Die Festung des 'Weißen Mantels'

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Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Suchender Nekromant am Do 03 Mai 2018, 23:24

Der Nekromant lief nervös auf und ab. Irgendetwas im Gefüge dieser Konstellation konnte nicht stimmen. Immer wieder rieb er sich an seinem Kinn oder tippte nervös auf seiner linken Wange herum. Der Zauber hätte genau so von statten gehen sollen wie im Buch beschrieben. Die Sternenkonstellation war absolut richtig, etwas Blut des toten Spähers vor seinem Füßen in acht verschiedenförmige, kleine Gefäße verteilt und seine Augen in etwas blutsteinhaltiges Wasser aus dem See gelegt. Das Portal hätte sich öffnen müssen. Es gab nichts was diese Magie abhalten könnte, es sei denn etwas oder jemand würde das Gefüge durcheinanderbringen. Da er allein im Heiligtum war konnte er Anhänger des Mantels gänzlich ausschließen. Die einzigen fähigen Zauberer in unmittelbarer Nähe wären wohl Kenneth und Rayla gewesen – doch sie waren nicht nah genug um das Portal zu sabotieren, wenn auch ungewollt. Das Grübeln fand ein jähes Ende als er die Präsenz einer Anwesendheit deutlich spüren konnte. Es war eine sehr mächtige Aura, aber nicht die des gewünschten Zieles. Er ballte die Faust – die Wut war ihm wahrscheinlich etwas anzusehen – denn jemand hatte sein Experiment kaputt gemacht. Tagelange Arbeit binnen Sekunden zerstört. Niemand in seinen Reihen würde es wagen solch einen schweren Fehler zu begehen und als sich der Schwarzmagier umdrehte konnte er seinen Augen kaum trauen. Tatsächlich wurde sein Ritual unterbrochen doch damit hatte er nicht gerechnet...
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Vanessa am Fr 04 Mai 2018, 21:23

Schon vor einigen Minuten hatte sich Vanessa in das Versteck des Nekromant teleportiert um ein weiteres 'klärendes' Gespräch zu führen. Der dunkle Lord war jedoch so sehr mit seinem Ritual beschäftigt gewesen das er die Lich erst viel zu spät bemerkte, das kommt eben davon wenn man sich zu sehr in die Arbeit hineinsteigert.
Die Festung des Mantels und insbesondere das Heiligtum seines Anführers hatte sich stark verändert, es sah nicht länger aus wie aus Vanessa's Erinnerung. Irgendwie fehlten die Blutsteinsplitter, die überall verstreut herumlagen, jemand hatte sich wohl endlich die mühe gemacht sie aufzuräumen aber trotzdem schien es unordentlich. Der Nekromant hielt wohl nicht viel von 'Ordnung' weshalb auf den Tischen und Regalen sämtliche Zauberbücher wild durcheinander lagen - zumindest nach Meinung der Lich.

Das ganz vorsichtige Grinsen, welches in ihren Lippen verankert war als der Nekromant sie ENDLICH bemerkt hatte verriet dem Lord wohl, dass das gescheiterte Ritual kein Zufall, sondern Absicht war. Sozusagen als kleines 'Dankeschön' für vertane Chancen in der Vergangenheit. Mal ganz abgesehen davon das die Lich das tiefe Bedürfnis hatte sich für die damals nicht entgegengebrachte Hilfe zumindest ein kleines bisschen zu rächen wollte sie die VOLLE Aufmerksamkeit des Nekromanten. Und die hatte sie jetzt wohl.
Ihre Kapuze hatte die Magierin bereits heruntergenommen, denn im Gegensatz zu Evanders Schiff gab es hier keinen Grund sich zu verstecken, ganz im Gegenteil. Sie wusste genau das der Nekromant 'Geheimnisse' nicht ausstehen konnte und man ihn auch am besten aus der Reserve lockte wenn er wütend war - die Perfekte Möglichkeit ein ehrliches Gespräch mit dem Mann zu führen!

"Wie es aussieht hast du Probleme. Brauchst du Hilfe?", stichelte sie dann los. Vanessa war sehr gespannt darauf wie der Nekromant nach all' den Jahren reagieren würde.
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Suchender Nekromant am Fr 04 Mai 2018, 21:40

Sechzehn Jahre lang hatte er Ruhe gehabt vor rachelüsternen Weibern, rothaarigen Nervensägen und schwächeren Hälften. Sechzehn wundervolle Jahre des Studienrens und Verfeinerns und plötzlich stand die ihm sehr wohl in Erinnerung gebliebene Vanessa vor ihm - störte ihn bei seiner Arbeit und tat auch noch so als wäre das geplant. Der Nekromant konnte die dunkle Energie an ihr spüren, die sie am Leben hielt und wusste das dieses Gespräch länger dauern würde. Immer noch wütend lag er sein Zauberbuch auf den Beistelltisch und widmete sich nun seiner Gegenüber. Zunächst hatte er noch keinen Ton sagen können, in ihm selbst kamen vielerlei Fragen auf - verständlicherweise über die Rückkehr der Lich.

Das war zumindest das letzte was der Schwarzmagier mitbekommen hatte. Wie sie eine untote Armee von Charr auf Götterfels hetzte und sich mit den größten Pappnasen von Tyria ein großartiges Showdown in den Zittergipfeln lieferte. Leider waren ihre Sinne zu diesem Zeitpunkt durch die ganze Phylakterium-Geschichte so getrübt gewesen das es nutzlos war. So viel verschwendete Macht. Der Nekromant lächelte nun.

"Du bist also zurück gekehrt? Mhm...was verschafft mir die Ehre nach sechzehn Jahren Ruhe? Hast du so lange gebraucht deine Kräfte zu regenerieren, die dir geraubt wurden, immer und immer wieder? Die viel wichtigere Frage, bevor wir uns überhaupt unterhalten: Bist du...du selbst oder hat man wieder von dir Besitz ergriffen? Ich bin gerne gut informiert, wie du dich sicher zu erinnern wagen wirst..", lächelte der Nekromant nun und trat einige Schritte näher an die Lich heran. Ja. Die schwarze Magie in ihr loderte - aber nur leicht - sie war zu schwach für einen Kampf, so viel stand von vornherein fest. Ein Gespräch war wohl alles was sich die Blondine zutrauen würde.
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Vanessa am Fr 04 Mai 2018, 22:13

"Ich erinnere mich an deutlich mehr als dir vielleicht bewusst ist. Dir jetzt zu sagen ich wäre 'Ich' hätte wohl kein Gewicht, dafür bist du viel zu Misstrauisch. Du wirst selbst merken ob ich es bin oder jemand anderes, da bin ich mir sicher. Vermutlich hast du's schon und stellst die Frage nur um mich zu testen, hab' ich Recht? Aber um diesen nervtötendem Geplänkel einen Riegel vorzuschieben sage ich dir: 'Ich bin es.' Zufrieden?", begann Vanessa die wichtigste aller Fragen zu beantworten während sie ihre Hände hinter dem Rücken verschränkte.

Der Nekromant schien sich nicht provozieren zu lassen und lächelte stattdessen, vermutlich hatte sich nicht nur seine Festungseinrichtung in den Jahren verändert. Mit zunehmender Dauer wurde der Lich klar das sie deutlich mehr verpasst hatte als ihr Lieb war. Ein schlechtes Gefühl.

"Ich bin hier weil ich ebenfalls gerne 'gut informiert bin'. Du schuldest mir ein paar Antworten wegen damals. Wir hatten eine Vereinbarung: Du unterstützt mich auf dem Thron und im Gegenzug öffne ich dir Tür und Tor im Kaiserreich für den Mantel. Wo war dein Teil dieser Abmachung als Lilith mich Vierteilen ließ, hm?!
Das würde mich überhaupt interessieren: Wo war der 'große dunkle Lord' die ganze Zeit während der Magierkriege!? Hast du dich da auch in deiner Festung versteckt?"


Es sah wohl so aus als wäre Vanessa diejenige die sich bei diesem Gespräch echauffieren würde und langsam an Lautstärke zunahm.
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Suchender Nekromant am Fr 04 Mai 2018, 22:40

Abermals lächelte der Nekromant. Natürlich war sie zurückgekehrt um zu verurteilen? Das sah' Vanessa zum ersten Mal in diesem Gespräch wirklich ähnlich. Zum hundertsten Mal wurde sie vom Leben hintergangen und suchte immer noch - wie schon damals - nach dem großen Warum. Warum wurde sie verlassen? Warum hintergangen? Warum stirbt jeder schließlich für sich allein? Es war amüsant zu sehen wie die große Zauberin Vanessa sich mit so einem Unsinn beschäftigte - sogar über dem Tode hinaus.

"Du enttäuschst mich. Aber genau das ist auch die Antwort, die du vielleicht hören willst. Du bist die lebendige Enttäuschung. Das warst du im Grunde schon damals, als du bei Tom deine Ausbildung begonnen hast. Du hast dich stets von deinen Gefühlen leiten lassen. Selbst jetzt. Du bist gestorben. Mehrmals. Und dennoch willst du deinen Gefühlen freien Lauf lassen und suchst nach Antworten, ja sogar nach Verbündeten. Du willst uns suchen, sehen wer dir nahe steht und stand. Du willst wissen wer sich erinnert - wer dich vermisst hat...nicht wahr?", der Nekromant unterbrach kurz und ließ seine Worte etwas wirken. Vanessa starrte ihn immer noch an - suchend nach den Antworten.

"Du warst eine der mächtigsten und talentiertesten Zauberinnen von Tyria - hast nur leider immer die falschen Entscheidungen getroffen. Das ist auch der Grund warum du schon vor vielen, vielen Jahren gebrochen wurdest. Warum du dich immer wieder in den sicheren Tod begeben musstest...deine Zeit als Kaiserin war schon verurteilt bevor sie überhaupt begann. Ich dachte damals du hättest dich seit deiner Ausbildung verändert - leider warst du letztlich nur ein Werkzeug für eine höhere Macht. Und nun? Kehrst du als Schatten deinerselbst zurück und wagst es immer noch deinen Gefühlen hinterher zu eifern..?"

Der Nekromant schüttelte nun beschämt mit dem Kopf.
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Vanessa am Sa 05 Mai 2018, 00:24

Vanessa stieg die Zornesröte ins Gesicht: Wie konnte dieser eingebildete Idiot nur behaupten sie zu kennen?! Sie zu belehren als wäre sie ein kleines Kind?! Er sitzt hier, ALL DIE ZEIT auf seinen beknackten BLUTSTEINEN und dann SOWAS?!?!
Gerade als sie ihre Faust ballen wollte wurde es der Magierin schlagartig klar, bevor sie noch etwas Dummes getan hätte. Eigentlich war sie es die den Nekromanten aus der Reserve locken wollte und nun war das Gegenteil geschehen, großartig.

Der Mann hatte ihr den Spiegel vorgehalten und das ziemlich deutlich. Ihr eben noch aufgebauter Zorn ließ wieder nach, schließlich hatte er Recht. Sie wollte es nicht hören oder gar wahr haben aber an den Worten des Nekromanten könnte so einiges dran sein. Es wurde also einen Moment still zwischen den beiden während Vanessa diese Erkenntnis durch den Kopf ging.
Streng genommen hatte er ihr gerade genau das geliefert was sie gesucht hatte: Klarheit. Natürlich war das ganze nur eine Seite der Medaille aber eine die Vanessa so noch nicht betrachtet hatte. Der Nekromant hatte der Frau einiges zum nachdenken gegeben weshalb es nur einen kurzen Moment dauerte bis sie wieder lächelte. Es war nicht dieses 'nette aller Weltslächeln', sondern fast schon ein bösartiges, vermutlich eines was dem Lord deutlich mehr gefiel.

"....Danke, das war äußerst aufschlussreich.", musste sie dann, wieder bereits mit gesengter Stimme, zugeben. Wie es schien hatte die Lich begriffen und ergänzte noch eine Frage: "Zumindest bist du immer noch so Direkt wie damals aber....arbeitest du auch noch an dieser 'Mursaat'-Sache?"
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Suchender Nekromant am Sa 05 Mai 2018, 00:29

Das Kopfschüttelnd fand ein baldiges Ende als seine Gesprächspartnerin für einen Moment ihre Fassung fallen ließ - offenbar hatte er genau ins Schwarze getroffen, was für ihn weniger überraschend war als für sie. Der Schwarzmagier kehrte nach ihrer letzten Frage zu seinem ursprünglichen Lächeln zurück, fast dasselbe was Vanessa gerade vorher aufgesetzt hatte. Nun wollte sie Informationen über seine Tätigkeiten.

"Du willst wissen was ich tue? Warum sollte ich dir sagen was ich tue? Du glaubst doch nicht das ich mich dir anvertraue - vor allem wenn du nach sechzehn Jahren urplötzlich in meiner Festung stehst? Beantworte doch zunächst meine Fragen: Wer hat dich geschickt und warum bist du wirklich hier? Und komm' mir nicht mit "Ich bin ich" - du hast dich kaum selbst zum Leben erweckt.", erwiderte der Suchende Nekromant kühl.
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Vanessa am Sa 05 Mai 2018, 01:22

"Vielleicht bin ich ja doch nicht so eine große Versagerin wie du dachtest: Ich habe mich 'selbst' zum Leben erweckt und es hat SECHZEHN verfluchte Jahre gedauert!", fing Vanessa dann wieder an und untermauerte ihre Aussage mit einem ziemlich ernsten Ton: "...ich habe 16 Jahre gebraucht diesen hirntoten Grawlen, die meine Überreste gefunden haben, dazu zu bringen mir das zu liefern was ich brauchte. Wenn es dich wirklich interessiert erzähl ich dir irgendwann die Geschichte von 'Orak-Shaka' und seinem Stamm. Aber nicht heute... "

Den Blick den Vanessa dabei hatte machte wohl deutlich, dass ihr das Thema nicht gefiel. Nicht weil es eine Lüge war, sondern weil sie endlich über andere Dinge nachdenken wollte als Grawle und Wiedererweckung, damit hatte sie eindeutig genug Zeit verplempert.

"Also NIEMAND schickt mich! Ich bin heute hier weil ich wissen wollte wer du heute bist, so einfach ist das. Außerdem gäbe es nur zwei Magier in ganz Tyria, die mächtig genug wären mich zurückzuholen: Das wärest dann wohl einmal du und natürlich Tom aber der hat mich schließlich umgebracht. Also muss ich dich enttäuschen: Es gibt keine Verschwörung gegen dich. Ich bin heute nur hier, weil ich es will."
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Suchender Nekromant am Sa 05 Mai 2018, 10:31

Weil ich es will - wieder so ein interessanter Punkt. Der Nekromant glaubte langsam sie wolle sich um Kopf und Kragen reden aber ihre Absichten schienen der Wahrheit zu entsprechen. Zumindest konnte er keinen Grund erkennen warum sie lügen sollte. Die Bedrohungen von vor sechzehn Jahren wurden abgewandt und nun war Vanessa zurück und dabei herauszufinden wie die Fronten standen.

"Interessant. Es gäbe zwei Männer aber keinen davon hätte es jemals interessiert dich zurück zu holen. Wie stehst du zu deinen Schandtaten von damals? Bereust du etwas? Oder lässt es dich kalt?"
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Vanessa am Sa 05 Mai 2018, 18:51

"Damals dachte ich das richtige zu tun. Tyria in einem magischen Überwesen zu vereinigen und mich an all' denen zu Rächen die mich damals ermordet haben, oder wollten, schien ein schöner Gedanke.", fing Vanessa sehr bedächtig an zu erklären, bevor sie eine kurze Pause machte und über ihre nächsten Worte nachdachte.

"Und dieser Gedanke, dieser kleine Funke wurde von jemandem ausgenutzt der weitaus mächtiger war als Du, ich, Tom oder irgendein Gott. Wenn du einmal in Verbindung mit den Reapern stehst hast du keine Wahl mehr. Sie drehen solange alles in dir um bis es passt wie sie es wollen, bis du ein anderer Mensch bist. Es gibt also keinen Grund zu bereuen - weil 'ich' es nicht war.
Die Antwort auf die Frage, ob es mich kalt lässt, ist aber deutlich schwieriger..."


Erneut musste die Lich eine Pause machen, es jemandem zu erklären der weder dabei, noch so etwas jemals empfunden hat war schwierig. Sie ging bedächtig zum Ritualplatz des Nekromanten um diesen genauer zu begutachten.
Vanessa erkannte sofort das der Nekromant etwas beschwören wollte, die Frage war nur was? Ganz sicher keinen Engel - soviel war klar. Die Schüsseln mit Blut ließen auf Nekromantie schließen, genauso wie das etwas unförmige Pentagramm. Ein solch besonderes Zeichen hatte die Magierin noch nicht gesehen, zu schade also das sie nicht danach fragen konnte, da sie genau wusste, der dunkle Lord würde nicht antworten - noch nicht.

"Ich glaube es lässt mich Kalt.... zumindest punktuell. Schade um die Charrs ist es auf jeden fall nicht, wenn du mich fragst. Genauso wenig wie um die Menschen die bei dem Angriff ums Leben kamen.....oder den Plünderungen, oder den Ausschreitungen, oder den Unruhen....", während ihrer kleinen Aufzählung neigte die Lich den Kopf als würde sie über etwas anderes nachdenken als dem was sie eigentlich sagte, denn ihr blick war weiter beim Pentagramm. Viel mehr 'Kälte' hätte sie wohl kaum demonstrieren können, ob das Absicht war?
"... Kalt lässt es mich aber nicht das heute eine Arischpack-Kaiserin auf dem Thron sitzt und ihr Magie feindliches Gesocks durch das Reich marschiert wie Helden. Aber wie du schon sagtest.....ich bin ein 'wenig Emtoionaler' was solche Dinge angeht.
Was mich zu der Frage bringt ob dich so etwas kalt lässt? Meiner Meinung nach würde dir eine Portion 'gerechten Zornes' gut zu Gesicht stehen."
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Suchender Nekromant am Sa 05 Mai 2018, 19:05

"Die Reaper sind Geschichte. Die hoffnungsvolle Aufopferung der - von allen immer geliebten und verehrten Araja - hatte dieses eine Mal etwas Gutes. Weder die Arischpack-Kaiserin stellt eine Bedrohung für mich da, noch der graue, alte Mann dem ich mein fleischliches Dasein zu verdanken habe. Und du...nun ich denke das du lügst und betrügst um wieder Fuß zu fassen. Natürlich musst du mir sagen das es dich kalt lässt - alles andere würde nur wieder verspottet werden. Ich durchschaue diese Maske allerdings. Du bist nicht vertrauenswürdig. Und warst es damals nicht. Deswegen habe ich dich übrigens nicht unterstützt. Ich wusste irgendetwas an dir ist faul. Sicher. Du konntest nichts dafür aber...es hat dich verändert. Heute noch. Das spüre ich.", antwortete der Nekromant bestimmt und beobachtete die Lich und ihren Gang durch seine Hallen. Ihre Augen waren etwas gefesselt an dem Ritual was sie unterbrochen hatte. Nun konnte er sogar von Glück sprechen das sie es unterbrochen hatte - diese schwarzen Künste zu sehen hätten sie vermutlich schon ein Stück weiter gebracht was Informationen angeht.
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Vanessa am Sa 05 Mai 2018, 21:55

"Natürlich hat es mich verändert. Ich wäre dumm nicht zuzulassen das es mich verändert. Und du bist fahrlässig genug zu behaupten meine 'falsche Maske' und das 'wahre Gesicht' darunter zu erkennen. Du hältst mich gerade eben nicht für Vertrauenswürdig weil ich weiter ein Rätsel für dich bin und das was mich ausmacht weiterhin für dich im Verborgenem bleibt. Dir bleibt nichts anderes übrig als mir zu glauben, was du aber nicht tust."

Vanessa hatte das Gefühl die beiden würden sich im Kreis drehen. Es schien keinen Sinn mehr zu haben mit dem Nekromanten zu diskutieren denn ohne ein Ereignis oder eine Tat würde der Mann sich nicht vom Gegenteil überzeugen lassen. Womöglich würde es diesen Moment irgendwann geben aber nicht heute, nicht hier.
Die Lich drehte sich wieder zu ihrem 'Gastgeber' und ließ den Ritualzirkel hinter sich bevor sie noch eine letzte, kleine Anmerkung machte: "Ich glaube das einzige was ich wirklich bereue ist, dass es zwischen uns nie richtig funktioniert hat."

Mit ihren letzten Worten öffnete die Magierin in gewohnter Manier das Portal und sah nochmal zum Nekromanten, hatte er dem Gespräch noch etwas hinzuzufügen?
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Suchender Nekromant am Sa 05 Mai 2018, 23:48

Für den Nekromanten stand nun lediglich fest das die Meistermagierin versuchte ihr Selbstbewusstsein wieder aufzubauen, in dem sie sich selbst als Rätsel präsentierte. Teilweise stimmten ihre Aussagen zwar mit den Gedankengängen des Schwarzmagiers überein - aber das war längst nicht alles. Ob sie wirklich bereuen würde das es nicht funktioniert hat konnte er nicht wirklich einschätzen, also nahm er das was sie gesagt hatte zunächst schweigend hin. Als sie das Portal öffnete, noch einmal zu ihm sah und offensichtlich auf etwas zu warten schien nickte der Schwarzmagier nur leicht. Er lächelte. Dann schritt sie durch das Portal. Der Nekromant wandte sich von der Stelle ab, an der eben noch die Lich stand. Eine ganze Weile schien ihn das Gespräch noch durch den Kopf zu gehen. Sechzehn Jahre lang war ihm das nicht passiert. Er war sich sicher das sie sich wiedersehen würden - nur unter welchen Umständen war ihm nicht ganz klar. Sicher war nur das sie sich wieder für eine Seite entscheiden würde und ob sie sich dann als Freunde oder Feinde gegenüberstehen würden..? Diese Gedanken jedoch lagen in weiter Ferne, also überließ er den Dingen wohl weiter seinen Lauf...
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Der Weiße Mantel am So 06 Mai 2018, 10:54

"Los jetzt, los!", brüllte Beichtvater Kenneth und machte sich schnellen Schrittes auf in das innere Heiligtum in dem der Suchende Nekromant seine Studien betrieb. Das laute Klappern der Rüstungen war wahrscheinlich in der halben Festung zu hören gewesen und nachdem Kenneth diese Energieladung spüren konnte blieb ihm nichts anderes übrig als mit seinen bewaffneten Rittern in das Heiligtum zu platzen. Zügig begaben sie sich einer nach dem anderen über die Wendeltreppe hinauf in den Ritualraum des Nekromanten und stürmten die Tür. Das was sie vorfanden war irgendwie erschreckend: Der Schwarzmagier - wieder mit einem Buch in der Hand und an einem Ritual arbeitend unterbrach in einer genervten Schockstarre erneut sein Ritual und sah' Kenneth und seine Männer mit einem durchbohrenden Blick an.

"Meister, wir haben starke Magie in diesen Hallen aufgespürt. Irgendjemand hat sich hinein geschlichen!", klärte Kenneth das plötzliche Eintreten der Männer auf.
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Re: Die Festung des 'Weißen Mantels'

Beitrag von Suchender Nekromant am So 06 Mai 2018, 11:13

Gerade hatte sich der Nekromant beruhigen können, seinen Zauber wie gewollt fortfahren und schon konnte er die schnellen Schritte einer handvoll Soldaten hören wie sie die wieder eingekehrte Ruhe des Heiligtums störten. Zweifelsohne war Kenneth einer der mächtigsten Zauberer in dieser Gilde aber gegen die Magie eines Lich' konnte auch er nichts unternehmen. Bis er die Anwesenheit von Vanessa gespürt hatte war sie natürlich schon wieder verschwunden. Wäre der Schwarzmagier in ernsthafter Gefahr gewesen wären die Männer erst lange nach seinem Tod angekommen. Einerseits beeindruckte ihn die nun sichtbare Kontrolle über die Magie, die der Lich offensichtlich trotz ihrer kürzlichen Wiedergeburt schon wieder hatte - andererseits war es eine weitere Enttäuschung - dieses Mal jedoch über seine eigenen Männer.

"Ihr nutzloses Pack...", reagierte der Suchende Nekromant, sichtlich genervt - legte erneut das Buch auf den Beistelltisch und trat näher an die Soldaten und dem Beichtvater heran. "Ihr da. Raus!", zeigte er auf die Soldaten - alle bis auf Kenneth. Der Magier sollte als einziger hier bleiben. Kaum waren die Ritter aus dem Raum getreten schloss sich die Tür mit einem gewaltigen Knallen von allein. Der Nekromant lief zurück, deutlich ins Rauminnere, während Kenneth wie gebannt und wartend auf seiner Stelle stehen blieb.

"Vanessa Vessalius - der Lich der eine entscheidende Wirkung in der Phylakterium-Krise gespielt hat war hier. Natürlich bemerkst du ihre Anwesenheit viel zu spät. Das bedeutet das ihre Macht größer ist als wir wissen. Sie könnte eine Gefahr werden. Nicht nur das sie eine der mächtigsten Zauberinnen in Tyria ist - ich weiß nicht auf welcher Seite sie spielen wird.", erklärte der Nekromant mit einer beunruhigenden Ruhe.

"Wir müssen aus den Schatten treten. Und zwar sofort. Es reicht nicht das wir in Kryta stationiert sind. Wir müssen unsere Mächte ausbauen. Ich möchte das du nach Kryta gehst und etwas für mich herausfindest...", sprach der Nekromant und setzte zu einer etwas längeren Pause an.

Wenn Vanessa nach sechzehn Jahren einfach so wieder auftauchen konnte musste es mehr offene Fragen geben. Die Reaper waren gigantische Überwesen die einen Plan hatten. Einen Plan der niemals schief gehen sollte. Araja - die Entseelte - Vanessa - das war alles ein großer Plan. Noch während des Gespräches mit Vanessa wurde dem Nekromanten schlagartig klar das auch die Schwangerschaft von Chloé kein Zufall war - sicher war es ein Plan der Entseelten die Thronfolge in irgendeiner Form abzusichern. Es gab also immer noch Nachfahren der rothaarigen Schlampe und es konnte kein Zufall sein das sie so viele Monate im Palast versteckt gehalten wurde nur um eine Fehlgeburt zu bekommen. Nein. Ganz sicher gab es ein Kind. Nur wo?

"Die Königin. Chloé Phylakterium. Sie war volle neun Monate hinter den Kulissen. Damals. Vor siebzehn Jahren. Ich bin mir sicher es hat niemals eine Fehlgeburt gegeben. Die Entseelte muss das Kind versteckt haben. Ich bin mir sicher irgendjemand weiß davon. Ich würde ja Alexandras darauf ansetzen aber er ist mir zu weich. Ich möchte das du nach Kryta gehst und herausfindest wo die Thronfolge von Kryta sich aufhält. Ich kann keine weitere Ausgeburt dieser rothaarigen Nervensäge in Tyria gebrauchen. Sicher ist ihre nervige Art mir in die Suppe zu spucken genetisch festgesetzt.", sprach der Nekromant - dieses Mal faustballend.

"Des weiteren möchte ich das Rayla sich auf den Weg macht Josmine Saraziel zu suchen. Ich hörte unlängst von einer Aktivität von ihr in Toussaint. Sie soll dort anfangen zu suchen. Samantha soll in Götterfels bleiben. Gemeinsam mit dir. Offensichtlich traut Chloé ihr, sonst würde sie ihr nicht den Thron anvertrauen in ihrer Abwesenheit. Aber genau wie Alexandras ist sie zu weich für diese wichtigen Aufgaben. Sobald du dich bei Chloé eingeschleimt hast schickst du sie zurück in die Festung.", befahl der Schwarzmagier nun.

"Wie ich bereits sagte: Wir müssen aus den Schatten treten.", ergänzte er nun. Als er Vanessa sagte das es keine Bedrohungen für ihn in Tyria gab hatte er sich geirrt. Offensichtlich gab es mehr als eine. "Die Zeit des Versteckspiel ist nun vorbei. Bei jeder wichtigen Information ist mir sofort Bericht zu erstatten."

Kenneth nickte, lächelte sehr leicht und trat nun einen Schritt zurück. Der Nekromant erwiderte das Nicken, griff zu seinem Buch und sah' kurz noch einmal Kenneth hinterher, der den Raum zügig verließ, die Tür schloss und sich auf dem Weg machte.
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