ist?" fragte sie ihn mit einem Zornigen Unterton. Doch statt ihr zu antworten Biss ihr der Mann in die Hand und rief "WIR WERDEN ANGEGRIFFEN!"
Ohne zu zögern zog die Norn ihr kleines Schwert und Schnitt dem Mann die Kehle durch. "Ein Versuch wars ja Wert..." meinte sie wütend und sprang aus dem großen Gebüsch. Sie trat den Mann noch einmal und Schüttelte die Hand, in die der Kerl gebissen hatte. "Arschloch..." knurrte sie und blickte zu den anderen, die aufgeschreckt waren und nun mit gezogenen Waffen vor ihr standen. Auf Astrid's Gesicht konnte man sehen, wie sie langsam auflächelte.

"Ihr wollt also wirklich versuchen zu Kämpfen?" fragte sie und grinste durch die Runde. Nur 3 der 5 konnten gerade so aufrecht stehen. Die anderen beiden kippten immer wieder fast zu Boden. "Ich bitte euch..." sie hatte noch nicht einmal etwas beleidigendes sagen können, da lief einer der Aufrechtstehenden schreiend auf sie zu und hob das Schwert welches er in seiner Hand hielt weit über seinem Kopf und wedelte es wild hin und her. Astrid packte ihr Schwert weg, wich gelangweilt zur Seite und stellte ihm lediglich ein Bein, auf das er das Gleichgewicht verlor und mit dem Gesicht voraus auf den Boden.
Die Norn lachte auf. Betrunken konnten die sich schlechter bewegen als ein Blinder Grawl. Sie zeigte ihnen an das sie doch kommen sollten und um sie anzugreifen. Erst blickten sie sich an doch dann muss sie wohl Übermut übernommen haben und schon rannten sie genauso bescheuert wie der erste auf die Norn los.

Während sie zweien der Trunkenbolden in die Magengegend schlug und diese zu Boden sanken, versuchte ein anderer ihr das Schwert durch den Arm zu stoßen. Noch rechtzeitig zog sie diesen fort, stoß die Klinge des Schwertes mit der Handfläche zur Seite und verpasste diesem Taugenichts einen Tritt in seine geliebten Kobold Klöten. Er schrie in einer Tonlage auf, die sogar für Mädchen zu hoch gewesen wäre und sackte zusammen. Doch wo blieb der Vierte? Sie drehte sich um und da war es auch schon geschehen - Der Sohn eines Dolyaks rammte ihr das Schwert in die linke Schulter. Sie schrie auf und zog ihr Schwert erneut und sebelte dem Bastard mit viel Druck den Kopf ab. "Du... Elendiger Hundesohn..." schaubte sie und schmiss das Schwert weg.

Sie packte sich an die Schulter und drückte die Blutende Wunde. Astrid blickte sich um und griff zu einem herumliegenden grauem Tuch. Sie band es sich fest um ihre Schulter und stöhnte dabei schmerzhaft auf. Während die anderen 4 Banditen unfähig waren wieder aufzustehen durchsuchte sie alle Zelte nach ihrem Schwert. Als sie es endlich fand hob sie es an und starrte mit ihrem Schwert in der Hand zu denen am Boden liegenden Narren. Ihr blick richtete sich auf den Abgetrennten Kopf und dann verließ sie dieses kleine Lager mit starken Schmerzen in der Schulter.

Als sie endlich wieder im Dorf angekommen war, ging ihr weg direkt zu einem Bekannten in der Stadt. Dort ist Astrid für die Zeit des Turnieres untergekommen. Sie ließ sich von ihm die Wunde provisorisch verarzten und versuchte dann noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.


Astrid wurde am nächsten Morgen von lautem gejubel und freuden Geschrei geweckt. Offensichtlich hat sie das Turnier verschlafen. Doch das sollte ihr egal sein. So wichtig war es ihr immerhin nicht mehr. Sie machte sich fertig. Sie nahm ihr Schwert und ging in Richtung des Gasthauses. Ihre Schulter schmerzte noch immer doch wenigstens Blutete es dank ihres Bekannten nicht mehr. Ein Weiß-Gräulicher Verband versteckte die hässliche Narbe. Aber sie konnte ihren linken Arm bewegen, dies zwar unter schmerzen - aber bewegen.

Am Gasthaus angekommen stellte sie ihr großes Schwert vor Floki, welcher schon da stand und wartete, ab. "Tag" sagte die Norn kurz und knapp als Begrüßung und schaute ihn an. " 'tschuldige wegen der Verspätung, hab etwas Schlaf nachgeholt." ergänzte sie freundlicher und fuhr sich mit ihrer Hand durch ihre langen Blonden Haare.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Floki Tyrson am Sa 04 Aug 2018, 23:42

Floki stieß einen bewundernden Pfiff aus als er das Schwert von Astrid sah, das war schon eine ganz andere Marke das musste der Skelliger zugeben und jetzt wollte er sich mit der Norn noch weniger als vorher anlegen. "Kein Problem.", erwiederte der Skelliger mit seinem üblichen Grinsen. "Wir sollten uns aber etwas beeilen.", fügte er etwas ernster hinzu.

Während sie die Stadt verließen. "Du hast dich verletzt.", erwiederte der Nordmann und das war weniger eine Frage als eine Feststellung als er Astrid nebenbei so musterte. Der Verband war ihm sofort aufgefallen als sie ihn am Gasthaus getroffen hatte. "Wer hat dir eigentlich diese Wunde zugefügt?", fragte Floki und drängelte sich mit Astrid auf der Hauptstraße entlang zum Tor.

Sein Ziel war ein eher abgelegender Platz am Strand. Er hatte die Wollkapuze übergezogen und ließ sich mit der Menge gemütlich zum Tor hinausschieben. Jetzt da das Tunier endlich vorbei war, fingen auch die anderen an den Ort zu verlassen. Die Straße selbst war ziemlich staubig von der Hitze und sie folgten dieser einige Zeit lang. "Hoffen wir das die anderen noch nicht weg sind.", kicherte Floki und ging mit ihr einen schmalen Landweg zwischen dem hohen Gras entlang der direkt an den Strand führte.

In der Ferne konnte man bereits 4 Schiffe erkennen. Um die Schiffe herum hatte man kleine Holzpalisaden errichtet mit kleinen Holzspießen die Angreifer abhalten sollten das Lager zu stürmen. Die Drachenboote selbst hatte man an Land gezogen aber man konnte bereits erkennen dass man sie zur Abfahrt bereit machte. "Da ist es.", sagte der Skelliger und zeigte auf das Lager.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Astrid am Sa 04 Aug 2018, 23:57

"Als ich mir mein Schwert wiedergeholt habe, hat mir einer dieser Jotunpissern sein Schwert in die Schulter gerammt. Dreck verdammter..." knurrte sie wieder etwas verärgerter und folgte Floki.
Als man die Schiffe erkannte, staunte die Norn nicht schlecht. "Das ist also euer Lager." stellte sie fest während sie immer näher kamen. "Wie viele seid ihr denn? Und warum warst nur du in der Stadt?" fragte sie ihn.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Floki Tyrson am So 05 Aug 2018, 00:15

Floki kicherte als er das Wort Jotunpisser hörte. Es war fast schon kindlich, allerdings lachte und kicherte er ja über so ziemlich alles was Skelliger so vernahm. "Wir sind 30 Stück und ich bin aus dem Grund als einziger in die Stadt weil ich unscheinbarer wirke als die anderen. Vielleicht hätte man Lathgertha auch schicken können. Aber man entschied sich letztlich für mich.", grinste Floki breit und strich sich mit seiner rechten Hand über den Bart.

Als sie das Lager erreichten, standen bereits 4 Skelliger mit Schwertern an einer Öffnung zwischen den Palisaden. Er ging an ihnen vorbei, doch der Norn versperrten sie den Weg. "Keine Sorge Jungs sie gehört zu mir.", grinste Floki breit und machte eine wischende Handbewegung. Die Männer sahen ihn etwas skeptisch an und ließen Astrid schließlich passieren. "Als erstes solltest du dich dem Jarl vorstellen. Der Jarl ist unser Anführer also solltest du ihm mit entsprechenden Respekt entgegentreten.", erklärte Floki nebenbei und lief mit ihr in die Richtung des größten Schiffes.

Die Schiffe waren im halbkreis aufgestellt worden, ebenso die Palisaden was einen Angriff ziemlich schwer macht da man ziemlich gut erkennen konnte von welcher Seite der Feind kommen konnte. vor dem größten Drachenboot hatte man ein Lagerfeuer errichtet an dem 7 Männer saßen und eine blonde Frau stand eher abseits von den anderen und hatte sich ans Schiff mit verschränkten Armen gelehnt.

Floki rief laut kichernd: "Ich bin wieder da!!!!" Von den Männern wurde er warmherzig begrüßt und umarmt. Man klopfte sich auf die Schulter als Zeichen der Begrüßung. Bei manchen legte man die Hand auf den Hinterkopf des anderen und drückte die Stirn gegen die des anderen. Was wohl als ein Zeichen guter Freundschaft war. Dann stellte er sich vor einem Mann mit einer prunkvollen Lederrüstung. Der lederne Helm hatte eine kettenhaube die das Gesicht fast vollständig verdeckte. Nachdem der Mann genickt hatte, kletterte Floki am Bug hoch und setzte sich mit einem lächeln auf den Drachenkopf des Schiffs. Er war gespannt wie Astrid sich wohl verhalten würde.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Stellan Skarsgard am Do 09 Aug 2018, 16:26

Während Astrid noch damit beschäftigt war die Lage auszukundschaften und herauszufinden wer denn nun hier der Jarl war, von dem Floki gesprochen hatte, trat aus einer der Seiten Stellan hervor. Bereits gestern war der blonde Skelliger mit seinem Entertrupp von seiner fast 4 Monatigen Spähermission aus dem Süden zurückgekehrt und hier zurück ins improvisierte Lager gekommen.

"Du kommst wie immer zu Spät, Floki.", brummte Stellan dann bedrohlich los. Doch seinem so oft kichernden Freund konnte er wohl nichts lange vormachen, denn es schien offensichtlich das sich Stellan freute. Auch wenn die beiden verschiedener kaum sein könnten, der eine Schrill und verrückt, der andere leise und nachdenklich, waren die beiden fast wie Brüder. Weshalb auch diese beiden Kerle sich den für Skelligemänner üblichen Gruß entgegenbrachten und ihre Stirne aneinander drückten.

"Es tut gut dich zu sehen, auch wenn mir scheint, dass dich dieses 'Toussaint' ein wenig Weich gemacht hat. Wie geht es dir?"
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Floki Tyrson am Do 09 Aug 2018, 20:30

Floki kratzte sich etwas an der Wange und blickte hier und dort hin während er sprach: "Mir könnte es nicht besser gehen, magere Ausbeute muss ich aber zugeben. Aber es tut gut dich zu sehen Stellan, was hat sich bei deiner Spähermission so ergeben?"

Dann sprach er etwas leiser. "Dieses Dorf, frag mich nicht mehr wie es heißt. Auf jedenfall war da ein Tunier. Im Herbst wäre es für einen überfall besser herzukommen. Da sind nicht so viele Wachen da und wir hätten leichtes Spiel. Vielleicht sollten wir das beim nächsten Ting einmal vorbringen. Scheint ne menge Silber und andere wertvolle Dinge hier zu geben.", kicherte Floki leise und sah dabei etwas unauffällig zu Astrid rüber.
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Re: Das Ritterturnier von Toussaint

Beitrag von Stellan Skarsgard am Do 09 Aug 2018, 22:39

"Hm, Ja. Toussaint ist besser geeignet da muss ich dir zustimmen. Über meine Erkenntnisse von der Mission sprechen wir am besten direkt mit Lathgertha. Es gibt da einige...'interessante' Dinge zu erzählen. Aber das machen wir am besten Zuhause an unseren Herden und nicht in diesen von Wein, Weib und Gesang eingeschläferten Stall.", begann der Blonde ebenfalls etwas leiser zu erklären bevor auch sein Blick zur Norn viel: "...wo wir gerade bei Schlafen sind: Wen hast du uns denn da schönes mitgebracht? Ist das eine Norn? Ein wahres.... Prachtstück."
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