Die Abtei Durmand

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Die Abtei Durmand

Beitrag von Tom Di Laurentis am So 15 Apr 2018, 15:08

"Eure Macht ist nur so groß wie die Summe Eures Wissens."



Die Abtei Durmand befindet sich östlich von Löwenstein in den nördlichen Zittergipfeln. Sie beherbergt seit Jahrhunderten gesammeltes Wissen aus sämtlichen Zeitepochen. Viele Geheimnisse und Geschehnisse haben sich in diesem Kloster abgespielt und seine – für uns wirkende – endlosen Keller und Korridore beherbergen sicher noch mehr Geheimnisse als die, über die etwas bekannt geworden ist.


Das Kloster fungierte vor der ersten Kaiserin Rachel Phylakterium zum einen als Zauberschule, in denen beinahe jede Magieschule unterrichtet wurde. (Ausgenommen waren stets verbotene Zaubereien, wie etwa die Nekromantie) Tom Di Laurentis machte es sogar möglich das die "Schwarzmagie", in Form von beispielsweise Illusionsmagie unterrichtet werden konnte.
Die Schule diente ebenfalls als Ministerium für Zauberei des östlichen Tyria, während Tobsen Clark das Ministerium des wenstlichen Tyrias in Rata Sum kontrollierte. Die Ministerien wurden durch Rachel unterbunden und die Abtei stellt auch heute keine Zauberschule mehr da – lediglich eine Bibliothek für verborgene Ansammlungen von Wissen.


Der Meistermagier Tom Di Laurentis erschuf nach dem Phylakterium-Vorfall und den dadurch entstandenen Magierkriegen ein Portal in der Zentralkammer der Abtei. Nur wer den starken Wunsch nach Wissen und Zauberei verspürt konnte es betreten...
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am So 06 Mai 2018, 22:14

Leise pfeifte der Wind der eisigen Zittergipfel durch den langen schmalen Eingansgkorridor der Abtei. Wie oft war Vanessa in ihrem Leben diesen Gang bereits entlang geschlendert? Unzählige male war sie hier hindurchgelaufen, sowohl als Freund aber auch als Feind der Abtei. Dieser Ort der vor so vielen Jahren ihr ganzes Leben verändert hatte, heute wusste sie nicht einmal mehr ob es zum guten oder zum schlechten war.
Die Antworten die sie sich beim Nekromanten erhoffte hatte sie nur zum Teil gefunden. Das Gespräch mit dem Mann, der so hart mit ihr ins Gericht gegangen war waberte der Magierin immer noch im Kopf. Seine Worte über Vertrauen ließen sie nicht mehr los. Jetzt, einige Tage später, konnte sie es besser verstehen - wie sollte man ihr Vertrauen entgegenbringen wenn sie nicht einmal selbst wusste wer sie war? Es schien fast so, als wäre das wonach sie auf der Suche war viel mehr als ein 'Platz in dieser Welt' als die Antwort auf die Frage wer sie war - oder sein wollte.
Mit zunehmender Dauer ihres 'neuen Lebens' wurde der Lich also klar das sie bei ihrem Tot und den Ereignissen vor so vielen Jahren deutlich mehr verloren hatte als nur ihr Leben - sie hatte sich selbst verloren. Und nun war sie verzweifelt auf der Suche nach einer Antwort auf eine Frage die vermutlich nur sie selbst beantworten konnte.

Es war aber auch etwas anderes das der Nekromant zu ihr gesagt hatte was der Magierin nicht aus dem Kopf ging. Den Aussagen des dunklen Lords nach musste Tom am Leben sein. Ursprünglich wollte Vanessa als Erstes zu ihm, konnte ihn aber nicht finden, sie ging davon aus der Meistermagier wäre in der Zwischenzeit verstorben.
Doch es waren die Worte des Nekromanten die sie daran nun ernsthaft zweifeln liesen und es gab nur einen einzigen Ort an dem Vanessa zu suchen beginnen konnte: Die Abtei. Auch wenn Tom nicht hier zu finden wäre, war es die beste Anlaufstelle - hier zwischen all' dem Staub und den Erinnerungen würde sie etwas finden das sie zu ihm führen würde.

Angekommen in der großen Halle legte sie ihre Kapuze ab und man konnte an ihrem Gesicht bereits die ersten Anzeichen der Leichenfäule erkennen. Die dummen Grawle wollten ihr 'Fress-Spiel' nicht länger mitspielen und hatten sich gegen die Lich gewandt. In folge dessen musste sie hierherlaufen und hatte seitdem auch nicht mehr 'gegessen'.
Da sie aber in dem völlig verlassenem Gebäude allein zu sein schien war es ihr egal, sie war hier um Tom zu finden nicht ein Schönheitspreis oder ein Magierduell zu gewinnen.
Sie musste jetzt ihrem Gefühl folgen, ihrem magischen. Etwas was die Lich bereits seid Kindesbeinen konnte weshalb sie bereits jetzt zu stutzen begann. Zwar fühlte sich dieser Ort verlassen an und dennoch vernahm sie etwas, wie ein leichtes Zucken in der ferne, ein sachtes Echo. Jemand oder etwas war hier, sie konnte aber nicht sagen was es war - oder war es nur ihr Hunger?

Davon wollte sich Vanessa nicht abbringen lassen und begann durch die anderen Gänge des Ortes zu laufen. Sie war erschrocken wie heruntergekommen die Abtei mittlerweile war. Von allen Orten die sie seit ihrer Rückkehr besuchte hatte die Zeit an diesem am meisten genagt. Zwischen all' dem Staub, den zerfledderten Bücher und Spinnenweben konnte man nur noch schwer erahnen das es sich hierbei einst um die angesehenste Magierakademie Tyrias gehandelt hatte.
Auch eine vereinzelte Ratte huschte von links nach Rechts durch die Flure und hätte die Schwarzmagiern beinahe erschreckt. Wie gut das sie allein war: Niemand hätte Angst vor einer Lich die sich vor Ratten erschreckt.

Doch umso weiter sie in das Gewölbe hineinging umso klarer wurde das Gefühl der Magie bis Vanessa es schließlich finden konnte. Es war ein Portal - inmitten der Zentralkammer. Das seichte bläuliche Licht des magischen Tores erfüllte den ansonsten so düsteren Ort mit seiner Wärme.
Als Vanessa hindurch sah konnte sie nichts erkennen außer unförmiger Wellen und Zeichen. Sie wusste also genau das es kein normales Portal war, sonst hätte sie sein Ziel hindurch sehen können. Riskant also einfach durch ein fremdes, undurchsichtiges Portal zu gehen. Allein der gesunde Menschenverstand riet es nicht zu benutzten.

Aber irgendetwas merkwürdiges war an dem Tor, etwas das die Lich sich nicht erklären konnte. Denn wann immer sie in seine Richtung sah spührte sie ein tiefes Gefühl des Friedens. Fast so als würde der Zauber sie dazu einladen hindurch zu treten.
Irgendwie wusste Vanessa das es Tom's Portal war, nur jemand wie er könnte so einen speziellen Zauber sprechen weshalb sie nun ohne Furcht durch das magische Tor schritt. Unwissend was sich auf der anderen Seite befand...
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Die Magiergilde am Di 08 Mai 2018, 00:27

Vanessa betrat das Portal und geriet in jenen Teil der Nebel der als Vorprüfung für das Gelände der Zauberschule diente. Nicht nur das geistige Fähigkeiten geprüft wurden - es diente als Herausforderung und Warnschild für all jene dessen Gedanken unrein waren. Die Prüfung fand wohl immer persönlich und individuell statt. An diesem Abend ging es der Lich nicht anders. Sie fand sich inmitten eines riesigen Irrgartens wieder.

Stille. Überall. Nicht einmal der Wind schien zu wehen oder irgend ein anderes Geräusch ihre Ohren zu erreichen. Es waren lediglich die riesigen Hecken eines großen Gartenlabyrinthes zu erkennen, die ihr die Sicht versperrten. Sie fand sich selbst an einer Kreuzung wieder, die offenbar das Zentrum des Irrgartens darstellen sollte. In jede Himmelsrichtung führte ein Weg entlang, wirkte auf den ersten und auch zweiten Blick schier endlos...
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Suchender Nekromant am Di 08 Mai 2018, 09:30

"Na, hast du mich etwa schon vergessen?", ertönte eine vertraute Stimme aus einer der vier Himmelsrichtungen. Vanessa sah' sich ziemlich hektisch in alle Richtungen um und versuchte herauszufinden wer oder was die magische Stille in diesem Labyrinth unterbrach. Immer wieder drehte sie sich praktisch im Kreis, bis sie den Suchenden Nekromanten erblickte der aus der nördlichen Richtung mit langsamen Schritten auf sie zugelaufen kam.

"Du hast nichts gelernt...und deshalb bist du wieder hier...", sagte er jetzt.

"Du wählst den sicheren Weg - den Weg eines Verlierers. Glaubst du hier wirst du zu dir selbst finden, glücklich werden? Du bist eine Lich! Sieh' dich doch an! Ohne Nekromantie kannst du nicht am Leben gehalten werden! Niemand menschliches wird sich mit jemandem wie dir abgeben wollen! Du bist nur noch eine übergebliebene Hülle aus längst vergangenen Tagen!"

Die Worte die der Nekromant gewählt hatte hallten donnernd durch das gesamte Labyrinth. Es war, als würde sich die Stimme des Gegenübers, der immer langsam immer näher kam in ihre Brust bohren.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am Di 08 Mai 2018, 22:18

Vanessa hatte sich auf einiges Eingestellt was hinter dem Portal auf sie warten würde doch hierauf konnte man sich nur schwer vorbereiten. Ein wenig begann sie daran zu zweifeln ob das magische Tor tatsächlich von Tom stammte, er würde wohl kaum einen solchen Ort erschaffen. Das Labyrinth musste der Magierin wie ein Alptraum vorkommen, auch wenn sie es nicht zeigen wollte. Vanessa war nicht gekommen um sich einem Spielchen zu unterziehen und konnte sich, auch wenn die Kulisse bedrückend war, denken das der Nekromant nicht wirklich hier war. So durchtrieben, in der Abtei eine Falle extra für sie zu positionieren war nicht mal der dunkle Lord. Oder doch?

"Wenn du hier bist kann der Weg wohl nicht so sicher sein. Also wenn ich eine solche Enttäuschung für dich bin - wieso machst du dir die Mühe, erklär mir das."

Die Lich musste feststellen ob dies Realität oder Fiktion war. Normalerweise könnte sie ersprühren ob es eine Illusion war aber da sich an diesem Ort alles 'magisch Anfühlte' war es unmöglich zu sagen was Echt war und was nicht.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Josmine Saraziel am Di 08 Mai 2018, 22:25

"Hihihihihihihihihihiiii", ertönte es urplötzlich aus der südlichen Richtung. Die Oberhexe näherte sich mit schnellem Schritt, lief dabei etwa wie ein kleines Kind das zum ersten Mal mit Großvater Bebb zum See durfte.

"Diese Enttäuschung kommt selbstverständlich durch deine immer wiederkehrenden Taten! Diese Wiederhooolungen! Das Drama! Diese.....Energie!!", erklärte Josmine. Sie rückte sich die Sonnenbrille zurecht, lächelte Vanessa freundlich an und sprach:

"Du warst eine meiner besten Freundinnen seinerzeit und....zack! Haste's vermasselt! Einfach so! Und du hast ALLES durchlaufen! Alles! Du wolltest eine mächtige Zauberin sein - Geschafft! Du wolltest eine Hexe werden weil dich....mimimi...keiner mehr lieb hat! Erledigt! Du warst sogar Kaiserin weil dich dann DOCH irgendjemand lieb' hatte! Und wofür das alles? Jetzt trampelst du als entstellte Kreatur in dieses.....dieses....Labyrinth voller alter Freunde!"

Josmine kicherte, beinahe ausnahmslos schon während der Sätze und wartete nun auf Antwort durch ihre alte Freundin Vanessa.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am Di 08 Mai 2018, 22:53

Josmine Saraziel, natürlich. Die vermutlich verrückteste Frau Tyrias, gleich nach der ersten Kaiserin versteht sich. Ihre 'Anwesenheit' machte klar das dies ein Trick war, eine Art Illusion. Doch von wem? Hatte sich Tom in all' der Zeit so verändert das er mittlerweile auch Spiele mit den Leuten spielte oder war es das Portal von jemand gänzlich anderem gewesen? Vielleicht hätte sie ja doch nicht hindurchgehen sollen...

"Alte Freunde, Ja.....", fing die Lich misstrauisch an zu sprechen: "... ich glaube noch lange nicht das ich 'alles' durchlaufen habe. Bei weitem nicht...."
Während die Stimme der Zauberin langsam leiser wurde sah sie bereits in die nächste Himmelsrichtung. Wenn dieser 'Zauber' dem bisherigen Muster folgen würde käme gleich die nächste Person. Solange sie denn Sinn hinter diesem Ort nicht verstand war es wohl das beste abzuwarten.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Suchender Nekromant am Di 08 Mai 2018, 22:56

"Natürlich versuchst du jetzt einen Sinn zu finden..", sprach der Suchende Nekromant wieder - die beiden waren Vanessa nun schon sehr nahe gekommen und während Josmine immer noch leicht in sich hinein kicherte - trotz der wenigen Beachtung die ihr Vanessa geschenkt hatte ergriff nun der Schwarzmagier wieder das Wort.

"Du überschätzt deine Klugheit, erneut. Das überrascht mich zwar nicht, aber es ist immer wieder amüsant zu sehen wie du wegen der gleichen Fehler sterben wirst. Wenn nicht jetzt, dann später.", fügte er sogleich hinzu.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am Di 08 Mai 2018, 23:35

"Die Erfahrung eines Todes zu machen stände dir auch mal gut zu Gesicht!", giftete Vanessa zum Nekromanten hinüber. Dabei hatte sie ein extrem sarkastisches Grinsen aufgelegt und den Mann symbolisch mit der Hand weggewischt. Das hätte die Magierin dem echten Nekromanten wohl nie gegenüber gesagt oder getan aber da dies offensichtlich eine Täuschung war konnte sie sagen was ihr gerade durch den Kopf ging. Vermutlich wollte die Lich das 'Spiel' auch einfach nicht mitspielen.

Ohne die beiden 'Personen' weiter zu beachten ging Vanessa in eine der Richtungen des Laberynths um zu sehen ob es einen normalen Weg gab den Zauber zu verlassen. Nach gerade einmal zwei Abbiegungen musste sie aber feststellen, dass es wohl nicht so einfach war, denn sie befand sich wieder an derselben Stelle wie zu Beginn. Der Nekromant und Josmine waren natürlich auch noch da - Großartig. Wie es aussah, hatte Vanessa keine andere Wahl als diesem Ort und seinem Sinn auf den Grund zu gehen.

"Wieso seid ihr hier? Was macht ihr hier?"
, fragte sie dann entschieden in die Richtung der beiden anderen.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Tom Di Laurentis am Mi 09 Mai 2018, 22:10

"Aber das haben sie dir doch schon gesagt...", sprach die vertraute Stimme von Tom Di Laurentis, der in jener Gestalt auftrat als sie sich das letzte mal begegnet waren. Als sich die Lich zu ihm umdrehte strahlte ihr seine Rüstung förmlich in die Augen - der große Zauberstab auf dem Rücken schindete seinen Eindruck. Er lächelte sie freundlich an, während Josmine sich weiterhin wie ein Kind benahm und der Nekromant finster drein blickte.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am Mi 09 Mai 2018, 22:42

Obwohl Vanessa hier war um Tom zu sehen war sie über seine Anwesenheit in dieser Illusion wohl am meisten überrascht. Misstrauisch über sein Auftauchen zuckte ihr Augenlid während sie über die Antwort nachdachte die er der Lich geliefert hatte.

'Aber das haben sie dir doch schon gesagt...'

Mehrmals ging die Blondine die Aussage in ihrem Kopf durch. Hatten sie das wirklich? Erst nachdem sie etwas fragend zwischen Nerkomant und Hexe hin und her gesehen hatte dämmerte es der Magierin.

"Ihr seid wegen mir hier?", fragte sie dann zu Tom.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Josmine Saraziel am Mi 09 Mai 2018, 22:44

Erneut begann Josmine das Wort zu ergreifen, setzte jedoch erst wieder zu einem ihrer seltsamen Lacher an bevor sie schließlich zu sprechen begann:

"Oder vielleicht bist du wegen uns hier? Schonmal daran gedacht, Kleines?"
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am Mi 09 Mai 2018, 23:02

"Vielleicht.", antwortete Vanessa erst nur bevor sie wieder nachdenklich wurde. Vermutlich begann die Magierin den Sinn des Zaubers langsam zu verstehen. Ein solch mächtiger Individualzauber wie dieser konnte nur einem Zweck dienen: Etwas zu beschützen. Jeder der das Portal nutzte sollte getestet werden ob er würdig war das eigentliche Ziel des magischen Tores zu erreichen. Clever.
Die große Frage die sich Vanessa jedoch stellte war, schütze der Zauber das vor oder hinter dem Portal?

"Ich bin gekommen um Antworten zu finden. Antworten auf mich selbst. Und ihr seid Teil dieser Antwort, hab' ich Recht?"
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Josmine Saraziel am Mi 09 Mai 2018, 23:15

"Lüge! Lügner! Lügen! Alles Lügen!!!", reagierte Josmine fast schon panisch. "Du bist eine....eine ganz böse!!!"
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Suchender Nekromant am Mi 09 Mai 2018, 23:20

"Beruhige dich, Josmine.", antwortete der Schwarzmagier ruhig und versuchte die Oberhexe etwas zu beruhigen. Langsam gelang ihm das auch, so dass er sich nun wieder dem eigentlichen Thema zuwenden konnte. "Nun wo sie den tieferen Sinn dieser Unterhaltung langsam durchschaut hat macht es beinahe keinen Sinn mehr sie mit...nun...sich selbst zu konfrontieren...", murmelte der Schwarzmagier nun vor sich hin.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am Do 10 Mai 2018, 05:40

"Ich kann meine Antworten nur selbst finden - Illusionen helfen mir dabei nicht. Ich möchte das ihr mir den Ausgang zeigt.", sprach Vanessa ziemlich entschieden. Sie hatte das Gefühl den Zauber, beziehungsweise den 'Test' des Portals in irgendeiner weiße bestanden zu haben.
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Die Magiergilde am Do 10 Mai 2018, 12:06

"Keine Illusionen", sprach eine überaus vertraute Stimme nun aus Richtung der noch fehlenden Himmelsrichtung. Nun machte sich auch Wetter in diesem Irrgarten bemerkbar. Vanessa hatte die Illusionsmagie hinter diesen Personen lange schon erkannt und versuchte ihnen nun den Befehl zum Verschwinden zu geben. Aus der Ferne waren nun an diesem vorher so stillen Ort Blitze und Donner zu hören, Regen prasselte auf die vier Personen herab und schwarze Wolken machten sich über ihnen breit. Der Wind heulte laut und durch den starken Niederschlag war die letzte Person bisweilen noch nicht zu erkennen. Langsam verblasste der Nekromant, bis er sich im Nichts auflöste - genau wie kurz darauf die lächelnde Josmine und nachher der ernst drein schauende Tom. Alle verschwanden, ließen die Meistermagierin allein zurück und in diesem Moment ging auch der starke Niederschlag wieder zurück - die Wolken öffneten sich und ließen starke Sonnenstrahlen zurück, die die Sicht der Lich einschränkten. Nun waren lediglich Schritte der klappernden, hohen Schuhe der letzten Person zu hören die sie in diesem Teil der Nebel heimsuchen würde. Vanessa hielt sich die Hand vor das Gesicht, um nicht zu sehr von der Sonne geblendet zu werden die ihr mitten ins Gesicht zu strahlen schien, bis zu dem Moment als diese letzte Person mit sehr vertrauter Stimme vor ihr stand: Sie selbst - in ihrer Gestalt zu dem Zeitpunkt als sie noch die Erzmagierin der Abtei Durmand war. "Sag'...was führt dich an diesem Ort...hast du...", sie deutete mit beiden Händen auf sich selbst, von oben nach unten herab. "...hast du das hier vielleicht vermisst?"
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am Do 10 Mai 2018, 13:32

Antworten auf sich selbst hatte sich Vanessa anders vorgestellt. Der Zauber hatte das ganze wohl jetzt wortwörtlich genommen, irgendwie. Auf sich selbst zu treffen schien der Gipfel, vor allem aber das Auftreten der zweiten Vanessa. Beinahe empor gestiegen aus dem Gewirr ihrer Vorredner und gehüllt in Licht, den Sturm vertreibend. Beinahe poetisch.
Aber es war ein Bild ihrer selbst, dass die heutige Vanessa scheinbar nicht sonderlich unterstütze weshalb sie ohne groß darüber nachzudenken gleich Kontra gab:

"Wieso sollte ich etwas vermissen das Schwach war? Etwas das sich hat brechen lassen? Ein halbes Kind, geformt nach dem Willen anderer. Nicht einmal schlau genug eine eigene, richtige Entscheidung zu treffen. Nein - ich vermisse dich nicht."

Hatte gerade die Eifersucht aus der Magierin gesprochen da sie sich insgeheim wünschte doch wieder wie damals zu werden oder war es eine ordentliche Portion Selbsthass die sie hier an den Tag legte? So oder so, im Gegensatz zu ihren vorigen Aussagen war diese Spontan gewesen und weniger durchdacht. Demnach also ein deutlich besserer Spiegel ihres Denkens. Bevor die Illusion aber noch etwas sagen konnte ergänzte die Lich sich:

"Ich bin nicht hier um zu sehen wer ich war. Ich bin gekommen um zu sehen wer ich sein kann."
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Die Magiergilde am Do 10 Mai 2018, 13:59

Wieder lösten die Worte die die wahre Vanessa wählte geballte Reaktionen aus - das Wetter veränderte sich erneut - diesmal viel Schnee. Und dieses Mal veränderte sich sogar die ganze Gegend um sie herum. Wo sie eben noch mit ihrem alten Spiegelbild inmitten eines Irrgartens stand war es, als würde sich das ganze Land verändern. Sie schossen in unglaubliche Höhen und fanden sich nun hoch oben auf dem Gipfel eines Berges wieder. Spontan konnte man an die Zittergipfel denken - doch außer Schnee und Kälte war weit und breit nichts zu erkennen. Möglicherweise trübte auch der Schneesturm selbst die Sicht.

"Du kannst....alles sein...", sprach das Spiegelbild und binnen weniger Sekunden tauchten hinter ihr die Illusionen von vorher wieder auf. Links entlang lief der Suchende Nekromant, gefolgt von Josmine und rechts neben der Erzmagierin stellte sich Tom auf. Alle vier lächelten sie nun freundlich an - was vor allem bei dem Schwarzmagier seltsam ausgesehen haben musste, weil er praktisch nie herzlich lächelt.

"Die Wahl liegt ganz bei dir, Vanessa.", sprach ihr Spiegelbild. "Du kannst über diese Welt herrschen, oder ihr dienen."
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Vanessa am Do 10 Mai 2018, 14:38

Die Aufstellung der vier Personen schien eine Entscheidung von Vanessa zu fordern. Zwei Lager, Zwei Seiten. Zwei Parteien zwischen denen die Magierin sich bereits so oft entscheiden musste. In der Vergangenheit hatte sie oft selbst das Gefühl an diesem Punkt immer und immer wieder versagt zu haben. Doch dieses mal würde sie den Fehler nicht begehen. Vanessa würde es nicht noch einmal zulassen einen Platz einzufordern von dem sie nicht sicher wusste das es ihrer war. Nicht noch einmal würde sie in die Falle tappen eine Entscheidung zu treffen ohne alle Seiten gehört und alle Variablen bedacht zu haben.
Folglich verweigerte die Lich eine Entscheidung zu diesem Zeitpunkt: Es war noch nicht soweit.

"Wenn mir ein Sturm die Sicht trübt..."
, begann sie also zu sprechen, den aufgezogenen Schneesturm als Bildnis heranziehend: "...dann kann ich nicht wählen. Erst wenn es klarer wird."
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Die Magiergilde am Do 10 Mai 2018, 14:44

Als Vanessa ihre Worte ausgesprochen hatte verschwanden die vier Personen nun einer nach dem anderen. Keine voreiligen Entscheidungen war nun das Ergebnis, das Vanessa zum Ende dieses Zaubers geführt hatte. Wieder veränderte sich die Gegend, aber zu aller Überraschung nicht als Illusionszauber - sondern war der Weg durch das Portal erfolgreich gewesen und Vanessa fand sich nun in dem Teil der Nebel wieder, an dem sich die Zauberschule - und auch Tom Di Laurentis befand...
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Araja am Sa 04 Aug 2018, 22:50

Fast zwei Wochen hatte die kleine Gruppe um Ritter, Knappin, Heiler und Hexer gebraucht die Abtei Durmand zu erreichen. Mit jedem Tag wurde es heiser und der Sommer hatte weite Teile des Reiches in seinem Griff und erst als die vier die Ausläufer der Zittergipfel vor einigen Tagen erreichten wurden die Temperaturen wieder akzeptabel. Dies freute insbesondere den Rotschopf, mit ihrer hellen Haut war sie dem ein oder anderen Sonnenbrand nur knapp entkommen. Wann immer es ihre Laune zu lies hatte die junge Violinistin versucht die Reise von sich und ihren Freunden mit der passenden Melodie zu untermalen. Und natürlich schaffte es das Wundertalent fast immer.  Auch wenn zu dieser Jahreszeit nur wenig Schnee lag in jenem Teil der Gipfel war es der Knappin alle mal lieber durch die etwas schrofferen Täler des Gebirges zu reiten, anstatt noch einen einzigen weiteren Tag die Hitze der staubigen Straßen Krytas auszuhalten.
Zum ersten mal in ihrem Leben hatte Araja Toussaint verlassen, so glaubte sie, und war fasziniert von der Vielfalt Krytas als die kleine Gruppe durch tiefe Laubwälder, verschlafene Kleinstädte und malerische Felder geritten war. Leider hatte Alexandras das Tempo der Gruppe angezogen weshalb nur wenig Zeit für Erkundung blieb aber der Fluch welcher noch immer auf Luna lastete gebot Eile. Wann immer es eine Pause jedoch zu lies hatten er und Araja wieder mit dem Stab geübt, denn die Knappin hatte sich vorgenommen der Waffe wieder mehr Beachtung zu schenken. Etwas das vermutlich besonders den Ritter freute.

Aber nun war es soweit, das Ziel der Reise war erreicht und die kleine Grippe stand am Beginn einer steinernen, langen Brücke welche über eine tiefe, vernebelte Schlucht führte. An dem spitzen Gipfelberg der dahinter liegt konnte man sie bereits erkennen - die Abtei Durmand. Voller Ehrfurcht starrte der Rotschopf nach oben:

"DAS ist die Abtei?"
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Re: Die Abtei Durmand

Beitrag von Luna Navarion am Sa 04 Aug 2018, 23:50

Während der Reise zur Abtei wurde der Fluch immer schlimmer. Er verbreitete sich immer weiter und fast ihr kompletter Arm sah aus wie ein verfaultes, schwarzes Skelett. Es fing immer mehr an zu schmerzen und statt wie ursprünglich geplant Araja's Kampftraining beizuwohnen versuchte die junge Heilerin in dieser Zeit immer, die schmerzen mit ein paar Heilzaubern zu lindern. Doch versuchte sie trotz ihren schmerzen so wenig wie möglich davon zu zeigen.

Als sie endlich an der Abtei Durmand ankamen, starrte auch Luna wie gebannt zu dem Gebäude hinauf. Es war riesig. Ein riesiges Gebäude in die Berge hinein erbaut. Hinter der Brücke erkannte man Treppen, die an den Bergen entlang gebaut wurden und hinauf zu diesem Koloss führten.
"Sicher, dass das die Abtei ist? Es sieht etwas... verlassen aus..." merkte Luna an und schaute fragend zu Alexandras.
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Re: Die Abtei Durmand

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