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Beitrag von Der Erzähler am Do 31 Mai 2018, 04:03

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"Herz aus Stein"

Beitrag von Vanessa am Do 31 Mai 2018, 04:08

Es war spät geworden, der Mond war bereits vor Stunden aufgegangen und erhellte den nebligen Garten mit seinem seichten Licht. Es war ein anstrengender Tag gewesen für Vanessa. Zuerst der lange Marsch durch die verschneiten Gipfel zu einer alten Ruine die sie einst ihr Zuhause nannte, dann durch eine Illusion hindurch bis hin zu ihrer alten Liebe Tom Di Laurentis.
Umso mehr sie über das Gespräch mit dem Magier nachdachte desto klarer wurde ihr wohl langsam das es eine 'neue' gemeinsame Zukunft niemals geben würde. Denn auch wenn Tom es der Lich nicht direkt sagte, hatte sie ihn Verstanden. 'Wäre es nicht besser Tot zu bleiben und in Frieden zu Ruhen?', es war damit wohl eindeutig das der Erzmagier nichts länger mit Vanessa zu tun haben wollte und nur seine Höflichkeit hatte ihn daran gehindert seine ehemalige Freundin hochkant aus seiner neuen Schule zu werfen. Tom hatte sich ein neues Leben geschaffen, ein Leben ohne Vanessa, dass war der Lich klar geworden.
Den Wunsch der Magierin ein Portal nach Sheamor zu öffnen war Tom aber gefolgt, nicht zuletzt weil er sie wohl wieder loswerden wollte – Irgendwie. Zumindest war es das was Vanessa glaubte.
Und auch Sheamor hatte sich verändert, hier jedoch konnte die Magierin es nachvollziehen. Als sie das letzte mal an diesen Ort kam war sie als Feind gekommen. Gemeinsam mit ihren Untoten Charrhorden hatte sie dieses Dorf dem Erdboden gleich gemacht, Kollateralschaden beim Angriff auf Götterfels sozusagen.
Nur für den Bruchteil einer Sekunde empfand Vanessa etwas wie Reue für ihre Taten vor 16 Jahren und ging weiter zielstrebig in Richtung des großen Friedhofs.
"Alt-Sheamor' wurde er von den neu angereisten hier genannt, so gigantisch war der Friedhof welcher nicht unweit der Götterfelser Mauern zu finden war. Nur ein kleines Wäldchen und einige schroffe Klippen lagen zwischen den Steinen welche die Stadt beschützten und den Steinen die die Toten ehrten.
Während die Nekromantin dann das eiserne Gatter des Friedhofs öffnete komplettierte sein Quietschen die Szenearie eines unheimlichen und verlassenen, vielleicht sogar verfluchten Ortes.

Vanessa war hier um eine letzte Frage zu klären, die Frage ihrer Herkunft. Schon ihr ganzes Leben hatte sie das Gefühl etwas würde nicht stimmen. Es war nicht nur das sie weder Haarfarbe oder Aussehen mit den Vessalius teilte, Nein: der Hauptgrund war ihre Magie. Weder Vanessas Bruder noch Vater oder Mutter hatten magische Kraft in sich, keiner von ihnen.
Die meiste Zeit hatte Vanessa dies nicht hinterfragt, wieso auch? Sie hatte mit ihrer Kindheit abgeschlossen. Doch es war etwas was während der Konvergenz geschehen war, etwas das Souverin der Lich zugeflüsterte hatte, etwas das die Magierin nun ernsthaft zweifel lies.
Seitdem sie wiedererweckt wurde war Vanessa in eine Sinnkrise gefallen – Was war sie? Wer ist sie?
Der Nekromant, Evander und Tom konnten ihre keine echten Antworten geben also trieb die Verzweiflung die Magierin nun zu ihren Wurzeln. Wenn sie nur erfahren würde wer ihre Ahnen waren würde sie vielleicht endlich Gewissheit finden wer sie ist, so hoffte sie.

Bei ihrem 'Spaziergang' durch den dunklen Friedhof hatte sich die Magierin bereits einige Zauber und Rituale im Kopf zurecht gelegt die ihr behilflich sein würden ihre Antworten zu bekommen. Das Wissen über die Zauber war jedoch auch nicht Vanessa's Problem, sondern die nötige Kraft dafür aufzubringen. Die Lich war noch immer viel zu Schwach und hätte wohl Mühe und Not überhaupt eine kleine Flamme zwischen den Fingerspitzen zu erzeugen, geschweige denn, einen bereits seid vielen, vielen Jahren Verstorbenen von den Toten zu holen.
Aber die Magierin wusste welcher 'Fluch' auf ihr lag, welche Bürden er mit sich brachte aber auch welche Vorteile. Und wo gab es mehr Opfer für ihren Schmaus als auf einem Friedhof?
In der Hoffnung also auch in der Familiengruft der Vessalius passende Probanden zu finden war die Magierin zielstrebig zu dem kleinem Mausoleum gegangen.
Das von Ranken und Gestrüpp überwucherter Gebäude war seid vielen Jahren nicht gepflegt worden. Da sowohl Vanessa als auch Evander nichts mit den hier ruhenden zu tun haben wollten gab es wohl sonst niemanden mehr aus dieser Familie der sich um die Grabstätte kümmern würde.
Die Tür zum Gemäuer war nicht abgesperrt, so wie es Evander gesagt hatte und für einen kurzen Moment musste Vanessas lächeln, endlich schien mal etwas gut für sie zu laufen. Vorsichtig ging die noch immer schwarz bekuttete Magierin dann also hinab ins dunkle Grab.
Die Luft war stickig und voller Staub während der Geruch verfallenden Leichtentuchs durch den schmalen Gang waberte. Zwischen den vielen Särgen links und recht, aufgestapelt zu mehreren Schichten schlich sich Vanessas also hindurch bis zur letzten, hintersten Kammer.
Evander hatte nicht gelogen als er sagte er hätte seinen Vater 'lieblos' in einen Sarkophag geworfen. Eines der mittlerweile skelettierten Beine ragte seitlich über den Stein und nicht einmal der Deckel des Grabes war verschlossen worden.
Die Lich trat dann näher heran und sah dem Toten direkt in seine hohlen, schwarzen Augenhöhlen:
"Hallo, 'Vater'."

Vanessa's Aussprache war mehr als nur ein wenig abfällig gewesen aber trotzdem war ihr wieder ein kurzes grinsen über die Lippen gehuscht, denn der Gedanke den Alten nach seinem Tot noch einmal eins auszuwischen erfreute sie. Doch bevor sie mit dem Ritual beginnen konnte brauchte sie Kraft.
Die Magierin nahm also wieder ihre Kapuze herunter, krempelte sich die Ärmel hoch und machte sich an die Arbeit. Erst voller Elan stürzte sie sich also an den ersten Sarg um diesen aus seinen Einbuchtung in der Wand zu ziehen. Doch schnell musste die Lich feststellen wie sehr sie bereits geschwächt war, denn nur mit letzter Kraft schaffte sie es das hölzerne Menschengefäß herauszuziehen und in den Gang zu befördern.
Zu ihrem Glück war das morsche Holz gebrochen als der Sarg auf den steinernen, alten Boden aufschlug und somit seinen Inhalt Preis gab. Das lächeln und Grinsen welches Vanessas bis vor wenigen Minuten noch hatte war verflogen, denn die Lich würde kein Festmahl erwarten. Die Toten hier waren bereits zum größten teil zerfallen, skelettiert oder mumifiziert. Langsam begann Vanessa zu zweifeln ob diese 'Reste' überhaupt noch etwas in sich trugen was ihr helfen konnte.
Wenig begeistert nahm sie also den ersten Arm in die Hand der sich vom Körper so leicht loslösen lies wie der Flügel eines Schmetterlings und Biss angewiedert in das bereits lang verstorbene Gewebe, denn von Fleisch konnte man hier bereits lange nicht mehr sprechen.
Die halb zersetzten Teile schmeckten nach Abfall, Staub und ...Sand. Eine der einst mächtigsten Zauberinnen Tyrias saß nun, Knochen naggend wie ein Guhl in einem dunklen Mausoleum. In diesem Moment wurde Vanessa klar wie tief sie gesunken war, dass sie sich an einem Ort wie diesen Verstecken musste und das Knochenmehl der Toten nehmen musste wie ein Drogenabhängiger. Für einen kurzen Augenblick fühlte es sich so an als würde alles von vorne beginnen. Sie kam sich vor wie Dreck, wie das aller Letzte.
Aber dennoch schien die Reste der Toten ihren Zweck zu erfüllen, denn bereits nach einigen Bissen konnte die Lich ihre Kraft langsam wieder spüren. Nur ein wenig aber es gab der angeschlagenen Magiern wieder einen Funken Hoffnung.

Es dauerte dann noch drei weitere Särge bevor Vanessa soweit war ihr Ritual am Leichnam ihres Ziehvaters zu vollführen und ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen war sie froh nicht weiter an diesem Mumien knabbern zu müssen.
Um ihren Zauber zu unterstützen formte die Magierin mit dem Knochenmehl ein schlichtes Pentagramm um den Sarkophag des ehemaligen Familienoberhaupts. Viel mehr war nicht nötig denn der Rest des Zaubers würde von der Magierin selbst kommen. Vanessa wusste genau das sie noch immer Schwach war und bereitete sich darauf vor den Zauber auf ein Minimum zu reduzieren. Hoffentlich würde bereits ein kurzer Moment des Gespräches mit dem Toten genügen ihre Antworten zu bekommen – sie musste nur die richtige Frage stellen.
Dementsprechend konzentriert beugte sich die Untote über das Gerippe und begann mit ihren Händen den Zauber zu wirken. Nach einigen Augenblicken konnte man dann bereits die düsteren  Wölkchen magischer Energie aus den Fingerspitzen der Zauberin schlängeln sehen die sich zu ihrem Weg zum Ziehvater bahnten. Kurz darauf begannen die Knochen zu zucken wie bei einem Schlaganfall, das Leben kehrte zurück in den längst Verstorbenen. Das komplizierte an diesem Ritual war es nicht dem Gerippe neues Leben einzuhauchen sondern sein altes Bewusstsein wieder zurück zu hohlen und es zurück in den Körper zu zwingen. Nur sehr erfahrene Nekromanten vermögen die Verbindung aus Tyria und den Nebeln stark genug aufrecht zu erhalten um die Seele einer Person dazu zu zwingen. Demnach konnte man an Vanessa erkennen wie viel Kraft sie dieser eine Zauber kostete, denn ihre Hände zitterten ebenfalls – das bisschen Kraft welche sie aus den Toten hier gezogen hatte reichte kaum aus um das Ritual zu bewerkstelligen.
Aber dennoch hatte sie Erfolg, das Bewusstsein des Vaters war zurück in seinem skelettierten Körper und sein Schmerz darüber äußerste sich in einem Mark erschütternden Schrei.
Der Friedhof der bis dato so ruhig im Nebel versunken war erschrak unter dem Lärm und die Krähen auf den alten Eichen flohen rasch davon.
Über den Erfolg ihres Rituals konnte sich die Lich jedoch nicht freuen, denn der Zauber schien ihr bereits jetzt aus den Händen zu gleiten, die Zeit drängte.

"Wer bin ich?"
, fragte sie das Gerippe getrieben.

Der Kieferknochen des Vaters jedoch stammelte nur und schien keine echte Antwort zu geben bevor er dann doch unter klappern einen Satz hervorbrachte: "Meine...Tochter....."

Vom Zorn erfüllt und in der festen Überzeugung vom Toten gerade angelogen worden zu sein packte Vanessa ihren 'Vater' am Hals und riss ihn nach oben während sei ihm wütend entgegen keifte: "Wie LAUTET MEIN NAME?!"

"Vanessa......", begann der Schädel erneut zu jammern während sich sein Körper unter dem Schmerzen des Rituals windete.

"Mein GANZER Name! ANTWORTE!!"

"Vanessa.... Risard", waren die letzten Worte der Knochen bevor diese zu Staub zerfielen und das Ritual beendeten.
Die Lich sackte völlig entkräftet nach vorn und wäre beinahe in den Sarg gefallen wenn sie sich nicht im letzten Moment mit beiden Händen abgestützt hätte. Der Zauber hatte ihr die gesamte Kraft wieder entrissen und sie völlig Machtlos zurückgelassen. Doch wofür? Für einen Namen? Ein einzelnes Wort?
Vanessa war wütend, sie schlug voller Zorn mit ihrer Faust auf den Rand des Sarkophags um etwas Dampf abzulassen. Doch bereits nach einigen Atemzügen schwand die Wut und wich erneut der Verzweiflung. Die Magierin war darauf gefasst wenig zu bekommen und schien trotzdem enttäuscht darauf was sie erfahren hatte. Noch für einige Minuten saß sie auf der Schwelle des Sarges und lies ihren Blick über das 'Schlachtfeld' welches sie in der Grabkammer hinterlassen hatte schweifen. In ihren Augen war die Erschöpfung zu sehen, nicht nur wegen der fehlenden Magie sondern auch wegen der Enttäuschung.
Sie kannte jetzt ihren Namen, ihren wahren Namen. Aber es hatte nichts geändert, die Lich spürte noch immer die selbe Leere in sich wie bereits in den Wochen und Monaten zuvor. Erschöpft lies sie ihren Kopf als nach vorne fallen und entschied sich den Rest der Nacht ebenfalls hier zu verbringen, vielleicht würde der nächste Morgen Besserung bringen.

Vanessa war eine Lich, ein verstorbener Nekromant der durch magische Energie wieder zum Leben erweckt wurde, eine Untote also. In den letzten Stunden der vergangenen Nacht hatte sie also nicht geschlafen sondern stattdessen meditiert und noch einige der letzten Leichenreste verspeist. Mit neuer Kraft im Leib und ausgeruhtem Geist wollte sich die Magierin nicht unterkriegen lassen. Mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen hatte sie 'Alt-Sheamor' verlassen und war in die Stadt aufgebrochen.
Götterfels war eine gigantische Stadt und die Schäden der Phylakteriumschlacht waren bis auf einige Denkmäler nicht mehr wirklich erkennbar. Doch Vanessa war nicht hier um sich die Stadt anzusehen sondern um ihre Familie zu finden. Die Lich hatte die Irrwitzige aber auch zugleich einfache Idee die Behörden nach Risard zu fragen.
Den ganzen Tag hatte sie damit zugetan Formulare auszufüllen, ihre wahre Identität zu vertuschen und irgendwelche Informationen über diesen Namen zu bekommen. Aber Vanessa's Hartnäckigkeit wurde belohnt, nach Stunden der Suche und unzähliger Dokumente hatte sie eine Adresse gefunden. Eine Addresse die sie hierher geführt hatte.
Die schwarze Kapuze wie immer tief ins Gesicht gezogen stand die einst so hübsche Frau vor einem Gebäude am Rande eines kleinen Waldes. Es war der Königinenwald, nur einen längeren Fußmarsch von der Hauptstadt entfernt. Bereits auf dem Weg hierhin konnte sich die Lich denken um was für einen Ort es sich hier handelte: Es war ein Altenheim.
Im Garten neben dem Eingang saßen einige alte, graue Leute und spielten Bingo mit einem der Pfleger während eine kühle Brise die heiße Sommerhitze hinfort wehte. Früher war hier ein Sägewerk gewesen, Unglaublich wie Tyria sich in den 16 Jahren verändert hatte. Beinahe etwas unsicher trat die Magierin dann aber hinein, denn sie war sich sicher hier endlich ihre Antworten zu bekommen – sie spürte es.

Es war ruhig und friedlich an diesem Ort, kein Vergleich zu dem Friedhof an dem Vanessa gestern noch gehaust hatte. Die späte Nachmittagssonne schien durch die Spitzbogenfenster und hüllte das offensichtlich frisch renovierte Gebäude mit seinem angenehmen Licht. 'Chloé-Phylakterium-Stift', stand auf einer kleinen goldenen Tafel direkt neben dem Eingang. Für einen kurzem Moment machte es Vanessa wütend das die Nachkommenschaft dieser rothaarigen Schlampe noch immer ihr Unwesen in Tyria trieb. Denkmäler bauen und Altenheime finanzieren, das sah den Phylakterium's ähnlich: Hauptsache die Leute würden vergessen was 'wirklich' geschehen ist, verdammte Heuchler.
Damit wollte sich die Lich aber heute nicht beschäftigen und stellte sich an die Rezeption wo sie von einem sehr jungen Mann ziemlich furchtsam angestarrte wurde.
Verständlich, denn die Erscheinung der Lich war äußerst Einschüchternd, auch ohne das sie die Kapuze herunter nahm und ihr verderbtes Antlitz enthüllte. Mit ihrer kratzigen, untoten Stimme sagte sie dann den Namen in forderndem Ton woraufhin der junge Kerl nur verängstigt in Richtung des Flures zeigte: "Zimmer 11....mein..äh, Dame?"
Ohne noch etwas zu sagen ging Vanessa dann zielstrebig auf das Zimmer zu. Das ihr das Einschüchtern und Erschrecken von anderer mittlerweile Freude bereitete hatte sie bereits bei Evander zu Hause und ihrer kleinen 'Spieluhr-Nummer' gemerkt.
Doch nun stand sie vor der Tür von Zimmer elf und sie wurde nervös: Was würde sie dahinter vorfinden? Vanessa hatte sich keine Illusionen gemacht eine intakte, funktionierende Familie zu finden aber zumindest ihre Antworten. Antworten mit denen sie Leben konnte. Beinahe etwas schüchtern also trat sie langsam in das Zimmer hinein.
Der Raum hatte ein einzelnes großes Fenster, direkt mit Blick auf den nahen Stausee und die Turmspitzen von Götterfels. Ein kleines Windspiel ertönte als ein weiterer Luftzug durch das halb geöffnete Fenster wehte und auch die frischen Blumen auf dem Nachttischchen neben dem Bett zum wackeln brachte. Auf dem Bett lag ein alter Mann, schlafend und allein und sein graues Haar ruhte sanft im flauschigen Kissen.
War dieser alte Mann alles gewesen was von Vanessa's Herkunft übrig geblieben war? Ehrfürchtig und auch ein wenig erschrocken verschloss die Lich leise die Tür hinter sich und blickte auf die Andenken des Alten die im Raum verteilt waren. Auf einem kleinem, nur mittelmäßig gemalten Bild war eine Familie zu sehen: Mutter, Vater, Sohn – alle Blond. Direkt neben dem Kopf des Herren stand ein eingerahmtes Diplom für Angewante Zauberei. Vanessa war erschrocken, beinahe schockiert. Alles passte zusammen, für einen kurzen Augenblick hatte sie das Gefühl den Ort gefunden zu haben den sie seid ihrer Rückkehr gesucht hatte. Zum ersten mal spürte sie etwas wie Zufriedenheit und das Gefühl ihr Ziel erreicht zu haben. Vorsichtig und hoffnungsvoll lächelnd zog sie sich leise den Stuhl von der Zimmerecke zum Bett um sich neben den Mann zu setzten. War dies ihr wahrer Vater, Onkel oder gar ein Bruder?
Vanessa gingen Millionen solcher Fragen gerade durch den Kopf und sie wusste dieser Mann würde sie ihr beantworten. Doch es war ihre Euphorie welche die Lich haben blind werden lassen für das offensichtlichste, denn ihr Verwandter war alt, krank und Schwach. Auch ohne das man ein Nekromant war konnte ein jeder erkennen das diesem Menschen nicht mehr viel Zeit gegeben war.

Um dann die Aufmerksmkeit des Herren zu bekommen nahm Vanessa ganz sachte seine Hand zwischen die ihren und fixierte den Blick auf den schlafenden. Durch die Berührung erweckt öffneten sich langsam und verschlafen die Augen des Mannes. Bereits nach einem kurzen Moment erschrak der Alte beim Anblick seines Gastes, denn in seinen Augen saß wohl der Tot persönlich neben seinem Bett. Die panisch aufgerissenen Augen und das wegzucken seiner Hand wurden nur noch torpediert durch den Schock den er erlitt.
Vanessa welche die Reaktion in diesem Augenblick nicht nachvollziehen konnte versuchte zu beruhigen und sprach möglichst einfühlsam auf den Herren ein doch es war zu spät. Das alte Herz des Mannes hatte aufgehört zu schlagen, zu groß der Schreck – zu lange das Leben.
Der Blick des Alten war nun leer, seine Muskeln wurden schlaff und das Leben entrann dem Körper. Das schlimmste daran für Vanessa war das sie es spüren konnte, wie die Kraft und Magie ihres vermutlich letzten Ahn verwandten schwand. Gerade als sie glaubte das Ziel ihrer Reise erreicht zu haben rinnen ihr die Antworten wie feiner Sand durch die Finger. 'Warum? Warum gerade jetzt?', fragte sich die Lich selbst völlig verzweifelt mit der Leiche beinahe ringend. Er durfte einfach nicht Tot sein – nicht jetzt.
Als es der Magierin dann endlich klar wurde das der Alte Tot war und ihr bewusst wurde das sie für ein erneutes Ritual nicht bereit war begann sie zu weinen. Es war als würde wieder alles um Vanessa herum einstürzen, ein weiteres Leben vernichtet, eine weitere Hoffnung genommen. Ihre Fäuste ballten sich voller Wut und sie riss den Mund auf als wollte sie vor Verzweiflung schreien während sie mit den Zähnen fletschte.

Und so beginnt die Krankheit
Geschwür des Leids
Schmerz des Verlusts
Fieber des Zorns
die Krankheit, die man Bosheit nennt.



An der Rezeption unterdessen hatte sich dem jungen Mann dahinter ein weiterer Pfleger hinzu gesellt. Während eines kleinen Plausches hatten die beiden den neusten Klatsch aus der Stadt miteinander geteilt und über die ein oder andere Anekdote geschmunzelt. Der ruhige Tag im Heim schien sich langsam dem Ende zu nähern.

"Ich bring' Herrn Risard noch seine Medizin und dann mach' ich Schluss für heute!"
, sprach der Pfleger dann freudig und verabschiedete sich noch mit einem winken von seinem Kollegen der ihm hinterher rief: "Nächste Woche wieder Pokerrunde!"
Im Wissen seine Tagesschicht mit dieser letzten Aufgabe zu beenden klopfte der Pfleger dann an Zimmer 11, doch es kam keine Antwort. In der Vermutung der Alte würde noch schlafen betrat der Heimmitarbeiter den Raum und erlitt beinahe den selben Schock wie kurz zuvor noch der alte Mann.
Das ganze Bett und seine nahe Umgebung waren vom Blut des Alten übersät, seine Innereien durch das halbe Zimmer geschleudert. Das schlimmste war aber jedoch das Schmatzen der Nekromantin.

Die Lich beugte über der Leiche ihres Verwandten und riss dem Toten mit den Zähnen das Fleisch von den Knochen.
Der Pfleger viel der Magierin erst auf als dieser vor Schreck das kleine Glasfläschen mit der Medizin fallen lies und dieses klirrend auf dem Boden zerschelte. Als Vanessa dann zu dem Pfleger hinüber sah konnte man bereits den Wahnsinn und den Hass in ihrem Augen erkennen. Nicht nur der alte Mann war gerade gestorben, sondern auch etwas in der Magierin.
Gerade als der Pfleger vor dem Monster fliehen wollte schoss bereits der erste Blitz in seine Richtung. Von dem magischen Geschoss der Lich geradezu an die gegenüberliegen Gangwand genagelt konnte der Arme nur hilflos und kreischend mit ansehen wie das Monster auch ihn auf seine Speiseliste setzte.
Der erste bestialische Biss ging tief in die Schulter, durch Fassern und Fleisch, Adern und Muskeln. Mit jedem malmen der Zähne spührte Vanessa wie das Leben aus ihren Opfer schwand und zurück zu ihr kam. Es war ihr jetzt egal wieviele Sterben mussten, wieviel Leid sie erzeugen musste, bis sie es verstehen würden. Verstehen wie die Magierin sich seid einer Ewigkeit fühlte, nämlich Verlassen. Der Zorn und die Wut hatten sich ihrer bemächtigt und liesen dem Fluch des Untodes freien lauf. Bereits während die Magierin ihr letzten Bissen vom Pfleger nahm war der angegangene Tote aus seine Bett empor gestiegen. Jeglicher Seele beraubt, wie ein Fleischklops torkelte der tote Torso jetzt blutend durch den Flur.
Vanessa reichte es nicht das ihre Opfer Fleisch für hren Organismus waren. Nein, sie sollten unter dem selben Fluch leider wie sie selbst, die selben Qualen erleiden und den selben Schmerz spüren.

Genussvoll und beinahe lächelnd erhob sie sich dann also vom Pfleger dessen toter Körper ebenfalls bereits druch die Nekromantie wieder zu zucken began. Den völlig verschmierten Mund mit den Ärmel abwischend schlendert die Magierin dann zurück zum Eingang.
Die Schreie hatten andere Pfleger auf den Plan gerufen und sie standen dem Monster nun völlig perplex gegenüber. Bevor auch nur einer realisieren konnte welch' Gräuel hier gerade begangen wurden war bereits der erste von ihnen niedergestreckt worden.
Ein fleischliger Dolch durch das Herz, beschworen von der Magierin hatte das Leben des ersten beendet und somit die Panik der anderen heraufbeschworen. Als der junge Mann, der bis vor kurzen noch an der Rezeption saß fliehen wollte und feige in Richtung des Ausgangs lief wurde er von Vanessa abgefangen. Seine Beine zu Stein erstarrt war zu Boden gefallen und versuchte sich nun robend davon zu stehlen, jedoch ohne Erfolg. Denn sein Kollege hatte sich bereist zu einem der Untoten verwandelt und sich über das Fleisch des Lebenden hergemacht.
Während die Lich in der Haupthalle ihr Unwesen gestiftet hatte waren die anderen 'Diener' der Nekromantin nicht untätig geblieben. Aus dem ganzen Haus konnte man die Schmerzensschreie der Alten, Kranken und Schwachen hören wie die Monster ihnen das Leben aus den Körpern rissen. Binnen weniger Minuten hatte sich das friedliche Heim in ein Schlachthaus verwandelt in den bald nur noch der Tot wandelte.
Die wenigen Pfleger und Schwestern die es noch wagten der neu erstarkten Magierin zu trotzen wurden bestraft. Das Blut und die Angst die in diese Minuten erzeugt und vergossen wurden schienen Vanessa beinahe zu erfreuen. Mit dem Tot und jedem Stückchen Leid welches sie verusachte zuckten ihre Mundwinkel kurz zu einem süffigen Lächeln zusammen. Es gefiel ihr. Es war eine genugtuung für sie.

Nach einiger Zeit wurde es dann Still. Die Schreie verstummten und nur noch das lächzen der Knochen- und Fleischberge war in den Gängen zu vernehmen.
Und Vanessa stand noch immer in der Einganshalle des Altenheimes und blickte auf ihre blutigen Hände. Ihre knochigen Finger gewannen zurück an Substanz, denn nicht nur die Magie erhielt wieder einzug in ihrem Körper sondern auch das Leben.
Die Lich sah zur Seite, auf die goldene Tafel mit dem Namen der Königin darauf. Vanessa konnte sich in dem Metal spiegeln, zwar nur ein wenig aber sie konnte ihr Gesicht erkennen. Und zum ersten Mal seid ihrer Rückkehr konnte sie erkenne wer sie war. Sie hatte sich gefunden. Sie hatte ihre Antwort erhalten.
Über diese Erkenntniss musste sie beinahe lachen, ein mit Trauer und Erschöpfung gepartes lächeln ging ihr über das sich langsam regenerierende Gesicht. Die Magierin freute sich darüber das ihre Suche endlich erfolg gehabt hatte doch wurde ihr kleiner Moment des Erfolges von etwas unterbrochen – einem Wimmern.
Wieder vom Zorn gepackt ging Vanessa dem störendem Geräusch nach und schlug die Tür zur Besenkammer nicht unweit von ihr auf. Dahinter kauerte ein Priester. Feige hatte er sich während des Massakers hier versteckt und murmelte unverständliche Gebete in seine gefalteten Hände. Die Magierin hatte sich darauf vorbeitet ihm einen Zauber durch die Augen zu jagen aber von diesem Häufchen Elend ging wohl keine Gefahr aus. Doch gerade als sie den Pfarrer töten wollte kam ihr eine bessere Idee. Die Lich versuchte sich also wieder zu beruhigen und richtetet deshalb beinahe freundlich das Wort an den Herren in der kleinen Kammer:

"Aufstehen, Bitte."

"Weiche von mir böser Teufel! Die Götter werden über dich richten!"
, brabbelte der Priester panisch in Richtung der Magierin, sein kleines Kreuz dabei dem Monster entgegenhaltend.

Bereits hier war aber die schmale Geduld der Lich erschöpft und sie packte den Mann mit einem Zauber, richtete ihn auf und brachte ihn so auf Augenhöhe mit der Frau: "Ich sagte: Bitte!" Dabei brach sie dem Pfaffen mit Telekinese mehrere Knochen und verschnürte seine Lippen mit einem herumliegenden rostigem Draht damit dieser nicht schreien konnte. Noch mehr gekreische konnten ihre Ohren wohl nicht ertragen.
Dann trat Vanessa an ihr Opfer heran und sah ihm tief in die Augen während der Priester mitansehen konnte wie sich das untote Gesicht der Magierin wieder in das der wunderschönen Blondine verwandelte kurz bevor diese das Wort an ihn richtete:

"Sag ihnen ich bin wieder da. Sag ihnen.... der Schrecken von Götterfels ist zurück. B-I-T-T-E?"

Mit feuchten, vor schmerz tränenden Augen hatte der Mann der Götter offensichtlich verstanden und nickte nur hastig um nicht weiteren Folterungen zu erliegen.

"Danke."
, tätschelte die Lich dem Mann dann noch die Wange bevor sie ihre Zauber wieder von ihm löste und ihn zurück in seiner Kammer lies. Früher oder später würden ihn die Wachen hier wohl finden, zwischen all' den Untoten und dem Chaos des Massakers.
Doch irgendetwas fehlte noch, dachte sich Vanessa als sie in Richtung des Ausgangs schlenderte. Eine Art letzte Botschaft für den armen Teufel der dieses Blutbad vorfinden würde. Während die Magierin dann ihren Blick noch einmal zurück schweifen lies hatte sie eine Idee. Sie nahm sich noch einmal etwas von dem beinahe überall herumliegendem Blut und begann etwas damit auf die große leere Wand im Eingansgbereich zu schmieren:

“Timoribus nomen meum – V"

Ein letztes mal lächelte die Mörderin dann als sie ansah wie ihr 'Kunstwerk' durch diese Signatur vervollständigt wurde. Nun konnte sie besten Gewissen diesen Ort verlassen, denn es gab noch viel zu tun für die Lich – schließlich hatte sie gerade ihre neue Bestimmung gefunden.
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Re: Königinnental

Beitrag von Der Schwarzmagier am Do 31 Mai 2018, 12:48

Die Erschütterung die Vanessa hervorbrachte durch ihre starke Magie ging wahrscheinlich allen Schwarzmagiern durch Mark und Bein. So war es auch an diesem Morgen und die Aufgabe war simpel: Bei jeder nekromantischen Aktivität musste sofort nachgeforscht werden. Der Meister würde keine Verzögerung dulden, erst Recht nicht entstanden durch die hiesigen Magierjäger unweit des Altenheimes. Nur wenige Stunden Fußmarsch entfernt befand sich das ehemalige Kloster Eldvin und die selbsternannten Nachfolger der 'Arischpack'. Der Schwarzmagier musste schneller sein als die anderen, gewissenhafter vorgehen und möglichst zügig herausfinden worum es hierbei ging. Die Magie war stark genug gewesen um Angst und Schrecken zu verbreiten aber welcher Mensch oder welches Wesen war dazu in der Lage?

Als er sich dem Altenheim genug näherte wurde ihm sofort Bewusst das er mit Nekromantie völlig richtig war. Ein zufriedenes Lächeln ging dem Schwarzhaarigen nun über die Lippen, denn er wusste das sein Meister zufrieden sein würde. Die magische Fährte die diese Person oder dieses Wesen hinterließ war noch frisch genug um sie zu verfolgen - doch vorher musste das Altenheim erforscht werden. Der Geruch von Tod und Verderben lag in der Luft. Wieder - oder immer noch - zufrieden lächelnd atmete der Schwarzmagier mehrmals tief Ein und Aus. Er konnte spüren das die pure Freude an der Nekromantie diesen einst so ekelhaft glücklichen Ort in dieses Paradies für jeden dunklen Zauberer verwandelt hatte. Im Eingangsbereich waren Worte an eine große Wand geschmiert worden - natürlich mit dem Blut der Toten. Er laß' jene Worte mit einem breiten grinsen und hatte nun zumindest einen Namen. Eigentlich nur einen Buchstaben aber dieser mysteriöse 'V' konnte noch nicht weit sein. Er verließ' das Altenheim mit einem Lächeln und folgte der magischen Fährte von 'V'...
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Re: Königinnental

Beitrag von Vanessa am Do 31 Mai 2018, 22:40

Die Fährte der Lich konnte einfach vom Schwarzmagier verfolgt werden und führte ihn schließlich nach Alt-Sheamor, dem gigantischen Friedhof nicht unweit der Stadtmauern. Er musste sich gefreut haben als er vor dem kleinen Mausoleum der Vessalius zum Halten kam und deutlich spüren konnte das etwas darin war. Das Gefühl der Magie an diesem Ort war irgendwie merkwürdig, aber genau dies weckte umso mehr das Interesse des nachforschenden Schwarzmagiers.
Erst als er in die vernebelte, dunkle Gruft hinabstieg dämmerte es ihm langsam. Etwas stimmte nicht. Die Spur hierher war viel zu offensichtlich gewesen, der Magier der für das Massaker im Heim verantwortlich war würde wohl niemals eine solche konkrete Spur hinterlassen. Die Magie die an diesem Ort zu ruhen schien stellte sich jetzt, wo er hineingetreten war als Illusion heraus - hier war etwas viel Mächtigeres am Werk als er an der Oberfläche noch vermutete. Es war eine Falle.

Gerade noch im letzten Moment wurde es dem Magier klar und konnte sich gegen das hinter der nächsten Ecke hervor stürmende Skelett verteidigen. Mit beiden Armen musste er sich den nach ihm schnappenden Untoten vom Leib halten sonst hätte dieser ihm wohl das Gesicht direkt vom Kopf gefressen. Mithilfe eines Zaubers wehrte er das angreifende Wesen dann ab und zerschlug es in seine knochigen Einzelteile.
Doch im Gang vor und hinter ihm hatten sich bereits weitere, jetzt auch bewaffnete Nekromantendiener eingefunden und versperrten den Weg nach draußen und drinnen gleichermaßen. Als der Schwarzmagier sich bereit zum Kampf machte und seine Hände bereits vor Magie rot glühten und die Skelette auf ihn einstürmten ertönte eine beinahe liebliche Frauenstimme aus dem hinteren, dunklen Abteil der Gruft:

"Stopp."

Die Untoten Diener taten unverzüglich wie befohlen und stellten den Sturmangriff ein, ihre schartigen Waffen aber noch immer auf den 'Gast' gerichtet. Dieser Hinterhalt sollte den Arischpack dienen und nicht einem neugierigen Magier - wie es schien wollte Vanessa nun wissen wer sie da 'besuchte'. Ohne sich zu zeigen richtete sie dann das Wort an ihren Magierkollegen:

"Wer seid ihr?"
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Re: Königinnental

Beitrag von Der Schwarzmagier am Di 05 Jun 2018, 22:22

Die Falle der Gesuchten war außerordentlich täuschend gestaltet. Die Spur war zwar leicht zu verfolgen gewesen, doch mit einem Angriff untoter Diener in dieser Gruft hatte der Schwarzmagier auf gar keinen Fall gerechnet. Er war überrascht das nach so einem Massaker überhaupt noch derartige Kräfte vorhanden waren. Er hatte sich schon mit dem baldigen Tod gerechnet, bis die Herrscherin der Untoten mit sanfter Stimme den Angriff abbrach und nun doch das Gespräch zu suchen schien.

Sie zeigte sich noch nicht. Aber nun erschloss sich auch ihm die Identität von 'V'. Vanessa Vessalius, ehemalige Erzmagierin der Abtei Durmand, verdorbene Lich durch Magie - Bringerin einer untoten Armee auf Götterfels. Ohja - der Schwarzmagier lächelte erneut, fast schon erregt näherte er sich langsam den Schatten. Aus seiner immer noch geöffneten Handfläche strahlte nun ein leichter Lichtzauber aus der das Antlitz der Hochmagierin freigab. Er lächelte abermals.

"Es ist mir eine Freude Euch kennen zu lernen....", verbeugte er sich sogleich vor seinem Gegenüber. "Ein gemeinsamer Freund wies mich an jede schwarzmagische Aktivität sofort zu untersuchen. Dein kleiner Zwischenfall von vorhin hat Spuren hinterlassen die ich keinesfalls ignorieren konnte. Es freut mich wirklich sehr das Ihr dahintersteckt...", erklärte er sich nun.
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Re: Königinnental

Beitrag von Vanessa am Mi 06 Jun 2018, 16:16

"Ein 'Gemeinsamer Freund', ja?", begann Vanessa dann mit einem etwas misstrauischen Unterton. Sie hatte die Vermutung der Nekromant könnte dahinter stecken wollte aber noch nicht zu viel hineininterpretieren. Sollte der Kerl wirklich vom Lord geschickt werden konnte sich Vanessa wohl abschminken den Namen ihres Gegenübers zu erfahren. Wieso mussten er und seine Leute immer so ein Geheimnis um ihre Namen machen?

"Wieso freut ihr euch? Was hattet ihr denn erwartet hier zu finden? Einen....Studenten, Schüler oder... Kollegen? Könnte es nicht sein das ihr hier gerade etwas völlig anderes 'gefunden' habt?"
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Re: Königinnental

Beitrag von Der Schwarzmagier am Mi 06 Jun 2018, 20:13

Das Lächeln blieb auf den Lippen des Schwarzmagiers haften.

"Etwas anderes? Mh. Irrelevant. Ich bin mir sicher das der Meister völlig zufrieden sein wird mit diesem Fund. Erwartungen hatte ich keine konkreten. Die ausgeführten.....Dinge waren zu stark für einen Schüler oder Studenten. Ich war mir nicht sicher was ich vorfinden würde. Ich denke Ihr werdet es begrüßen wenn ich Euch zeitnah' in den Hort des Meisters zurück geleite. Meinen Informationen zufolge ist es wenige Tage her das Ihr und er eine Unterredung hattet. Es wird ihn freuen zu sehen das Ihr nicht von Eurem Pfad abgewichen seid."
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Re: Königinnental

Beitrag von Vanessa am Mi 06 Jun 2018, 20:53

Vanessa nickte und auch auf ihrem Gesicht schien sich ein seichtes Lächeln aufzutun. Sie erhob sich also von dem kleinem Steinsockel, auf dem sie Platz gefunden hatte und deutete mit einer einladenden Handgeste dem Magier jetzt zu folgen.

"Nach euch."

Das ihr kleiner Ausbruch für aufsehen gesorgt hatte war der Lich durchaus bewusst, auch wenn das ganze mehr eine Affekttat gewesen war. Das jedoch der dunkle Lord und seine Schergen die ersten waren die Kontakt zu ihr aufnahmen beeindruckte sie. Wie es schien, hatte der Nekromant ein breites Netzwerk errichtet das es ihm gestattet zügig zu reagieren und das gefiel Vanessa sehr. Beim letzten Gespräch hatte sie ein wenig das Gefühl der Zauberer würde sich in seiner Festung den Arsch platt sitzen.
Es würde sich jetzt wohl zeigen ob sie damit nun Unrecht hatte... oder nicht.
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Re: Königinnental

Beitrag von Der Schwarzmagier am Sa 09 Jun 2018, 18:40

"Gestattet mir Euch ein Portal in die Festung zu öffnen...", antwortete der Schwarzmagier rasch und erschuf kurz darauf ein Portal zur Festung des Weißen Mantels. Jenes zeigte bereits den Ausgang seiner Reise schimmernd an, auch wenn nur verschwommen. Die inneren Hallen des Nekromanten, an welchem sich Vanessa und er einige Tage vorher unterhalten hatten waren jedoch deutlich zu erkennen. Der Schwarzmagier ergab sich der Bitte der Lich und betrat das Portal zuerst.
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